„Menschen fressen sich mit Fast Food das Gehirn weg“

News /

Was klingt wie ein Titel aus der Bild-Zeitung ist tatsächlich aber die Aussage eines australischen Demenzforschers. Er hat 200 Studien ausgewertet und ist zu dem Schluss gekommen, dass Fast Food nicht nur dick macht und schlecht fürs Herz ist, sondern auch zu Demenz führen kann.

Fast Food führt langsam zu Gehirnschwund

Allen Trends sich gesund zu ernähren zum Trotz ist Fast Food immer noch der Renner: Letztes Jahr setzte der Fast Food-Riese McDonald’s 3,5 Milliarden Euro in Deutschland um – und damit mehr als in den letzten zehn Jahren zuvor. Bisher galten Burger, Pommes und Cola als schlecht für die Figur und das Herz, nun ergänzt ein australischer Forscher mit drastischen Worten, dass der Schnellimbiss auch schlecht fürs Gehirn ist: „Die Menschen fressen sich mit einer schlechten Fast Food-Ernährung und wenig bis gar keiner Bewegung das Gehirn weg“, so fasst der Demenzforscher Cherbuin von der Australian National University das Ergebnis seiner Forschung zusammen. Mit seinem Team habe er starke Beweise gefunden, dass eine ungesunde Ernährung und wenig Bewegung auf lange Sicht das Risiko für Diabetes Typ 2 erhöht und die Gehirnfunktion durch Demenz oder Gehirnschwund stark zurückgeht.

Warum ist Fast Food schlecht für das Gehirn?

Indirekt schädigt Fast Food das Gehirn, weil es Diabetes Typ 2 auslösen kann; wie einige wissenschaftliche Untersuchungen aufzeigen konnten, kann die Zuckerkrankheit die Gehirnfunktion beeinträchtigen. Die Forschung der Australier bestätigt das und stellte auch einen direkten Zusammenhang zwischen Fast Food und einer geschädigten Gehirnfunktion fest.

Professor Cherbuin erklärt, dass die Menschen zu viel Falsches essen, allen voran Fast Food. So habe ein Fast Food-Menü aus Burger, Pommes und Softdrink rund 650 Kalorien, was ungefähr der Menge entspricht, die Menschen heute im Vergleich zu vor 50 Jahren mehr essen – aber abgesehen von Kohlenhydraten und Fett kaum Nährwert. Fast jeder dritte Erwachsene weltweit ist entweder übergewichtig oder fettleibig, berichten die Forscher in ihrer Studie. Sie schätzen, dass bis 2030 jeder zehnte Erwachsene an Diabetes Typ 2 leiden wird.

Der angerichtete Schaden ist nicht mehr zu reparieren

„Wir raten jedem, schon so früh wie möglich gesund zu essen und sich fit zu halten – am besten schon von klein auf“, erklärt Cherbuin. Denn, wenn man sich bis zu seiner Lebensmitte ungesund ernährt und wenig Sport getrieben hat, dann ist der Schaden nicht mehr rückgängig zu machen.

PS: Möchtest du uns ganz einfach mit deiner Lieblings-App lesen? Schau mal hier... :)

Letztes Update vom
Bewerte diesen Beitrag:

Wie denkst du darüber?

Frisch ins Postfach?

Verwandte Themen?