Histamin – Kaffee und Wein, ja oder jein?

Gesunde Ernährung / 4.95/5 (20)
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Zum Abschluss unseres Histamin-Spezial kommen die zwei Alltragsdrogen Nummer 1 unter die Lupe. Wer an einer Histaminunverträglichkeit leidet, der ist ohnehin bereits sehr eingeschränkt. Doch dessen nicht genug…

Kaffee ja, Koffein nein

Die schlechte Nachricht zuerst: Koffein im Kaffee blockiert die Diaminoxidase und damit ist er für alle mit Histaminintoleranz nicht zu empfehlen. Entkoffeinierter Kaffee oder Caro-Kaffee würde zwar funktionieren, allerdings verfehlt das Getränk den meist verfolgten Wachbleibeeffekt.

Meist liegt die Toleranzschwelle aber nicht bei Null und dann ist es sinnvoll den negativen Effekt möglichst zu minimieren. So hat Espresso zum Beispiel weniger Koffein als Kaffee und ist für histaminintolerante Menschen meist besser verträglich. Auch sollte dieser in einem Espressokocher gemacht werden, da sich in den meisten Kaffeeautomaten aufgrund der nur bedingten Reinigungsmöglichkeiten Histamin wunderbar sammeln kann.

Schwarzer Tee enthält übrigens Teein und auch das blockiert die Diaminoxidase. Je länger der Tee zieht, desto mehr Teein wird gebildet. Also den Tee einfach nicht so lange ziehen lassen oder auf grüne Tees umsteigen, sie werden meist besser vertragen. Eistee ist in der Regel aus schwarzem Tee hergestellt, deshalb sollte man auch hier vorsichtig sein.

Wein, das lass sein

Bei der Gärung von Alkohol entsteht Histamin somit sollte grundsätzlich auf Alkohol vollständig verzichtet werden. Insbesondere Sekt, Rotwein und Hefeweizen sollten auf keinen Fall getrunken werden. Teilweise werden aber untergärige Biere oder klare Schnäpse vertragen. Wer auf sein Glas Wein nicht verzichten kann, der sollte Weißwein dem Rotwein vorziehen.
Alkoholische Getränke haben zwar im Vergleich mit anderen histaminreichen Lebensmitteln gar nicht so viel Histamin, aber es wird schlechter vertragen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Flüssigkeiten gehen schneller ins Blut. Alkohol erhöht zudem die Durchlässigkeit der Darmwand noch zusätzlich und zu guter Letzt ist Alkohol ein Histaminliberator, d.h. Alkohol setzt gespeichertes Histamin im Körper frei.

Wer also unbedingt Alkohol trinken möchte, vorher gut essen, natürlich histaminarme Lebensmittel, und auf jeden Fall ausreichend Wasser dazu trinken. Das beste Getränk ist ganz allgemein immer noch Wasser – stilles Wasser.

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