Mit Kürbissen gegen Lebensmittelverschwendung

Umwelt /
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Not macht erfinderisch. 2012 war ein schwieriges Kürbisjahr. Die Kürbisse waren schlecht ausgereift und nicht so lange lagerfähig, wie der Abverkauf üblicherweise dauert. Das brachte den Unternehmer Georg Thalhammer auf eine eine Idee!

Mit dem Kürbis zum Erfolg

Die Lager waren voll mit Kürbissen und sie mussten schnellstens weg. Um die Ernte zu „retten“ wurden die zahllosen Früchte erst einmal, ohne wirklichen Plan was damit am Ende passieren soll, zu Püree verarbeitet. Wichtig war es, die Kürbisse zu nicht wegzuschmeißen zu müssen, denn Lebensmittel sind zu kostbar dafür. Man überlegte lange was man jetzt tun sollte. Der erste Favorit war eine Kürbissuppe, sie schied aber nach einiger Überlegung aus. Jeder kann sie sehr schnell zu Hause selber machen. Damit es erfolgversprechend ist muss die Idee innovativer sein: Der Kürbisketchup war geboren!

Was aus der Not heraus sein musste, würde zu einem wahren Erfolgsschlager. Die ersten Muster waren so lecker, das der Ketchup ihn voller Überzeugung auf der Biofach 2014 vorgestellt wurde, wo er prompt den Best New Product Award gewonnen hat.

Bis heute glaubt man bei dem Familienunternehmen weiter an den Kürbis. Er ist ihrer Meinung nach DAS regionale Superfood und dies auch nicht ohne Grund. Der Kürbis hat eine extrem hohe Nährstoffdichte, ist aber gleichzeitig kalorienarm. Zudem enthält er besonders viele B-Vitamine, Kalium, Kieselsäure und 10x mehr Beta-Karotin wie Karotten. Es gibt also tatsächlich zahlreiche Gründe, die für den Kürbis als heimisches Superfood sprechen.

Ethik und Engagement sind Standard

Bei den Thalhammers dreht sich aber nicht alles nur um den Kürbis. Ganz allgemein werden dort Prinzipien sehr hoch aufgehängt. „Keine Produkt-Mogelei! Es kommt nichts rein, was nicht rein soll – keine Geschmacksverstärker, keine künstlichen Aromen, keine Stabilisatoren. Unsere Produkte sind palmölfrei. Wir verwenden ausschließlich native Öle, unraffinierte Salze, Rohrohrzucker oder Agavendicksaft und Ahornsirup. Aber immer Kürbis!“ bestätigt man mir dort. Damit wird eine Messlatte gesetzt, die andere bei Weitem nicht erreichen.

Man möchte im unterfränkischen Steinfeld ausschließlich ehrliche Lebensmittel herstellen, ohne dabei den Esser zu enttäuschen. „Bio ist eine Selbstverständlichkeit, zu der es für uns keine Alternative gibt. Unsere Landwirte sind fast alle Mitglieder in Bio-Verbänden wie demeter, Bioland, Naturland oder Biokreis.“ ergänzt auch Iris Thalhammer, die Tochter des Unternehmers.

Der Tellerrand ist bei den Franken jedoch ein wenig weiter gefasst, als das eigene Produktsortiment. Man hat sich inzwischen einem ganz neuem Projekt gewidmet. Gemeinsam mit seinen Partnern möchte Georg nicht viel weniger als die Wüste Ägyptens begrünen. Ziel dabei ist es, durch die Bewirtschaftung des Landes nach und nach eine Humusschicht aufzubauen. Dafür werden zahllose Hecken und Bäume gepflanzt. Denn nur so können die bisherigen Erfolge vor Wind und Erosion geschützt werden.

Alle Achtung… Hohe Ziele verdienen es erfolgreich zu werden!

2 Kommentare


  1. Hallo.
    Ich liebe Kürbis, ich bin ehrlich, ich bin süchtig besonders in den grünen Hokkaido – Sweet Karbocha.
    Verzehre bestimmt 300 Stück im Jahr wenn ich da mit mal hin komme.

    Leider werden immer noch viel zu viele Zier-Kürbissorten angeboten und auch angebaut für mich völlig unverständlich, es gibt noch so viele tolle Sorten die ich hier aber in Deutschland leider immer noch nicht zu kaufen bekomme.
    Viele Grüße,
    Jesse Gabriel


  2. Hallo.
    Ich liebe Kürbis, ich bin ehrlich, ich bin süchtig besonders in den grünen Hokkaido – Sweet Karbocha.
    Verzehre bestimmt 300 Stück im Jahr wenn ich da mit mal hin komme.

    Leider werden immer noch viel zu viele Zier-Kürbissorten angeboten und auch angebaut für mich völlig unverständlich, es gibt noch so viele tolle Sorten die ich hier aber in Deutschland leider immer noch nicht zu kaufen bekomme.
    Viele Grüße,
    Jesse Gabriel

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