Lebensmittel-Skandal um Gift-Eier weitet sich aus

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Seit einigen Tagen sind wir mit einem neuen Lebensmittel-Skandal konfrontiert: Über eine Vertriebsstelle in Nordrhein-Westfalen kamen rund 875 000 Hühnereier in den Handel, die das Schädlingsbekämpfungsmittel Fipronil enthielten. Sie kamen ursprünglich aus den Niederlanden. Auch in Belgien wurden sie entdeckt.

Fipronil ist europaweit bei der Haltung von lebensmittelliefernden Tieren streng verboten, und es wird aktuell ermittelt, wie es zu der Verseuchung kommen konnte. Offenbar war die Nahrung der Tiere mit dem Gift versetzt. Die Supermärkte reagierten schnell und nahmen die Eier aus dem Handel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung meldet, dass Erwachsene bei normalen Verzehrmengen keine gefährlichen Beschwerden haben würden. Trotzdem solle man sie vorsichtshalber nicht essen. Die höchsten bisher gemessenen Fipronil-Werte können bei Kleinkindern jedoch eine akute Gefährdung sein.

Nun tauchen die Gift-Eier aber in immer mehr Bundesländern auf. Und es sind nicht mehr nur holländische, sondern auch deutsche Hühner mit dem verseuchten Futter ernährt worden. Das Problem scheint also noch größer zu sein als bisher gedacht.

Man kann sich natürlich leicht schützen, indem man einfach keine Eier verzehrt. Wer aber nicht darauf verzichten möchte, kann überprüfen, ob die gekauften Hühnereier zu den betroffenen gehören: EU-weit ist jedes einzelne Ei im Handel mit einem Hersteller-Code versehen. So kann man immer überprüfen, wo es herkommt. Die Codes der belasteten Eier hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hier veröffentlicht (Stichwort “Konsumeier”): Allerdings geht das nur bei selbst gekauften ganzen Eiern, bereits verarbeitete kann man natürlich nicht checken.

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