Steigen die Fleischpreise, so bleibt die Qualität auf der Strecke

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In den letzten Wochen und Monaten merkt man immer deutlicher, dass sich die Preise deutlich erhöhen. Insbesondere bei Lebensmitteln sieht man das direkt. Ein Ende der Entwicklung ist derzeit noch nicht in Sicht.

Lebensmittelpreise steigen – insbesondere bei Fleisch und Wurst

Insbesondere Fleisch- und Wurstesser bekommen die Inflation zu spüren. Im Vergleich zu vor einem Jahr haben sich die Preis in diesem Segment um knapp 12% verteuert. Für viele Menschen gehört Fleisch und Wurst jedoch unweigerlich zu einer Mahlzeit dazu. Welche Alternativen bleiben den Menschen dann?

Eigentlich sind es genau zwei Möglichkeiten, entweder man verzichtet auf Fleisch und Wurst. Stattdessen könnte man vermehrt auf sättigende Hülsenfrüchte oder aber beispielsweise Kartoffeln setzen. Alternativ dazu bleiben moralische Werte auf der Strecke und man greift schlicht zu einer schlechteren Qualität.

So reagiert der Markt auf höhere Fleischpreise

Genaugenommen passiert beides: Anstatt auf Fleisch zu verzichten greifen Konsumenten vermehrt auf Billig-Fleisch zurück. Während Bio-Qualität und Metzgerware zum Teil weggeschmissen werden, bekommt Discounterfleisch deutlichen Aufwind. Bei einer Befragung der 100 Unternehmen der Fleischindustrie bestätigten tatsächlich 79 Prozent der Teilnehmer, dass die Nachfrage nach günstigen Fleisch- und Wurstprodukten gestiegen ist.

Gleichzeitig erwartet man aber auch einen signifikanten Rückgang der Nachfrage nach Fleisch. Das lässt sich neben den steigenden Preisen auch auf den zunehmenden Trend zur veganen und vegetarischen Ernährung erklären. Im Vergleich zum Fleisch steigt der Absatz von veganen und vegetarischen Ersatzprodukten in den letzten Jahren kontinuierlich.

Entwicklung zeigt Chancen auf

Vergleicht man den Fleischkonsum von heute mit dem vor zehn Jahren, so ist die Veränderung deutlich zu erkennen. Durchschnittlich verspeiste letztes Jahr jeder Deutsch „nur noch“ 55Kilo Fleisch. Dieser Wert lag vor wenigen Jahren noch deutlich über 60 Kilo. Vor allem beim Schweinefleisch wird gespart.

Insbesondere die Großen der Branche bekommen ihre enormen Kapazitäten nicht mehr gefüllt. Als Konsequenz können sie die durch Masse gewonnenen Preisvorteile nicht mehr ausspielen. Wie kaum anders zu erwarten laufen Fleischproduzenten jetzt Sturm. Es werden Senkungen der Mehrwertsteuer oder aber Lebensmittelpauschalen für Bürger vom Staat gefordert.

Sollte man jedoch den Fleischpreis künstlich drücken, so zeigt das ein absolut falschen Signal. Sowohl ökologisch, als auch moralisch und gesundheitlich ist es wichtig, dass wir unseren maßlosen Fleischkonsum zurückfahren. Preissenkungen sollten stattdessen auf gesunde und ökologisch nachhaltige Produkte erfolgen. Vielleicht ließen sich auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

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