Intermittierendes Fasten… Ein neuer Trend!

Abnehmen / 4.67/5 (6)

Intermittierendes oder auch alternierendes Fasten ist ein neuer Trend, der sich durch alle Fastenbegeisterten zieht. Es stellt keine Diät in Form einer Begrenzung auf bestimmte Nahrungsmittel dar, sondern eine Art der Nahrungsaufnahme. Wer schon einmal das klassische Heilfasten durchlaufen hat und für mehrere Tage bis zum Teil Wochen nichts gegessen hat, weiß welche Überwindung das zum Teil bedeutet. Wer es sich einfacher machen möchte für den stellt das intermittierende Fasten definitiv eine Alternative dar.

Intermittierend ist nicht gleich intermittierend, aber einfacher Heilfasten

Klassischerweise wird beim intermittierenden Fasten lediglich ein Tag lang nichts gegessen, dafür darf man am darauf folgenden Tag essen soviel und auch grundsätzlich was man möchte. Folglich fastet man immer für 36 Stunden und isst dann wieder 12 Stunden lang. An dem Nicht-Ess-Tag ist auch ausschließlich Wasser und Tee trinken angesagt… zumindest grundsätzlich. Zwar ist für den Einen oder Anderen gerade am Anfang das trotzdem noch relativ schwer, der Körper gewöhnt sich aber relativ schnell daran.

Für wen ein ganzer Tag der Essabstinenz immer noch eine zu große Überwindung bedeutet, der kann auch auf andere noch einfachere Arten das intermittierende Fasten erleben. Die bekannteste Art und Weise ist wahrscheinlich das Dinner-Canceling. Das ist schnell erklärt: Einfach auf eine Mahlzeit am Tag verzichten!

Auch das 5-2-Programm wird in verschiedenster Form angepriesen. Dabei wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen lediglich abends etwas Leichtes gegessen und den Rest der Woche isst man einfach wie gewohnt. Das hat den Vorteil, dass man sich die beiden Tage beispielsweise konsequent auf Montag und Dienstag legt und damit sich einen festen Wochenrhythmus angewöhnen kann.

Man sieht an den zahlreichen Alternativen Formen bereits, dass es das intermittierende Fasten in der einen Form nicht gibt. Vielmehr geht es darum auch mal in den Fastenmodus des Körpers zu gelangen. Und das ist in etwa zwölf Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme der Fall. Ab diesem Zeitpunkt wechselt der Körper von der Zellneubildung in den Reperaturmodus. Das das bedeutet, dass eher mal die alten Zellen genutzt werden und zum Beispiel überflüssiges Eiweiß in der Blutlaufbahn verstoffwechselt wird. Eigentlich fastet der Mensch ohnehin jeden Tag und zwar über Nacht beim Schlafen. Das englische Wort „breakfast“ enthält das Fastenbrechen buchstäblich im Wort, denn damit beendet man das Fasten jeden morgen auf das Neue.

Intermittierendes Fasten ist „normaler“ als normal essen

Bei Ratten und Mäusen konnten durch das intermittierende Fasten bereits in den frühen 1900 Jahren sehr gute gesundheitliche Erfolge nachgewiesen werden. Am erstaunlichsten ist wohl, dass diejenigen Versuchstiere, die auf eine intermittierende Fasten-Diät gesetzt wurden deutlich länger lebten als ihre Artgenossen. Auch war das Wachstum künstlich eingesetzter Tumore deutlich langsamer und Herzkrankheiten nahmen ab. Grundsätzlich waren auch der Glucose- und Insulinspiegel der fastenden Tiere besser. Da die Versuchsgruppe meist soviel essen konnte wie sie wollte, die fastenden Tiere jedoch nur an den Nicht-Fastentagen, war auch das Gewicht der Tiere wie erwartet deutlich unterschiedlich.

Zwar wurde bei Tieren das intermittierende Fasten bereits in verschiedenen Versuchsreihen getestet, was jedoch nicht bedeutet, dass der Erfolg zwangsläufig auf den Menschen übertragbar ist. Gerade bei normalgewichtigen oder dünnen Menschen ist der Effekt umstritten. Um genaue Aussagen treffen zu können müssen hierzu noch weitergehende Studien angestoßen werden. Evolutionsbedingt ist das intermittierende Fasten allerdings „normaler“ für unser Verdauungssystem als die heutige Ernährungsweise. Der Mensch und dessen Verdauungssystem ist es eigentlich nicht gewohnt stetig im Überfluss zu leben. Es ist für den Körper vollkommen normal auch mal zeitweise keine Nahrung zu bekommen. Durch den Verzicht werden zum Teil Reperaturmechanismen aktiviert und somit auch ein Selbstheilungsprogramm des Körpers gestartet.

Wer nichts ändert, ändert auch nichts

Letztendlich wird beim intermittierenden Fasten aufgrund der regelmäßigen Esspause die Kalorienzufuhr des Körpers deutlich reduziert. Das setzt natürlich voraus, dass am Esstag nicht nur Chips, Schokolade und viel zu viel Kalorienintensives auf dem Speiseplan steht. Wer sich allerdings gesund weiter ernährt wird die positiven Erfolge relativ schnell bemerken. Jedoch kommt man auch bei dieser „Diät“ auf Dauer nicht um eine Ernährungsumstellung hin zu gesunder Nahrung herum. Zwar kann man das intermittierende Fasten, sofern man den Befürwortern Glauben schenken kann, sein Leben lang betreiben. Wer dies nicht tut, aber dennoch dauerhaft sein Gewicht reduzieren möchte und nach dem intermittierenden Fasten einfach wieder in alte Essgewohnheiten verfällt, wird auch wieder zu seinen alten Pfunden zurückkehren.

Wer noch mehr über die Vorteile des Fastens im Allgemeinen erfahren will, für den bietet sich die Folgende Doku an. Was den Wenigsten bekannt ist, gerade in Russland wurde in früherer Zeit sehr viel über das Fasten geforscht. Auch heute noch wird in der dortigen Krankheitsbekämpfung das Fasten viel stärker eingesetzt… mit Erfolg!

 

Meine Fastenzeit im Überblick

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat und du Interesse hast neben dem intermittierenden Fasten auch einmal richtig zu Fasten, dann begleite mich über meine Zeit des Heilfastens. Ich habe eine „Anleitung“ geschrieben, in der Ihr alles erfahrt, was ihr über das Heilfasten wissen solltet:

Artikel 1: Mit Fasten ins neue Jahr

Artikel 2: Fastenzeit – Vorbereitung und Entlastungstag

Artikel 3: Fasten – Tag 1

Artikel 4: Fasten – Tag 2 bis 5

Artikel 5: Fasten – Die Aufbautage

Bewerte diesen Beitrag:

Wie denkst du darüber?

Frisch ins Postfach?

Verwandte Themen?