Hypoallergene Tomaten- und Erdbeersorten in Sicht

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Tomaten und Erdbeeren zählen zu den beliebtesten und meistverzehrten Gemüse- bzw. Fruchtarten. Dennoch gibt es viele Menschen die auf diese Lebensmittel allergisch reagieren. Vor allem betrifft es Menschen mit einer Birkenpollenallergie, man spricht von einer Kreuzallergie, die dann entsteht wenn bestimmte Immunglobulin-E-Antikörper auch andere, ähnliche Allergene aus anderen Allergenquellen erkennen und es dadurch bei Kontakt mit diesen zu allergischen Reaktionen kommt.

Häufigste Kreuzallergie: Birkenpollen und Erdbeeren

Aktuell forscht ein Team der Technischen Universität München (TUM) am Allergiepotential von Erdbeeren und Tomaten. Sie fanden heraus, dass sowohl die Sorte als auch die Zubereitungsart Einfluss auf die potentielle allergische Reaktion hat. Im Fall von Erdbeeren und Tomaten konnten die Wissenschaftler feststellen, dass die allergenen Proteine in den Lebensmitteln denen der Birkenpollen ähneln. Folgerichtig kann also auch aus einer Nahrungsmittelallergie eine Birkenpollenallergie entstehen und umgekehrt. Gut 30 Prozent derjenigen, die an einer Birkenpollenallergie leiden, zeigen allergische Reaktionen auf Erdbeerfrüchte.

Verarbeitung und Sorte sind ausschlaggebend

In zwei Studien konnten die Forscher der TUM das Allergie-auslösende Protein in den verschiedenen Erdbeer- und Tomatensorten heraus arbeiten. Dazu untersuchten sie 23 verschiedene Tomatensorten und 20 verschiedene Erdbeersorten. Sie konnten zeigen, dass schon innerhalb der verschiedenen Sorten der Gehalt des Allergens verschieden stark schwankt. Zusätzlich konnten sie feststellen, dass bei der Zubereitung Hitze einen entscheidenden Faktor spielt. Waren die Früchte beim Trocknungs- oder Verarbeitungsprozesses Hitze (ca. 99°C für bis zu 10min) ausgesetzt, waren am Ende weniger allergene Proteine vorhanden.

Mit dieser Arbeit verfolgen die Wissenschaftler das Ziel, die best möglichste Variante von Tomaten und Erdbeeren für Allergiker zu finden. Anhand der neuen Forschungsergebnisse sollte es nun also möglich sein, hypoallergene Tomaten- und Erdbeersorten zu züchten, die auch Allergiker bedenkenlos essen können.

Ich denke das wird viele allergiegeplagte Menschen freuen. Die Zahlen der Menschen mit Allergien steigen nämlich kontinuierlich. 2016 schätzen sich 12,5 Millionen Deutsche als Allergiker ein. Da spreche ich nicht nur von Birkenpollen, sondern Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis und all die anderen unzähligen Unverträglichkeiten, die das Leben vieler immer wieder schwer machen. Neben ausreichend Schlaf, Sport und der Vermeidung von Stress kann eine vegane Ernährung Symptome besser mindern als Medikamente. Gerade bei Asthma und Heuschnupfen berichten Studien über die guten Ergebnisse einer pflanzenbasierten Ernährung. Ausprobieren lohnt sich also!

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