Mit Vitamin A gegen Kuhmilchallergie

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Etwa sechs Millionen Menschen sind laut Schätzung von Gesundheitsexperten von einer Nahrungsmittelallergie betroffen. Vor allem Kuhmilch ist unter Säuglingen und Kindern ein weit verbreitetes Allergen. Ein österreichisches Forscherteam konnte in Untersuchungen nun nachweisen, dass Vitamin A im Tierfutter allergische Reaktionen verhindern kann.

Ist Kuhmilchkonsum sinnvoll?

Schon seit Jahren wird diskutiert, ob Milchkonsum für Menschen überhaupt ratsam oder nicht sogar schädlich ist. Einige Studien sprechen sich für Milch aus, da sie voller gesunder Nährstoffe ist. Sie enthält unter anderem viel Kalzium, was vor einer Erkrankung an Osteoporose schützen kann. Abweichende Studien erbrachten Nachweise, dass Kuhmilchkonsum andere Erkrankungen wie Asthma oder Diabetes begünstigt. Sicher ist, dass Milch von der Kuh ein verbreitetes Allergen ist. Laut einer Mitteilung der Veterinärmedizinischen Universität Wien leiden etwa 3 bis 5 Prozent der europäischen Kinder an einer Kuhmilchallergie.  Sie klingt zwar häufig bis zum Erwachsenenalter ab, doch erhöht sie auch das Risiko Allergien gegen andere Lebensmittel zu entwickeln. Eine echte Kuhmilchallergie ist nicht zu verwechseln mit einer Laktoseintoleranz. Menschen mit Laktoseintoleranz fehlt das Enzym Laktat. Dadurch kann Milchzucker schlecht verdaut werden. Außer Magen-Darm-Probleme haben solche Patienten nicht viel zu befürchten. Anders bei einer Kuhmilchallergie. Das Immunsystem reagiert hier mit einem Abwehrmechanismus gegen Milchproteine. Dabei werden spezielle Immunzelle gebildet, die Antikörper gegen Milcheiweiße herstellen und die allergischen Symptome auslösen. Teilweise mit fatalen Folgen für die Betroffenen.

Vitamin A kann allergische Reaktion verhindern

Die Forscher fanden heraus, dass besonders das Eiweiß Bos d 5 oder auch beta-Laktoglobin Auslöser für eine allergische Reaktion ist. Es gehört zur Proteinfamilie der Lipokaline. Diese besitzen spezielle molekulare Taschen, die mit kleinen Molekülen besetzt werden können. Bestenfalls handelt es sich dabei um Retinsäure. Kritisch wird es für Menschen mit einer Milchallergie, wenn die Taschen unbesetzt bleiben: „Unsere Untersuchungen zeigten, dass das „leere“ Milchprotein die Aktivierung von Th2-Lymphozyten unterstützt und damit eine allergische Reaktionskette in Gang setzt“, erklärt Erstautorin Dr. Karin Hufnagl. Daraus leiten die Forscher ab, dass die Zusammensetzung der Milch entscheidend für eine allergische Reaktion ist. Eine Sättigung der beta-Laktoglobin mit Retinsäure könnte das entstehen einer solchen Verhindern. Daher scheint es in den Augen der Forscher naheliegend, Milch mit dem Grundbaustein für die Synthese von Retinsäure anzureichen: Vitamin A. So könne man laut Studienleiterin Erika Jensen-Jarolim Menschen bereits als Kleinkinder oder auch später Erwachsene vor der Ausbildung einer Milchallergie schützen.

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