Kaffee am Morgen: Darum sollten sie es lassen

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Der Wecker klingelt, die Schlummertaste wird gedrückt und eigentlich ist man noch viel zu müde um aufzustehen. Jeder kennt es, keiner mag es! Dennoch quält sich das Arbeitervolk tagtäglich aus dem Bett. Um diesem Prozess sowie dem Effekt der Müdigkeit etwas entgegenzuwirken, greift ein Großteil zu einem der beliebtesten Heißgetränke Deutschlands – dem Kaffee! Das weit verbreitete Wundermittel macht aktuellen Forschungen zufolge aber nicht nur wach, sondern wirkt sich auch negativ auf den menschlichen Stoffwechsel aus.

Eigentlich ist der Bohnentrank dafür da, den Stoffwechsel anzuregen. Das Koffein und das Vitamin Niazin von zwei Tassen Filterkaffee oder einem doppelten Espresso sorgen dafür, dass die Fettverbrennung verbessert und der Energieumsatz pro Tag bis zu 100 Kalorien gesteigert wird. Ein Effekt, der die alltägliche Tasse Kaffee bei Morgenmuffeln zum elementaren Ritual werden lässt. Nun haben Forscher der University of Bath aber herausgefunden, dass der Wachmacher vor allem bei Menschen mit Schlafstörungen mit Vorsicht zu genießen ist.

Was besagt die Studie aus England?

Die Wissenschaftler haben die Blutzuckerregulierung in Blutproben von insgesamt 29 gesunden Erwachsenen unter verschiedenen Umständen untersucht und mittels verschiedener Szenarien in drei aufeinanderfolgenden Nächten analysiert. Dabei ging es primär darum, wie sich die körpereigene Regulierung des Blutzuckers der Probanden verhält und welche Rolle das Frühstück nach einem gestörten Schlaf spielt. In einer der drei Nächte wurden die Testpersonen beispielsweise stündlich geweckt und bekamen, im Anschluss an die unruhige Nacht, eine Tasse starken Kaffee mit etwa 300 Milligramm Koffein.

Diese eine Tasse starken Kaffees reichte aus, um bei den Teilnehmern nach dem Frühstück einen rund 50-prozentigen Anstieg des Blutzuckers zu erzeugen. Allein das ist noch kein Krankheitssymptom, weil der Blutzuckerspiegel bei gesunden Menschen durch Insulin wieder abgebaut wird. Wird dieser Zustand aber zur Regelmäßigkeit, wie es bei Kaffee-Trinkern meist der Fall ist, kann sich daraus die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus Typ 2 entwickeln.

Was kann man tun?

Der negative Effekt des Bohnentranks kann verhältnismäßig einfach umgangen werden, indem man zuerst etwas isst und danach einen Kaffee trinkt. Bis dato gelten fünf Tassen des koffeinhaltigen Getränks als gesundheitlich unbedenklich. Zudem geben die Wissenschaftler an, dass der Einfluss von Schlafmangel auf die Testergebnisse noch weiter erforscht werden muss, um eindeutigere Schlussfolgerungen ziehen zu können.

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