Interesse und Ärger bei Etiketten von Lebensmitteln

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Ein Umdenken beim Lebensmitteleinkauf ist voll im Gange. Dazu gehört es auch, dass immer häufiger ein kritischer Blick auf die Etiketten geworfen wird. Im Fokus stehen speziell die Angaben zu Nährwerten, Herkunft und Zutaten. Hier kommt es aber auch immer wieder zu Unmut bei den Verbrauchern, denn der Großteil der Konsumenten ist darüber verärgert. Was besonders aufstößt könnt ihr hier lesen.

Die Verärgerung über die Etikettenangaben auf den Lebensmittelverpackungen sind groß. Stolze 80% der Verbraucher stören sich an den unterschiedlichsten Punkten. Viele davon stechen direkt ins Auge. Gewünschte Informationen fehlen, andere sind unverständlich formuliert oder schwer auffindbar.

Das verstärkte Interesse an der genauen Zusammensetzung der Produkte lässt dann auch immer häufiger das Unverständnis für Angaben, Design und Motive auf den Lebensmittelverpackung wachsen. Der Warenprüfkonzern SGS hat jetzt die häufigsten Ärgernisse der Verbraucher abgefragt:

  • Für 66% sind die Angaben und Abkürzungen bei den Zusatzstoffen in den Produkten unverständlich.
  • Das viele wichtige Angaben meist sehr klein geschrieben sind sorgt bei insgesamt 60% der Verbraucher für Verärgerung. Die betrifft wahrscheinlich häufig ältere Menschen.
  • Immer noch 58% stören sich daran ständig nach dem Haltbarkeitsdatum suchen zu müssen, da dieses oft irgendwo versteckt aufgedruckt wird.
  • Über die Hälfte der Konsumenten würden sich auch mehr Klarheit über die Herkunft der Produkte wünschen. Angaben wie „aus kontrollierten Aquakulturen“ reichen den Menschen einfach nicht mehr aus.
  • Die Werbung setzt gerne auf eine ideale und heile Welt die als Bilder auf den Verpackungen dargestellt wird. Aber gerade diese irreführenden Bilder sorgen bei 53% der Verbraucher für Verärgerung. Gerade hier zeigt sich die zunehmende Sensibilisierung des Verbrauchers gegen die Täuschung der Lebensmittelindustrie besonders deutlich.
  • Die Hälfte der Verbraucher haben Probleme die Angaben auf den Lebensmittelverpackungen zu verstehen. Was ihnen daran Missfällt ist, dass es so schwierig ist festzustellen in wieweit das Produkt für Allergiker geeignet ist oder generell gesund ist.
  • Was auch gerne verwendet wird sind vertrauensfördernde Güte- und Prüfsiegel. Diese sind oft unklar und manchmal zudem sinnlos. Das stört immer noch 43%.

Es ist erfreulich zu sehen, dass wir beim Einkaufen kritischer werden. So wird auch die Lebensmittelindustrie „gezwungen“ auf dieses veränderte Verbraucherverhalten einzugehen und so ihre Angaben auf den Etiketten verständlicher und „ehrlicher“ zu gestalten. Allerdings ist auch hier der Verbraucher nicht immer so aufmerksam. So werden vor allem bei tierischen Lebensmitteln die wie zum Beispiel Eier, Fleisch- Wurstwaren die Angaben zu Hersteller, Herkunft, Zutaten, und Nährwerte stärker von den Konsumenten unter die Lupe genommen. Andere Produkte landen aber immer noch meist „unkontrolliert“ in den Einkaufswägen. Dazu gehören etwa Getränke, Nudeln, Reis und Süßigkeiten. Ein Grund dafür sind wohl die häufigen Skandale die gerade bei den tierischen Lebensmitteln aufgetreten sind.

Der Trend zu mehr Informationen beim Verbraucher hält aber an – sehr gut!

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