Fleisch: Klimakiller No.1

Ohne Fleisch ist ein Essen für viele nicht vollständig. Wir essen immer mehr von dem sehr wertvollen und auch sehr problematischen Nahrungsmittel. Es gibt aber in der Tat nichts, was unser Klima und unsere Natur derart unter Druck bringt, wie Fleisch.

Fleisch ist teurer als gedacht

Vielleicht ist es einfacher mit einem Bild zu beginnen, so dass man sich das Ausmaß der Konsequenzen leichter vorstellen kann. Nehmen wir den gesamten weltweiten Flugverkehr und alle gefahrenen Autokilometer zusammen, so kommen wir damit immer noch nicht an die Auswirkungen auf unser Klima der Fleischproduktion heran. Eine fleischliche Kalorie braucht ein vielfaches an Fläche einer pflanzlichen Kalorie. Als Konsequenz sind wichtige ökologische Ausgleichsflächen in Gefahr. Wir roden Regenwälder und überfischen unsere Meere. Gülle verunreinigt unsere Gewässer und Böden. Tierische Lebensmittel müssen intensiver und in der Regel länger gekühlt werden, was ebenfalls wieder auf Kosten des Klimas passiert. An die Methanbelastung der immer gigantischer werdenden Kuh- und Rinderherden darf man gar nicht denken.

All diese ökologischen Folgen kosten uns Geld. Man nennt diese Klimastabilisierungskosten, also Geld, welches dazu benötigt wird, um unser Klima wieder auf die richtige Bahn zu lenken. Laut einer niederländischen Studie sind diese Kosten derart hoch, dass man durch eine rein pflanzliche Ernährung bis zum Jahr 2050 sage und schreibe drei Viertel dieser Klimastabilisierungskosten einsparen könnte.

Umweltzerstörung lohnt sich noch

So zeigte Frontal 21 erst kürzlich eine sehr eindrucksvolle Rechnung auf, welche anderweitigen Konsequenzen unser Fleischkonsum mit sich bringt. So werden jährlich vor den peruanischen Küsten 4,5 Mio. Tonnen Fisch zur Produktion von Fischmehl gefangen. Daraus resultieren 0,8 Mio. Tonnen Fischmehl, welches für die Zucht von 0,2 Mio. Tonnen Fisch aus Aquakulturen verwendet wird.

Das ist nur möglich, da egal ob klimatische oder anderweitige ökologische Folgekosten den Verursachern derzeit nicht angelastet werden. In den seltensten Fällen kostet es tatsächlich Geld der Natur Ressourcen zu klauen. Die wirtschaftlichen Aussichten sind somit sehr rosig, die ökologischen hingegen fatal.

Würden wir diesen Kreislauf durchbrechen, so sparen wir nicht nur, auch könnten wir sehr viel Druck von der derzeitigen Klimadebatte nehmen. Besser noch, der weltweit steigende Fleischkonsum ist auch mit Ursache für eine immer kränkere und dicker Weltbevölkerung. Schon seit einiger Zeit hat das Übergewicht die Mangelernährung als als global bedeutsameres Problem abgelöst.

Jeder ist verantwortlich

Es geht uns zu gut, wir können uns alles leisten. Noch keine Generation ist so verwerflich mit dem Weltklima umgegangen wie wir dies tun. Bevor man jetzt auf die Politik schimpft oder verächtlich auf andere schaut, sollte man sich besser an die eigene Nase fassen. Niemand in Deutschland darf diesbezüglich den ersten Stein werfen, in jedem steckt noch einiges an klimatischem Potential und das ohne dabei die eigene Lebensqualität zu beeindrächtigen.

Wer Inspiration braucht, es gibt unzählige leckere Rezepte, die nicht nur deutlich gesünder sind, sondern zudem bedeutend besser für unser Klima. Wir sollten den Sonntagsbraten einen Sonntagsbraten lassen. Die Zeiten, dass wir uns den Werktagsbraten aus ökologischer Sicht weiterhin leisten könnten sind eigentlich schon vorbei.

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