5 Tricks wie das Essen im Alter wieder schmeckt

Gesunde Ernährung / 5/5 (1) für diesen Beitrag

Wir alle werden älter und mit zunehmenden Lebensjahren lassen unsere Sinne nach. Wir sehen und hören schlechter, aber auch unser Geschmackssinn lässt nach. Ist in jungen Jahren unsere Nahrungsaufnahme noch ein wahres Geschmackserlebnis kann sich das im Alter ändern. Lustlos wird auf den Tellern mit der Gabel herumgepickt aber richtig schmecken will es nicht mehr. Essen macht einfach keinen Spaß mehr. Die Augen, Nase und Zunge wollen nicht mehr so recht mitspielen.

Diese Unlust am Essen sorgt dafür, dass ältere Menschen weniger Nahrung zu sich nehmen. Die Folgen davon sind dann oft körperliche aber auch seelische Gebrechen.

Aber das muss nicht sein. Auch im Alter kann Essen noch Freude bereiten, Die Rahmenbedingungen müssen aber stimmen. Wenn Sinne nachlassen, dann helfen Kontraste und Aufklärung weiter.

Optik: Das Auge isst mit

Das Auge isst mit! Das gilt auch dann, wenn die Sehkraft nachlässt. Ein liebevoll angerichtetes Gericht schmeckt zwar nicht anders, aber verschafft auch bei Senioren Akzeptanz. So ist zählt hier eine schöne Salat-Dekoration oder auch nur das Basilikumblättchen auf den Nudeln mit Tomatensoße genauso viel wie bei jüngeren Menschen. Es schmeckt eben gleich besser, wenn auch mit Liebe angerichtet wird.

Kontraste: machen Essen sichtbar

Wenn das Auge nicht mehr so mitmacht dann sind Kontraste wichtig. Das gilt sowohl für das was auf den Teller kommt als auch für Teller und Tisch-Dekoration.

Stellt euch vor, ihr seht nicht mehr so gut. Dann sitzt ihr beim Essen auf einem weißen Stuhl, an einem Tisch mit einer weißen Tischdecke und bekommt auf einem weisen Teller eine lieblose weiße Spargelcremesuppe vorgesetzt. Das da der Appetit nicht so recht aufkommen will ist klar.

Schöner ist da doch eine geschmackvolle farbige Tischdecke und bunte Teller. Das ist kein Scherz. Immer mehr britische Krankenhäuser wechseln ihr Geschirr, weil gerade ältere Patienten so durchschnittlich fast 50% mehr essen. Hier haben sich vor allem blaue Teller als erfolgreich herausgestellt.

Aber auch auf dem Teller können mit einfachen Tricks Kontraste entstehen. So muss die Spargelcremesuppe nicht nur weiß sein. Durch ein paar frische Kräuter und Backerbsen wirkt das Ganze schon viel kontrastreicher.

Aufklärung: Ich will wissen was ich esse

Auch ältere Menschen achten auf Ihre Ernährung und wollen wissen was ihnen vorgesetzt wird. So ist eine gesunde Küche attraktiver als Fertigprodukte. Ein wichtiger Aspekt ist auch der Salzgehalt. Zwar ist Salz, genauso wie Fett, ein Geschmacksträger, aber zu viel ist nicht gut. Gerade wenn der Geschmacksinn nachlässt kann zu viel Salz zum Problem werden. Weniger ist hier mehr. Wenn das dann auch so kommuniziert wird, wird das Gericht gerne gegessen.

Abwechslung: Kein Einheitsbrei

Wenn schon der Geschmackssinn im Alter nicht mehr so mitspielt, wie man das gerne hätte, dann muss das Kau-Erlebnis stimmen. Hier ist Abwechslung geboten. Wobei hier auch eher feste Strukturen bevorzugt werden. Diese Abwechslung beim Essen und Kauen ist gerade bei Appetitmangel ein ganz erheblicher Pluspunkt. Es hilft somit Lebensmittel unterschiedlicher Konsistenz für die Zubereitung der Mahlzeiten zu verwenden

Individuell: das war schon immer so

Mit dem Alter schleichen sich Gewohnheiten ein und diese wieder Abzulegen ist schwierig und meist auch nicht gewünscht. Gerade bei der Ernährung ist das festzustellen. Der eine isst zum Frühstück gerne Marmelade der andere Wurst oder Käse oder eventuell überhaupt nichts. Der eine ist es gewohnt nicht mittags, sondern abends warm zu essen, wieder ein Anderer liebt eine deftige Brotzeit.

Diese individuellen Wünsche und Vorlieben sind wohl der wichtigste Aspekt bei der Ernährung im Alter. Das Essverhalten ist eben unterschiedlich und das sollte respektiert werden. An neue Abläufe gewöhnen will sich im Alter niemand mehr.

Wenn alles ist wie immer, dann schmeckt es auch – wie immer!

Letztes Update vom
Bewerte diesen Beitrag:

3 Kommentare


  1. Hey! Spannender Artikel. Es war mir gar nicht bewusst, dass die Sensorik im Alter auch solche Auswirkungen auf unsere Ernährung hat. Vielen Dank dafür und liebe Grüße! Jens


  2. Hallo
    danke für diesen interessanten Artikel. da weiss ich ja worauf ich demnächst mehr zu achten habe wenn ich ins Alter komme 🙂 Ich möchte euch loben für euren liebevoll und toll gestalteten Blog. Man(n) merkt mit wie viel Liebe und Enthusiasmus ihr bei der Sache seit. Eure Tipps sind prima aufbereitet und die Photos passen perfekt. Ich freue mich schon auf neue Artikel von euch in diesem Jahr. Werde eurem Blog folgen um immer auf dem Laufenden zu sein. Viele Grüße. Hans


    1. Hallo Hans,
      vielen herzlichen Dank für das Kompliment, das hören wir doch immer wieder gerne. Falls dich bestimmte Themen besonders Interessieren, du der Meinung bist, dass wir etwas anders/besser machen sollten oder vielleicht auch mehr von etwas bringen sollten, so sag uns das bitte. Wir haben stets ein offenes Ohr und freuen uns auf jegliches Feedback.
      Seit der Neugestaltung unseres Blogs haben wir extra eine Feedback-Seite gebaut, um noch näher an den Wünschen unserer Leser zu sein 🙂
      https://www.wir-essen-gesund.de/feedback/

      Ich wünsche dir noch ein schönes und vor allem gesundes 2016
      LG Daniel

Wie denkst du darüber?

Frisch ins Postfach?

Verwandte Themen?