Bundesminister Schmidt verlangt Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Produkten

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Die Zahl der sich bewusst vegetarisch und vegan ernährenden Menschen nimmt nicht nur in Deutschland immer weiter zu. Jetzt fordert auch Bundesernährungsminister Schmidt eine Kennzeichnung von entsprechenden Produkten.

Ziel der Kennzeichnung für vegetarische und vegane Produkte ist es, Verbraucher vor Irreführungen zu schützen. Viele Zusatzstoffe können tierischen Ursprungs sein, ohne dass dies vom Verbraucher als solche wahrgenommen werden können. So wird beispielsweise oftmals der rote Lebensmittelfarbstoff Karmin (E120) aus Läusen hergestellt. Gerade wenn alle übrigen Inhaltsstoffe frei von tierischen Bestandteilen sind, so kann dies zur Falle für Veganer und Vegetarier werden.

Für das anspruchsvolle Verfahren einer Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln müssen die Rahmenbedingungen seitens der EU-Kommission kommen. Ein entsprechender Handlungsbedarf ist von Bundesernährungsminister Schmidt bereits an den EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis weiter gegeben worden. Auch wurden die Verbraucherminister der Länder seitens Schmidt aufgefordert, ihrerseits bei der EU-Kommission für das Vorhaben zu werben. Eine grundlegende Bedingung hierfür ist jedoch eine einheitlich Definition von veganen und vegetarischen Produkten. In der Vergangenheit hat sich aber bereits eine derartige Festlegung als nicht einfach herausgestellt.

Wer seine Produkte heute bereits freiwillig kennzeichnen möchte, der kann dies tun. So hat der VEBU – Vegetarierbund Deutschland genau hierfür sein V-Label entwickelt. Hersteller können ihre Produkte zertifizieren lassen und auf diese Weise besonderes Vertrauen von ihren Kunden genießen. Die Anzahl der Produkte, die eine freiwillige Kennzeichnung nutzen, ist bisher noch überschaubar, wächst aber sukzessive weiter. In Zukunft kann man hoffen, dass eine einheitliche Kennzeichnung zu einem besseren Überblick führt. Das dieser Prozess jedoch schnell abgeschlossen ist, damit ist wohl eher nicht zu rechnen. Noch eine ganze Weile werden sich Verbraucher durch die Zutatenliste der einzelnen Lebensmittel wühlen müssen.

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