Cola und Co: Künstliche Süße, echtes Risiko

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Für eine kurze Zeit sind Soft-Drinks erfrischend, auf lange Zeit belastend: Je mehr gesüßte Getränke man trinkt, desto größer wird die Gefahr früher zu sterben, das zeigt eine Studie der Harvard-Universität.

Soft-Drinks werden als Power-Drinks angepriesen

Sie heißen Coca-Cola, Powerade oder 7 Up und versprechen den Durst zu löschen und schnell Energie oder Koffein zu liefern: Gezuckerte Getränke sind die größte Quelle, aus der wir zugesetzten Zucker beziehen. Denn, wenn man nicht gerade Wasser trinkt, enthalten die meisten Getränke enorme Mengen an Zucker – ganz egal, ob es die Mate oder Cola zum Wachwerden, das „isotonische“ Sportgetränk oder die kühle Limo gegen die Sommerhitze ist. Der Zucker liefert Energie und mit ihr Kalorien – im Schnitt nimmt jeder Amerikaner pro Tag ein gezuckertes Getränke und damit knapp 150 Kalorien zu sich.

Studie: Mit jedem Soft-Drink, steigt das Risiko früher zu sterben

Hinter der künstliche Süße verbirgt sich ein echtes Risiko, das konnten Forscher der Harvard-Universität jetzt belegen. Ausgewertet hatten sie die Daten von zwei großen Langzeit-Gesundheitsstudien mit knapp 120.000 Teilnehmern, die über 30 Jahre gingen, und dabei haben sie einen Zusammenhang gefunden: Je mehr gezuckerte Getränke man trinkt, desto höher wird das Risiko früher zu sterben. Bei einem großen Glas (350 Milliliter) im Monat, steigt es um 1 Prozent, bei einem Glas pro Tag schon um 7 Prozent und bei mehr als zwei Gläsern Cola und Co. täglich um 21 Prozent.

Die häufigsten Todesursachen, die mit Soft-Drinks Verbindung standen, waren Herzkreislauferkrankungen und Krebs. Die „weichen“ Drinks sind also alles andere als harmlos. Zwar wurde der festgestellte Zusammenhang schwächer, als die Forscher andere Einflüsse auf den Lebensstil wie sportliche Betätigung, Herkunft oder Diabetes-Fälle in der Familie herausnahmen, dennoch blieb er bestehen.

Was raten die Forscher?

Von Getränken mit zugesetztem Zucker auf solche mit Süßstoff zu wechseln, würde dieses Risiko verringern, doch die Langzeitfolgen von Süßstoff sind noch nicht bekannt, schreiben die Forscher. Anstatt Cola durch Cola-Light zu ersetzen, sollte man lieber zu Wasser greifen. Und am besten gar keine gesüßten Getränke mehr trinken, rät Studienautor Vasanti S. Malik, denn „sie haben keine gesundheitlichen Vorteile“.

Die Nachteile hingegen sind schon lange bekannt: Sie können zu einer Gewichtszunahme, Typ-2-Diabetes und Herz-Erkrankungen führen, das zeigten bereits verschiedene Studien; die Gefahr frühzeitig zu sterben, ist nur die logische Folge der Gefahr an gezuckerten Getränken zu erkranken.

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