Jelly Belly Beans: Nicht für Kinder gemacht!

Mir ist neulich eine Packung „Jelly Belly Beans“ in die Hände gefallen. Was ich auf der Packung lesen musste, lässt mich ja fast vom Glauben an den gesunden Menschenverstand abfallen. Dieses Produkt soll für Kinder gemacht sein? Wohl eher nicht!

Jelly Belly spielt nicht fair

Seit bereits geraumer Zeit mache ich mir meinen ganz persönlichen Spaß daraus E-Nummern auf einschlägigen Lebensmittelverpackungen zu zählen. Den Rekord hält dabei immer noch eine Instant-Asia-Suppe mit insgesamt 16 E-Nummern. Nicht sehr weit abgeschlagen finden sich allerdings die Jelly Belly Beans wieder. Als ich nach den Zutaten weiter gelesen habe, ist mir inmitten der Zutatenliste, so klein und versteckt, dass man es fast nicht finden kann, folgender Satz aufgefallen:“Können Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“!

Jetzt aber mal ganz im Ernst, das soll ein Produkt für Kinder sein? Bunt, süß und lustig im Geschmack, wen sollen Jelly Belly Beans wohl ansprechen? Ich kann doch nicht mit gutem Gewissen Naschereien für Kinder verkaufen, welche nachweislich nichts für Kinder sind.

Es ist ja mit Sicherheit nicht so, dass der Hersteller entsprechende Hinweise freiwillig auf seine Verpackung druckt. Folglich wird er aus rechtlichen Gründen dazu gezwungen und das obwohl Lebensmittel-Lobbygruppen solche Hinweise mit aller Kraft versuchen zu vermeiden. Nicht oft haben sie dabei auch Erfolg. Wenn es bei den Jelly Belly Beans nicht von Erfolg gekrönt war, so sagt das definitiv einiges über dieses Produkt aus.

“Können Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ ist ein Warnhinweis. Warnhinweise sind dafür da, dass sie gelesen werden und sollten entsprechend auch lesbar sein. Auf der Verpackung von Jelly Belly Beans liest das aber kein Mensch. Das findet schon gar niemand. Nach der Aufstellung der Zutaten in gefühlter Schriftgröße 2 kommt kurz vor dem Wechsel in eine andere Sprache ein ebenso klein geschriebener Hinweis.

Jelly Belly Beans

Wenn Jelly Belly Beans das auf ihre Verpackung drucken müssen interessiert es mich auch was denn so gefährliches in den bunten Zuckerbohnen enthalten ist. Die drei enthaltenden Risikostoffe hab ich euch kurz zusammengestellt.

Farbstoffe: E 102 (Tartrazin), E 110 (Gelborange S), E 129 (Allurarot AC)

Bei allen drei E-Nummern handelt es sich um aus Erdöl hergestellte Farbstoffe. Diese sind stabil gegenüber Säure, Licht und Hitze, jedoch gut wasserlöslich, dadurch schmelzen sie erst im Mund und nicht schon in der Hand. Fällt euch was auf?

Zum Teil ist darin auch Aluminium verarbeitet, was jedoch nicht auf der Verpackung angegeben werden muss. Es handelt sich bei unseren drei Farbstoffen im Grunde genommen um Farblacke, wie sie auch in der Automobilindustrie Verwendung finden könnten, wenn sie denn nicht wasserlöslich wären. Sollte man Kindern das zu essen geben?

Tartrazin und Gelborange S zählen zu den Azofarbstoffen und sind als „für Allergiker gefährlich“ eingestuft. Alle drei E-Nummern gelten darüber hinaus als „besonders riskanter Stoff“.
Ihren Warnhinweis “Können Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ erhielten die drei Farbstoffe aufgrund der sogenannten Southampton-Studie. Im Jahr 2007 wurde dabei doppelblind und Placebo-kontrolliert ein direkter Zusammenhang zwischen unseren Farbstoffen und dem hyperaktiven Verhalten von Kindern festgestellt. Das trifft speziell die Altersgruppe zwischen drei und neuen Jahren, also die Zielgruppe von Jelly Belly Beans.

Weiterhin können unsere E-Nummern allergische Hautreaktionen wie zum Beispiel Nesselsucht auslösen. Sind Kinder von Neurodermitis betroffen, so kann diese sich verschlimmern. Bei Asthmatikern besteht das zudem die Gefahr von Atemnot und asthmatischen Anfällen.

Sollten E 102 (Tartrazin), E 110 (Gelborange S) oder E 129 (Allurarot AC) Aluminium enthalten, was ich Jelly Belly Beans aber nicht unterstellen möchte, so wären damit weitere Risiken verbunden. Es steht unter dem Verdacht Alzheimer, Parkinson und andere Demenzerkrankungen zu fördern. Außerdem zählt Aluminium zu den „Metallöstrogenen“ und kann wie das weibliche Geschlechtshormon wirken. Dadurch können Geschlechtsfunktionen beeinflusst und auch Übergewicht gefördert werden.

Fazit: Was würde ich tun?

Das wahre Risiko hinter Jelly Belly Beans möchte ich nicht bewerten. Was ich nur empfehlen kann ist, FINGER WEG VON SOLCHEN LEBENSMITTELN. Die Auszeichnung „Lebensmittel“ haben Jelly Belly Beans in meinen Augen definitiv nicht verdient. Das ist kein Mittel mich am Leben zu erhalten. Die Produzenten verstecken zudem Warnhinweise so, dass es fast nicht möglich ist diese zu finden. Das ist mit Sicherheit rechtlich unbedenklich, allerdings alles andere als fair.

Kinder wollen naschen und hin und wieder sollen sie das auch. Es gibt aber so viele unbedenkliche Leckereien, die allen Kindern schmecken. Zu viel Zucker hin oder her, aber muss ich meinen Kindern denn wirklich Erdöl zu essen geben?

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  • noah sagt:

    Krasser Artikel! Werde das auf jedenfall verbreiten!
    Über einen Linkaustausch würde ich mich freuen!

  • Doreen sagt:

    Wo sind die E-Nummern hin? Habe auf einer gestern gekaufen Jelly Bean Packung keine einzige E-Nummer gefunden. Sind Jelly Beans plötzlich gesund?

    • Ist mir neulich auch aufgefallen :)
      Hab interessehalber mal wieder geschaut und sie sind jetzt, wie auch die M&Ms, mit Wachs umzogen und nicht mehr mit leckeren giftigen E-Nummern.
      Wahrscheinlich waren wir nicht die einzigen, die das versucht haben in die Öffentlichkeit zu bringen. Es hat mich aber insgeheim gefreut :)
      Jelly Beans sind noch weit davon entfernt irgendwie gesund zu sein, aber immerhin haben sie jetzt wenigstens die größten Giftstoffe raus genommen!

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