Zunehmende Digitalisierung bei Lebensmitteln

Digital ist Trend, mehr noch, DER Megatrend, nicht nur bei Büchern, Spielen oder Schuhen. Das gilt inzwischen auch für immer mehr Menschen in Bezug auf ihr Essverhalten und den Einkauf von Lebensmitteln. Wenn man die Entwicklung ein wenig beobachtet, so zeigen sich seit Jahren zentrale Trends. Aus diesen lassen sich entsprechend auch Trends für das Jahr 2016 ableiten.

Food Porn in Sozialen Netzwerken

Die sozialen Netzwerke rund um Twitter, Facebook, Pinterest und Co sind bei unserem Essverhalten inzwischen Treiber einer (fast) weltweiten gesellschaftlichen Bewegung. Die Küche und die dort kreierten Köstlichkeiten werden virtuell geteilt und auf diese Weise den Freunden präsentiert. Das gilt natürlich nicht für die Dosenravioli, sondern vielmehr für die eigenen, selbstkreierten kulinarischen Highlights. Diese werden nach dem Kochen kreativ wie in der Sterneküche auf dem Teller drapiert und möglichst eindrucksvoll für die Menschheit festgehalten.

Das gemeinsame Essen erhält damit eine neue Dimension. Wenn heute schon immer seltener in gemeinschaftlicher Runde gegessen wird, wollen wir diese Erlebnisse dennoch mit anderen Menschen teilen. Aus einer Nische einiger Food-Blogger wurde eine Massenbewegung. Fast 14 Millionen Deutsche teilen mittlerweile mehrmals im Monat oder sogar mehrmals in der Woche ihre Kochbilder.

Das Phänomen heißt neudeutsch „Food Porn“ und scheint bisher noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung zu sein. Es werden neue Medien entdeckt, um Kochidee und Rezepte mit anderen zu teilen. In fester Pfeiler dieser Bewegung sind immer noch immer populärer werdende Food-Videos. Sage und schreibe fast vier Millionen Deutsche haben sich bereits einmal beim Kochen gefilmt und das Kochvideo danach in sozialen Medien veröffentlicht.

Zielgruppe für Food Porn

Statisitisch gesehen ist der typische Food Porner vorzugsweise weiblich und zwischen 14 und 29 Jahre alt. Es gibt natürlich auch Männer, die sich dieser Bewegung anschließen (wir Jungs von WirEssenGesund gehören ja auch dazu), allerdings ist es auch wenig verwunderlich, dass vor allem Frauen sich mehr mit dem Thema Ernährung und Kochen auseinandersetzen.

Die Gruppe der Interessierten wächst bis heute stetig an. Food Porn wird immer beliebter und somit auch immer mehr geliked und geteilt. Die Zukunft wird zeigen, wie weit dieser Trend sich noch entwickeln kann.

Kochbücher sind im Trend aber werden weniger genutzt

Die Digitalisierung im Food Sektor geht aber weit über das Posten von Bildern und Videos hinaus. So ist das Internet schon heute das größte Kochbuch der Welt. Wer auf der Suche nach neuen Rezepten ist, holt eher seltener das traditionelle Kochbuch heraus. Zwar werden Kochbücher noch millionenfach verkauft, aber eher weniger aktiv genutzt. Die meisten suchen sich raffinierte, leckere oder schnelle Rezepte im Netz. Zahlreiche Portale, Foren oder Food Blogs haben hierzu beigetragen und erfreuen sich einer zunehmend größeren Leser- bzw. Zuschauerschaft.

Apps setzen sich nicht durch

Was sich bisher noch nicht durchgesetzt hat sind Ernährungs-Apps. Lediglich 4 Prozent nutzen Apps als Inspiration für das nächste Gericht. Es könnte daran liegen, dass der Griff zur Googlesuche immer noch die besseren Ergebnisse liefert und wir uns nicht durch lediglich einen Anbieter einschränken wollen.

Ernährungs Apps

Ernährungs Apps liegen bisher noch nicht im Trend. Wie lange bleibt hier Google noch stärker?

Lebensmittel online kaufen wir Massengeschäft

Offenbar gewöhnen wir uns langsam daran, dass es Lebensmittel auch im Internet zu kaufen gibt. Was hier mit exklusiven Spezialitäten gestartet hat, setzt sich zusehends auch bei alltäglichen Produkten durch. Jeder Dritte von uns bestellt mittlerweile, wenn auch oft in unregelmäßigen Abständen, Lebensmittel im Internet. Es ist einfach praktisch, wenn der Einkaufskorb oder auch der Sack Hundefutter ganz bequem per Mausklick nach Hause geliefert wird.

Kochboxen werden zum Trend

Es gibt immer mehr Anbieter von Kochboxen. Ganze Gerichte für meist 2-4 Personen werden in der passenden Menge und mit leckerem Rezept nach Hause geliefert. Meist auch noch als Abo.

Warum es für diese Produkte immer mehr Anbieter gibt? Ganz einfach, wir wollen es so. Der Mensch liebt es einfach und bequem, aber selbst kochen ist doch irgendwie gesund und schön. Wir können einfach von zu Hause bestellen und brauchen uns weiter keine Gedanken machen. Zwar nutzen bisher nur 2% aller Haushalte diese Form der Essenslieferung, aber die Tendenz ist steigend. Also mit Sicherheit einer der Ernährungstrends 2016.

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