Wakame – Gesunde Algen aus dem Atlantik

Gesunde Ernährung / 5/5 (6)

Algen gehören nicht unbedingt auf unseren Speiseplan, wir kennen sie eher aus der japanischen und chinesischen Küche. Mit dem verstärkten Welthandel haben sich die Algen aber auch über die Handelsrouten bis nach Europa ausgebreitet. Eine davon ist die Wakame Alge, welche inzwischen wild vor den Küsten Galiziens heimisch geworden ist.

Wie gesund sind Wakame Algen

Ganz generell werden Algen bezüglich ihrer Nährwerte unterschätzt. Insbesondere die Wakame Algen halten so einige Überraschungen für uns bereit. Ganz herausragend sind die Kalzium-Werte. Sie sind sage und schreibe elf mal so hoch wie die von Milch. Gemeinsam mit reichlich Phosphor ist Wakame eine Quelle für gesunde Haare, Nägel und Knochen. Zudem sollten sich Sportler sich über das Meeresgemüse freuen. Es ist muskelentspannend und wirken somit Krämpfen entgegen.

Was den Sportler zusätzlich erfreuen wird, ist der hohe Eiweißgehalt. Etwa zu einem Viertel besteht die Alge aus pflanzlichen Proteinen mit einer extrem hohen Bioverfügbarkeit. Insbesondere Kindern, Jugendlichen, Schwangeren und Frauen in den Wechseljahren wird der Verzehr von Wakame Algen empfohlen. Auch ist es eine sehr gute Kalzium- und pflanzliche Eiweißquelle für für alle die keine tierischen Produkte zu sich nehmen.

Wakame richtig zubereiten

Was die Wakame Algen aber unter vielen anderen Sorten besonders beliebt macht, ist die feine Konsistenz und der eher milde Geschmack. Sie ist somit die absolute Anfängeralge, für alle, die noch nicht so viel mit Algen gegessen und gekocht haben. Wer sich an Wakame Rezepte herantasten möchte, der hat von Grund auf zwei Möglichkeiten der Zubereitung, entweder eingeweicht oder gekocht.

  • Wakame einweichen
    Die Einweichzeit beträgt etwa 10 Minuten. Anschließend kann die Wakame Alge direkt in kalten Suppen oder auch im Algensalat verwendet werden.
  • Wakame kochen
    Die zweite Variante ist Wakame Algen direkt ohne vor einzuweichen zu kochen. Die Kochdauer beträgt etwa 15 Minuten.

Wakame – Rezepte abseits vom Salat

Der Klassiker der Wakame Rezept ist der Wakame Salat. Dabei ist die Alge nicht nur auf die traditionellen Gericht beschränkt und deutlich abwechslungsreicher sowie dank ihres milden Geschmacks sehr vielfältig in der Küche anwendbar.

Wakame Algen sind eine tolle Dreingabe für Suppen oder Salate. Wer sich zwischen den Kulturen bewegen möchte, der kann auch seine Pizza mit Wakame belegen oder Nudelsaucen daraus zaubern. Gerne werden die Algen aber zu anderen Gemüsesorten, wie Bohnen oder Kartoffeln, gemischt oder ganz klassisch als Füllung für Frühlingsrollen verwendet.

Zu guter Letzt kann man damit sogar backen. Dafür braucht man einfach Wakmeflocken mit in den Teig von ohnehin salzigem Gebäck mischen. Das funktioniert natürlich auch bei Brot, dem man ein wenig besonderen Geschmack einhauchen möchte. Es spricht außerdem überhaupt nichts dagegen Wakame pur zu essen. Am besten passt hier eine leichte Soße aus Zitronensaft, etwas Öl und Sojasauce dazu.

Ich hoffe euch einen ersten kleinen Einblick in die Welt des Wakame-Kochens beschert zu haben. Man kann mit dem besonderen Gemüse viel experimentieren. Wo bei anderen Algensorten es aufgrund des zum Teil strengen Geschmacks etwas schwieriger ist die richtige Dosierung zu finden, da verzeiht die Wakame Alge sehr viel und drängt sich geschmacklich nicht so starkt in den Vordergrund.

Wakame Algen machen schlank

Zuletzt will ich noch eine weitere besondere Eigenschaft der Wakame Algen aufzeigen. Jeder der ein paar Pfunde zuviel auf sich fühlt ist gut beraten diese Algen einmal auszuprobieren. Sie vermeiden Fettanlagerungen und helfen dabei bereits angelagertes Fett aufzulösen. Durch den hohen Jodgehalt wird die Schilddrüse aktiviert und der Stoffwechsel entsprechend reguliert.

Vielleicht sollten wir uns bei so vielen Vorteilen der Wakame Algen doch überlegen öfter einmal damit zu kochen. Sie sind gesund und können unssogar entgiften. Sie neutralisieren nämlich ganz nebenbei noch Nikotin, radioaktive Stoffe oder auch Schwermetalle in unserem Körper. Zu guter letzt müssen sie inzwischen nicht mehr einmal um die halbe Welt geschifft werden, sondern werden direkt in Spanien wild im Wasser geerntet.

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