Lebensmittelpreise steigen weltweit – Unruhen werden Folgen!

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Viele können sich vielleicht noch an die Preisexplosion für Lebensmittel in den Jahren 2008 und 2011 bis 2013 erinnern. Weltweit gingen damals die Menschen auf die Straßen und protestierten. Teils friedlich, teils aber auch mit Gewalt. Derzeit stehen wir wieder am Beginn eines nächsten Preisrally an den Märkten für Agrarrohstoffe. Ähnliche Konsequenzen könnten auch diesmal folgen.

Corona nur einer von vielen Auslösern

Derzeit ist die Welt noch relativ friedlich, die Ernährungssituation ist weitestgehend noch gesichert und die Preise zwar hoch, aber noch im Rahmen. Aufgrund der Corona-Pandemie und anderen Begleiterscheinungen kann es aber weltweit zu einer erneuten drastischen Verteuerung von Grundnahrungsmitteln kommen. Erste Anzeichen hierfür sind schon ersichtlich. Auch ist jetzt bereits offensichtlich, dass das Ende der Preissteigerungen noch lange nicht erreicht ist.

Der seitens der Food and Agricultural Oranization (FAO) der Vereinten Nationen (UN) erhobene Preisindex steigt mittlerweile zum siebten Mal in Folge. Noch immer liegt der Index deutlich unter seinen Höchstständen im Jahr 2011, nichtsdestotrotz sind bei manchen Agrarrohstoffen in den letzten Monaten der Preis enorm gestiegen. So liegt der Index für Pflanzenöl jetzt im knapp 20 Prozent über dem Vorjahreswert. Grund hierfür sind Erhöhungen von Exportzöllen in den Herstellerländern.

Es trifft auch Deutschland

Auch Soja und daraus hergestelltes Sojaöl haben erheblich an Wert gewonnen. So lange noch großflächig in Argentinien gestreikt wird, wird sich diese Situation auch nicht ändern. Die Verknappung von Soja wird sich mittelfristig aber auch auf Fleischpreise niederschlagen. Immerhin ist Soja eines der am meisten genutzten Futtermittel.

Speziell beim Schweinefleisch ist mit noch deutlichen Steigerungen zu rechnen. Immerhin kursiert immer noch die Afrikanische Schweinepest, die insbesondere die Schweinefleischkrise in China weiterhin befeuert.

Zu den bisher genannten Gründen kommen noch Produktionsausfälle aufgrund der Corona-Pandemie. Auch wir werden hierzulande in manchen Bereichen deutliche Preissteigerungen sehen. Ein Beispiel hierfür wird der Spargel sein. Mangels ausreichend Erntehelfer werden die Preise des begehrten Gemüses dieses Jahr deutlich teurer sein.

Keine Spekulation mit Lebensmitteln

Zählt der Spargel eher zu den Luxusgütern, so werden vor allem die Preissteigerungen bei den Grundnahrungsmitteln Weizen, Mais oder Reis breite Schichten der Menschheit deutlich treffen. Als das letzte Mal die Lebensmittelpreise extrem durch die Decke gingen, kam es weltweit zu Unruhen. Diese endeten nicht zuletzt im Arabischen Frühling und anderen Massenaufständen in ärmeren Ländern.

Wenn wir eine derartige Entwicklung diesmal verhindern wollen, dann sollten wir dem freien Spiel der Märkte diesmal rechtzeitig Grenzen setzen, denn nicht zuletzt sind es Hedgefonds und andere Geldagglomerationen, welche ganz deutlich für Preisausbrüche verantwortlich gemacht werden müssen. Dabei sollte man allerdings bedenken, Lebensmittel sind kein Spekulationsobjekt, an Lebensmitteln hängen Menschenleben!

Lese zu diesem Thema auch: UNFASSBAR: WASSER KOMMT AN DIE BÖRSE!

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