Öko-Betriebe leiden weniger

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Bauern haben es diesen Sommer besonders schwer. Die Hitze der letzten Monate ist für viele Betriebe existenzgefährdend. Insbesondere die Viehwirtschaft leidet. Futtermittel werden knapp und dort wo es noch welche gibt sind sie teuer. Zeit für einen Wandel!

Bauern brauchen Hilfe

Die Bundesregierung ist aufgerufen den Bauern in der Zeit der Not zur Seite zu stehen. Der Verband fordert eine Milliarde Euro an Soforthilfen, die Bundesregierung will aber erst abwarten und den tatsächlichen Schaden ermittelt wissen. Das veranschlagte Geld wird wohl nicht ausreichen die Einbußen zu kompensieren. Zudem ist noch nicht geklärt, ob es in den Verantwortungsbereich der Länder oder des Bundes fällt, den Bauern zu helfen. Nur wenn eine bundesweite Notlage ausgerufen wird, kann die Bundesregierung einspringen, ansonsten unterliegt das der Verantwortung der Landesregierungen.

Insbesondere Viehhalter sind betroffen. Sie füttern bereits jetzt zum Teil das Futter, welches eigentlich für den Winter vorgesehen ist. Die Weiden sind trocken und nicht so ergiebig wie die letzten Jahre. Der Ernteertrag an Heu ist meist nur halb so hoch wie in durchschnittlichen Jahren. Wer Heu besitzt, der kann es derzeit vergolden. Die Preise liegen deutlich über den langjährigen Marktpreisen. Daraus ziehen viele Landwirte Konsequenzen.

Landwirtschaft muss sich ändern

Viele Betriebe müssen zu dem letzten Mittel greifen und Tiere notschlachten. Das hat zur Folge, dass die Preise für Fleisch deutlich gefallen sind. Somit fallen die Erlöse, die Kosten jedoch steigen. Wo andere Landwirte mit reiner Feldwirtschaft noch auf hohe Verkaufspreise für ihre Güter hoffen können, bleiben die Viehhalter auf ihren Kosten sitzen.

Die derzeitige Wettersituation zeigt jedoch sehr deutlich, dass unsere Landwirtschaft nicht nachhaltig ist. Ökologisch nachhaltig arbeitende Betriebe haben dieses Jahr deutlich weniger Sorgen, als konventionelle Betriebe. Wir werden auch in Zukunft mit vermehrten langandauernden Hitzeperioden im Sommer rechnen müssen. Dass eine derartig exzessive Fleischwirtschaft und weite ungeschützte Monokulturen unter diesen Umständen nicht zu rechtfertigen ist, wird dieses Jahr sehr deutlich.

Vielleicht lernt die Landwirtschaft und stellt schneller auf nachhaltigen Fruchtwechsel, Humusaufbau und nachhaltige Weidewirtschaft um. Fleisch ist ohnehin zu billig, eine Anpassung in diesem Gebiet ist längst überfällig.

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