Symptome von Eisenmangel

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Müdigkeit, brüchige Fingernägel oder Haarausfall… Die Symptome von Eisenmangel sind vielfältig und lassen sich meist durch eine ausgewogene Ernährung und damit eine entsprechend bewusste Versorgung durch eisenhaltige Lebensmittel vermeiden.

Häufig ist das Problem von Eisenmangel ein hausgemachtes und liegt an einer einseitigen und eben nicht ausgewogenen Ernährung. Der regelmäßige Griff zu Fast Food, weil es mal wieder schnell gehen muss oder das immer selbe Essen weil es einfach ist. Es muss jedoch nicht zwangsläufig die Ernährung sein, zum Teil sind es auch Lebensphasen und Schicksale, die zu Eisenmangel führen können. So kann erhöhter Blutverlust, etwa in Folge einer Operation, Verletzungen oder auch der Geburt eines Kindes die Ursache sein. Hintergrund ist, das Eisen in unserem Blutkreislauf zur Sauerstoffversorgung benötigt wird. Ein weiterer Grund für Eisenmangel sind Zeiten der körperlichen Veränderung. Im Speziellen sind dies etwa die Wachstumsphase oder auch die Schwangerschaft und die Stillzeit.

Eisenmangel – verschiedene Stadien

Medizinisch gesehen wird zwischen drei unterschiedlichen Stadien des Eisenmangels unterschieden. Der Idealfall befinden wir uns im optimalen Zustand. Hier ist alles in Ordnung, die Eisenspeicher sind gut gefüllt und auch der Transport von Eisen im Körper funktioniert einwandfrei. Als Folge kann unser Körper ausreichend rote Blutkörperchen produzieren und so die Blutmenge konstant halten. Eben alles so wie es sein soll.

Erstmals vom eigentlichen Eisenmangel spricht man, wenn wir mehr Eisen verbrauchen, als wir über unsere Nahrung wieder zu uns nehmen. Damit beginnen sich die Eisenvorräte sukzessive zu leeren. Im Körper sind zu diesem Zeitpunkt aber noch ausreichend rote Blutkörperchen vorhanden, was nicht bedeutet, dass es nicht trotzdem zu den ersten körperlichen Anzeichen von Eisenmangel kommen kann.

Ist unser Eisenspeicher nahezu verbraucht, ist der Punkt erreicht an dem es unbedingt notwendig ist einzugreifen. Akuter und schwerwiegender Eisenmangel führt dazu, dass die Anzahl des Hämoglobin, also des roten Blutfarbstoffes deutlich abnimmt. Die Konsequenz ist eine Anämie, also eine Blutarmut in unserem Körper. Es ist nicht mehr genug Eisen zur Produktion neuer Blutkörperchen vorhanden. Spätestens jetzt sind eindeutige Symptome von Eisenmangels sichtbar.

Eisenmangel – Symptome

Aber wie kann ich selbst feststellen, ob ich von Eisenmangel betroffen bin? Gibt mir mein Körper entsprechende Warnsignale und wenn ja, wie sehen diese aus? Wenn unser Körper Bedarf an Eisen zeigt, macht sich dies auf jeden Fall auch körperlich bemerkbar. Ein schlechterer Sauerstofftransport führt meist dazu, das bereits bei kleineren Anstrengungen wie etwa dem Treppensteigen es zu Kurzatmigkeit kommt. Anders gesagt, man ist ziemlich schnell aus der Puste und das bei Tätigkeiten, die einem sonst eigentlich nichts ausgemacht haben. Generell ist der Körper nicht mehr im Besitz seiner vollen Kräfte, die Folge ist allgemeine Müdigkeit, Schwindel und sogar Kopfschmerzen. Aber auch auf die geistige Leistungsfähigkeit hat Eisenmangel Einfluss. Das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, was letztendlich zu Konzentrationsstörungen führt. Von der allgemeinen Schwächung des Körpers ist auch unser Immunsystem betroffen. Wird der Eisenbedarf nicht gedeckt, sind wir somit auch anfälliger für Infektionen, insbesondere auf jegliche Art und von Magen-Darm-Beschwerden.

Bestimmung des Eisenhaushalts

Bei Verdacht auf Eisenmangel oder sogar eine Eisenmangelanämie kann dies medizinisch mit Hilfe eines Bluttests ermittelt werden. Im Fokus des Test stehen vier Werte, die hauptsächich für den Eisenstoffwechsel in unserem Körper verantwortlich sind: Hämoglobin-Wert, Transferrinsättigung, Serum-Ferritin, C-reaktives Protein.

  • Hämoglobin-Wert: Gibt Auskunft über die Konzentration von Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) im Blut
  • Transferrinsättigung: Zeigt Status des Eisentransports an
  • Ferritin-Wert: Spiegelt den Stand unserer Eisenvorräte wieder
  • C-reaktives Protein: Das Bluteiweiß; zeigt entzündliche Erkrankungen im Körper
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