Mehr Fläche für den Teller, weniger für den Tank

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Die Ukraine gehört zu den größten Lebensmittelproduzenten der Welt. Insbesondere Getreide wird dort angebaut. Aufgrund des Krieges versiegen momentan die meisten Lieferketten, was für viele Seiten zum Problem wird.

Der Bauer produziert

Nicht überall in der Ukraine herrscht Krieg. In vielen Regionen können die Menschen noch ihrer gewohnten Beschäftigung nachgehen. So wurden auch noch viele Ernten eingefahren. Die Lager sind bis obenhin gefüllt.

Allerdings liegt das Getreide jetzt herum und kann nicht wie gewohnt exportiert werden. Die ukrainischen Bauern sind jedoch auf die Einnahmen aus den Verkäufen angewiesen, um auch in den Folgejahren weiterhin Getreide für die Welt produzieren zu können.

Deutschland wird teuer

Die Lieferschwierigkeiten merken auch wir in Deutschland. Knapp wird bei uns nichts, auch wenn manch ein leer geplündertes Supermarktregal dies suggeriert. An zum Teil gravierenden Preiserhöhungen kommen aber auch wir nicht vorbei.

Je länger der Krieg dauert, desto stärker werden auch Preise für ausgewählte Lebensmittel steigen. Nicht zuletzt betrifft es auch viele Grundnahrungsmittel, wodurch sich auch weiterverarbeitete Lebensmittel sichtlich verteuern werden.

Andere hungern

Während wir tiefer in die Taschen greifen müssen, sieht es insbesondere in vielen nicht so weit entwickelten Ländern bereits dramatisch aus. Dort werden Supermärkte nicht leer gehamstert, dort ist tatsächlich nichts mehr da. Es fehlen die Lieferungen aus der Ukraine! Was bisher kaum jemandem im Bewusstsein war, das Land ist die Kornkammer der Welt.

Der Krieg dort geht einher mit einer globalen Hungersnot, deren volles Ausmaß bisher noch nicht sichtbar wird. Nicht zuletzt treibt die Inflation gerade die Ärmsten unserer Weltgemeinschaft in existenzielle Krisen.

Mehr für den Teller produzieren

Unsere Nahrungsmittelproduktion muss in Folge effizienter werden. Es braucht am Ende der Wertschöpfungskette mehr Kalorien auf dem Teller. Das können wir aber nur auf zwei Wegen erreichen. Zum einen müssen wir schauen, dass mehr landwirtschaftliche Güter tatsächlich auf dem Teller landen und nicht zu Biosprit umgewandelt im Tank versickert.

Als zweiten Weg müssen wir endlich damit beginnen pflanzliche Lebensmittel zu priorisieren. Wir könnten unsere landwirtschaftlichen deutlich effizienter nutzen, wenn wir nicht in dem erheblichem Maß Tierzucht betreiben würden. Das bedeutet nicht, dass wir tierische Lebensmittel abschaffen sollen, es ist einfach nur zeitgemäß diese wieder auf ein für uns Menschen und die Natur verträgliches Maß zurückzuschrauben.

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1 Kommentare


  1. Hallo!
    Vielen Dank für diesen gelungenen Artikel. Tolle Impulse, ich habe wieder etwas gelernt. Ich freue mich auf weitere Artikel von Ihnen!

    Herzliche Grüße,
    Simon Brocher Köln

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