Lebensmittelpreise in Deutschland zu niedrig

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Deutschland war schon immer bekannt für seine Discounter und die Billigmentalität der Kunden. Während in anderen Ländern gerade beim Kauf von Lebensmitteln die Qualität der Produkte im Mittelpunkt steht, ist es hierzulande fast ausschließlich der Preis. So passiert es, dass die Lebensmittelpreise in Deutschland sogar niedriger sind als in Griechenland.

Deutschland billiger als Griechenland

Wir sind eines der reichsten Länder weltweit. Beim Kauf von Lebensmittel sind die Deutschen aber geizig. Die Statistikbehörde Eurostat hat jetzt ermitteln, wie teuer die Lebensmittelpreise im EU-Vergleich wirklich sind. Dabei ist 100 der EU Durchschnitt.

Spitzenreiter bei den Preisen ist Dänemark, hier lag der Wert der Statistiker bei 130. Unser nordeuropäischer Nachbar wird gefolgt von Luxemburg und Österreich mit je 125, Frankreich 115, Italien 111 und sogar Griechenland ist mit einem Wert von 106 vor Deutschland mit 102.

In die Statistik sind allgemein Lebensmittel und alkoholfreie Getränke mit eingeflossen. Es verwundert dabei nicht, dass es vor allem die osteuropäischen Staaten sind, welche die Schlusslichter der Statistik bilden. Rumänien ist mit einem Wert von 66 das günstigste Land innerhalb der EU und ihm folgen Polen mit 69 und Bulgarien mit 76.

Wer billig kauft, zahlt teuer

Zwar liegen wir preislich in Deutschland immer noch knapp über dem EU-Durchschnitt, betrachtet man aber, dass wir zu den wohlhabendsten Staaten gehören ist dies bedenklich. Die Billigmentalität hat nämlich auch eine Kehrseite. Gerade weil Lebensmittel so günstig sind haben wir in Deutschland mit zwei negativen Folgen zu kämpfen.

Wir sind einerseits das Land der EU, welches die meisten Lebensmittel auch wieder wegschmeißt. Würden Lebensmittel teurer, so wären sie auch wieder kostbarer und es nicht wert einfach weggeschmissen zu werden. Auf der anderen Seite sind wir aber auch das dickste Land der EU. Gerade ungesunde Lebensmittel sind besonders günstig zu haben und das sieht man auch an unserer Bevölkerung. Am Ende des Tages stecken wir das, was wir an billigem Essen einsparen in unsere Gesundheitsvorsorge und in landwirtschaftliche Subventionen.

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