Meeresspaghetti – Der Rekordhalter unter den essbaren Algen

Gesunde Ernährung / 5/5 (7)

Ihren Namen verdankt die Meeresspaghetti ihrer länglichen Form. Sie ist eine Alge, die in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch in den verschiedenen Küchen dieser Welt findet. Insbesondere wenn man einen Blick auf die vielen gesunden Inhaltsstoffe der Alge wirft, dann wird auch klar, warum wir sie unbedingt einmal probieren sollten.

Die Meeresspaghetti, oder auch Riementang, wächst in freier Natur in felsigen und unruhigen Küstenbereichen des Nordatlantik, der Nord- und Ostsee. Bis zur Ernte können die einzelnen „Spaghetti“ eine Länge von bis zu 3 Meter erreichen. Langen Diese werden auf etwa 10 Zentimeter gekürzt und anschließend getrocknet im Handel verkauft. Sie gilt als beliebteste atlantische Algenart und ist nicht nur wegen ihre Aussehens, sondern auch aufgrund ihres relativ milden Geschmacks immer beliebter geworden.

Was macht die Meeresspaghetti gesund?

Bezüglich ihrer Inhaltsstoffe ist die Meeresspaghetti tatsächlich einmalig. Keine andere Pflanze und auch kein Fleisch oder Fisch enthalten derart viel Eisen, wie die Meeresspaghetti. Für alle, die an Eisenmangel leiden wären die Algen perfekt. Wem das noch nicht genügt, der bekommt das Eisen gleich noch mit reichlich Vitamin C verabreicht, was die Eisenaufnahme des Körpers optimiert. Selbst der Vitamin C Gehalt zählt zu den höchsten, den wir unter allen Algen finden können.

Die Meeresspaghetti hält sogar noch einen weiteren Rekord für uns. Keine Alge enthält so viel Phosphor und zusätzlich noch reichlich Kalzium. Beides benötigen wir für unseren Knochenbau. Ganz nebenbei fördert ausreichend Phosphor unsere Konzentrationsfähigkeit, da verschiedene Gehirnfunktionen gefördert werden. Somit könnte man über die Alge auch sagen, sie macht uns bei regelmäßigem Konsum schlau.

Zusätzlich ist enthalten Meeresspaghetti reichlich Kalium. Dieses liegt sogar im für unseren Körper als optimal angesehen Natrium-Kalium-Verhältnis von eins zu zwei vor. Alles in allem gibt es kaum ein Lebensmittel, welches mit mehr Rekorden aufwarten kann.

Meeresspaghetti werden auch medizinisch eingesetzt. Sie sollen mineralstoffbindend wirken und zudem bei Erkältungen eingesetzt. Des weiteren helft der Rekordhalter unter den essbaren Algen gegen Blutarmut, Müdigkeit oder Haarausfall. Sogar bei Beschwerden des Kreislaufsystems oder den Lymphen werden die Algen eingesetzt. Des weiteren regulieren sie den Blutdruck oder auch unseren Cholesterinspiegel. Die Wunderpflanzen finden zu guter Letzt auch bei Entschlackungskuren oder Schlankheitskuren Anwendung.

Meeresspaghetti in der Küche verwenden

Was die Meeresspaghetti besonders interessant für die Verwendung in der Küche macht ist der durchaus milde und bekömmliche Geschmack. Man sollte sich nicht vom Geruch beim Einweichen oder Kochen der Alge abschrecken lassen. In einem Meeresspaghetti Rezept verarbeitet ist der Geschmack eher ausgeglichen und bei weitem nicht mehr so aufdringlich. Inzwischen zählen Meeresspaghetti als absolute Delikatesse und erobert immer mehr gehobene Restaurants in ganz Europa.

Wenn ihr selbst einmal Rezepte ausprobieren möchtet, dann bekommt ihr hier eine kleine Einführung in die Zubereitung der Meeresspaghetti:

  • Meeresspaghetti einweichen
    Im Idealfall sollte die Alge vor dem Kochen für etwas 5 Minuten eingeweicht werden.
  • Meeresspaghetti kochen
    Die Kochzeit beträgt in etwa 35 Minuten
  • Meeresspaghetti braten, dünsten, backen oder frittieren
    Oft wird die Braunalge nach dem Kochen noch weiter verarbeitet. Dann reduziert sich die vorherige Kochzeit um etwa 10 bis 15 Minuten.

Insbesondere als nahrhafte Dekoration hat die knusprig gebratene Meeresspaghetti sämtliche Küchen erobert. Ob auf der Pizza oder als Zugabe zu Suppen macht sie eine gute Figur. Inzwischen wird sie aber auch sehr gerne in Reisgerichten verarbeitet. Das liegt auch daran, dass sich die Garzeit vom Reis mit der Garzeit der Meeresspaghetti exakt deckt und sie einfach miteinander gar gekocht werden können.

Fazit zu den Meeresspaghetti

Wer sich auf den Geschmack von Algen einlassen möchte, der sollte auf jeden Fall Meeresspaghetti ausprobieren. Sie schmeckt bei weitem nicht so intensiv wie so manch andere Alge. Zudem gibt es kaum eine Algenart, welche derart viele gesundheitlichen Vorteile mit sich bringt. Insbesondere für Menschen, welche an Eisenmangel leiden, ist hier die optimale Quelle für pflanzliches Eisen gefunden.

Persönlich würde ich mit einem Meeresspaghetti Rezept beginnen, bei der diese paniert und knusprig frittierten wird. Der Geschmack erinnert dann an frittierte Calamari und ist definitiv nicht übertrieben intensiv. Eigentlich ein sehr leckerer Snack und als Vorspeise geeignet.

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