Bewegungsheilstoffe – was hat es mit Myokinen auf sich?

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Ein Großteil der Erwachsenen verbringt die meiste Zeit im Sitzen. Dabei ist körperliche Aktivität – wie jeder weiß – das A und O, wenn es um ein langes und gesundes Leben geht. Aber hast du schon mal von den sogenannten Myokinen gehört? Welche Bedeutung die molekularen Verbindungen auf unsere Gesundheit haben und wie sie uns dabei unterstützen, schlank und fit zu bleiben, erklären wir dir in diesem Artikel.

Regelmäßige Bewegung

Das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Verkalkungen der Herzgefäße und Diabetes Typ 2 steigt, weil viele von uns sich zu wenig bewegen. Wer sich dagegen körperlich betätigt, reduziert Anspannung, pusht das Immunsystem und beugt Erkrankungen vor. Mittlerweile weiß die Wissenschaft, dass die Vorteile von Sport nicht zuletzt auf die Muskeln zurückzuführen sind.

Das unterschätzte Organ kann aber noch mehr! Muskeln sind ein System, das Hormone bildet. Dieses schickt bei starker Beanspruchung enzymähnliche Signalmoleküle in die Blutbahn. Als Myokine werden die mehr als 600 Stoffe bezeichnet, die als Botschafter zwischen den Körperzellen dienen und damit förderliche Prozesse in Gang setzen.

Wirkung von Myokinen

Man kann sagen, dass wir eine Hausapotheke in uns tragen, die erst durch Bewegung, vor allem Kraftsport, ihre volle Wirkung entfaltet. Die Multitalente tragen unter anderem dazu bei, unser körpereigenes Abwehrsystem zu stärken, die Fettverbrennung zu aktivieren, Infekte und Entzündungen zu minimieren und die Produktion von Blutgefäßen zu fördern. Prinzipiell bilden sie eine Reparaturwerkstatt, in der unser Organismus immer wieder regenerieren kann.

Das Interleukin-6, kurz IL-6 wurde am gründlichsten untersucht. Es sorgt dafür, dass Energiereserven mobilisiert und Zuckermoleküle aus Lebensmitteln besser in die Zellen transportiert werden können. Außerdem stabilisiert es den Blutzuckerspiegel und blockiert die Entwicklung von Stoffwechselstörungen. Nach dem Training kann der Anteil des IL-6 im Blut hundertmal so groß sein!

Die Funktionsweise des Irisins

Das Irisin hilft bei der Umwandlung von weißem Speicherfett in braunes Fettgewebe, wodurch der Kalorienverbrauch angekurbelt wird. Ebenso soll der körpereigene Botenstoff Alzheimer entgegenwirken. Mithilfe der richtigen Reize können wir unseren Grundumsatz wirksam erhöhen und unseren Geist möglichst lange fit halten. Glücklicherweise benötigen wir dafür keine speziellen Übungen. Bereits einfache Alltagsbewegungen wie ein ausgiebiger Spaziergang bewirken eine Ausschüttung der Myokine.

Fazit: Die heilende Wirkung von Myokinen

Myokine sind Botenstoffe, die von Muskelzellen produziert werden und an andere Körperteile weitergeleitet werden. Sie beeinflussen das Immunsystem, den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel sowie die Regeneration der Muskeln. Sie sind ebenfalls an der Regulation des Blutzuckers, der Appetitkontrolle und der Kontrolle des Körpergewichts beteiligt. Myokine spielen auch eine Rolle bei der Regulation des Blutdrucks und der Fettverbrennung. Auch wirken sie an der Regulierung des Hormon- und Enzymstoffwechsels mit.

Versuche die meisten Strecken zu Fuß zurückzulegen und integriere Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Bouldern oder Joggen in deinen Alltag. Bei Krafttraining nimmt die Muskelarbeit zu und es werden mehr Myokine ausgeschüttet. Nimm dir 2 – 5 x die Woche 20 Minuten Zeit für deine körperliche Fitness. Wähle die Sportart, die dir Spaß macht! Beginne schon heute, um deine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. 😊

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