Mit Obst und Gemüse gegen Alzheimer

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Wer häufig Tee trinkt oder Äpfel, Zwiebeln und Kohl isst, der könnte ein geringeres Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken. Das fand eine amerikanische Studie heraus, ihr Autor rät: Esst Obst und Gemüse!

Was sind Flavonole?

Egal, ob Apfel, Traube oder Erbse, fast alle Pflanzen, die wir essen, enthalten Flavonole. Diese sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavonoide, welche für die Farbe in vielen Obst- und Gemüsesorten sorgen. Weil Flavonoide antioxidative und entzündungshemmende Effekte haben, deuten Studien daraufhin, dass sie einerseits das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten und Krebs senken könnten, und anderseits die Fähigkeiten zu Lernen und zu Erinnern verbessern könnten.

Flavonole könnten Alzheimer bekämpfen

Eine Studie, die in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht wurde, bringt Flavonole mit einem geringerem Risiko für Alzheimer in Verbindung. Die 921 Teilnehmenden waren im Schnitt 81 Jahre alt und gaben in einem Fragebogen Auskunft über ihre Ernährung. In der Nachbeobachtungszeit der Studie erkrankten 220 Teilnehmer an Alzheimer. Die Forscher überprüften diese auf Faktoren wie Alter, kognitive Aktivität oder das Apo E4-Gen (welches das Risiko für Demenz erhöht) und fanden heraus: Im Vergleich zu denjenigen, die am wenigsten Flavonole zu sich nahmen, hatten diejenigen, die am meisten Flavonole aßen, ein um 48 Prozent geringeres Risiko an Alzheimer zu erkranken.

In welchen Lebensmitteln stecken besonders viele Flavonole?

In Deutschland nehmen wir über Zwiebeln und Tee die meisten Flavonole auf. Einen sehr hohen Flavonolgehalt haben Äpfel, Karotten und Grünkohl. „Esst Obst und Gemüse, besonders dunkles Blattgemüse, und trinkt ab und zu Tee“, rät der Studienautor Dr. Thomas Holland von der Rush University in Chicago. „Eine gesunde Ernährung, die verschiedene Obst- und Gemüsesorten enthält, ist von entscheidender Bedeutung für die weitere Gesundheit, insbesondere für die Gesundheit des Gehirns, und ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils“, ergänzte er.

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