Mexiko erhebt Steuer gegen Übergewicht

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Mexiko hat sich was ganz besonderes gegen das Übergewicht der Bevölkerung einfallen lassen. Ab 2014 wird es dort eine Steuer auf besonders kalorienreiche Lebensmittel geben. Die Idee ist gut, aber nicht neu. Ob sich damit der erwünschte Effekt erzielen lässt ist noch unklar.

Maßnahmen der Regierung:

Glaubt man den Gesetzen der Marktwirtschaft reguliert der Preis die Nachfrage nach bestimmten Produkten. Dieses Phänomen will sich jetzt die Regierung von Mexiko zu Nutze machen, um seine Bevölkerung zu einer bewussteren Ernährung zu erziehen. Sie will ab 2014 eine Strafsteuer auf Fastfood, Süßigkeiten, Softdrinks und Co. Erheben und damit sämtliche Kalorienbomben verteuern. Als Grundlage dient die Energiedichte der Lebensmittel, Beträgt diese mehr als 275 Kalorien pro 100 Gramm wird das Produkt mit einer zusätzlichen Steuer von 8 Prozent belegt.

Durch diese Maßnahme erhofft sich die Mexikanische Regierung positive Effekte auf das Ernährungsbewusstsein seiner Bevölkerung. Um seiner Bevölkerung zu helfen typische Dickmacher von den gesunden Lebensmitteln zu unterscheiden, soll es neben der Steuer auch ein Qualitätssiegel für Lebensmittel mit wenig Kalorien und einem hohen Ballaststoffanteil geben. Das ganze wird dann noch mit einer Informationskampagne und verschiedenen breit angelegten Sportprogrammen kombiniert. Soweit die Planung.

Modell für Europa?

Ist das nicht eine Prima Idee und somit auch ein Modell für Europa? Bei uns können wir auch beobachten, dass die Bevölkerung im Durchschnitt immer Dicker wird. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist dieser Trend besonders stark zu beobachten. Als erstes Land der Welt hatte Dänemark eine ähnliche Maßnahme versucht. Im Jahr 2001 wurde hier eine Fettsteuer eingeführt aber nach einem Jahr wieder abgeschafft. Vermeintlich weil sie keine positiven Auswirkungen auf die Ernährung hatte.

Der Ansatz ist prinzipiell aber der Richtige! Vielleicht wurde die Steuer auch nur zu niedrig angesetzt, sodass sie für eine relativ reiches Land wie Dänemark keinen Einfluss hatte. Prinzipiell ist es aber sinnvoll sämtliche Subventionen für umweltschädliche und ungesunde Produkte zu streichen und dann sogar deutlich stärker zu besteuern. So wird dann vielleicht sogar die Industrie dazu gebracht ökologischer und gesünder zu produzieren, um ihre Waren verhältnismäßig günstiger anbieten zu können.

Wir Essen Gesund meint, ein Versuch ist es wert!

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