Nie mehr Antibiotika in der Schweinemast

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Auf Dauer kann intensive Massentierhaltung, wie sie derzeit betrieben wird, nicht gut sein. Sie setzt auf unwürdige Lebensbedingung für die Tiere und verbraucht Unmengen an Ressourcen. Vor allem unser kostbarstes – Wasser. Tonnenweise eingesetzten Medikamente und Antibiotika verursachen beim Menschen zudem Resistenzen, was dazu führt, dass viele Antibiotika wirkungslos geworden sind und entsprechend in der Medizin nicht mehr eingesetzt werden können.

Aber zumindest gegen letzteren Punkt könnte es einen Durchbruch geben. Vielleicht werden Antibiotika als Wachstumsbeschleuniger bald nicht mehr gebraucht.

Resistenzen durch Antibiotika

Antibiotika sind fester Bestandteil bei jeder Form von Massentierhaltung. Sie werden gebraucht um Krankheiten fernzuhalten und dienen als Wachstumsbeschleuniger (in der EU (noch) nicht erlaubt), damit damit das Tier schneller reif für den Kochtopf ist. Zeit ist bekanntlich Geld – viel Geld! Genau darum geht es ja mittlerweile in der Landwirtschaft. Eher weniger um ein gutes Gewissen.

Allerdings verursacht der exzessive Einsatz von Antibiotika gefährliche Resistenzen. Wer Fleisch aus Massentierhaltung isst, nimmt mit jeder Mahlzeit einen Medikamentencocktail zu sich. Die so erhaltene Dosis führt dazu, dass immer häufiger Wirkstoffe im Krankheitsfall nicht mehr helfen. Schlimm wird das vor allem dann, wenn sich in Krankenhäusern resistente Keime ausbreiten.

Was kann Antibiotika in der Schweinemast ersetzen?

Das „Wundermittel“, welches amerikanische Wissenschaftler vom U.S. Meat Research Center gefunden haben, nennt sich Lysozym. Dahinter verbirgt sich ein Enzym, das auch in der Natur vorkommt. Für die Massentierhaltung verspricht Lysozym einen weiteren positiven Effekt, nämlich eine antibakterielle Wirkung.

Das Enzym wird bereits heute in der Lebensmittelherstellung verwendet. Es ist etwa im Eiklar zu finden und wird darüber hinaus bei der Herstellung von Wein und Käse eingesetzt. Tests der Wissenschaftler haben gezeigt, dass bei den Tieren genau dieselbe Wirkung hervorgerufen wird, egal ob sie mit Lysozym oder Antibiotika gefüttert werden.

Kann Lysozym das Problem lösen

Kann das hier getestete Enzym Lysozym aber die Probleme des Antibiotikaeinsatzes in der Massentierhaltung lösen? Eher nicht. Eventuell kann es dazu beitragen, den Antibiotikaeinsatz zu verringern, aber das es zu einem Ersatz kommt ist eher unwahrscheinlich. Dazu sind die Prozesse in der Landwirtschaft zu sehr eingeschliffen. Außerdem sind bisher lediglich erste Testreihen erfolgt, bis sich das neue Wundermittel auch nur ansatzweise durchsetzen wird, werden wohl noch einige Jahre ins Land gehen.

Die Wurzel aller Probleme wird damit aber keinesfalls angepackt – die Massentierhaltung selbst.

Unser Tipp

Wer sich nicht unnötigerweise mit Antibiotika und anderen Medikamenten belasten möchte, dem empfehlen wir dringend auf Produkte aus der Massentierhaltung zu verzichten. Bei einer Quote von 98% Massentierhaltung wird das den einen oder anderen vor eine wahrscheinllich größere Herausforderung stellen. Der Mensch braucht aber nicht jeden Tag Fleisch, Wurst, Milch oder Käse. Ganz im Gegenteil! Zu viel davon macht uns schlapp, dick und eventuell sogar krank.

Wir haben einige Artikel zu veganen Alternativen auf unserem Blog. Hier eine kleine Auswahl, wer sich dafür Interessiert, sollte sich diese mal durchlesen:

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