Schwimmen – das perfekte Training für Gesundheit und Ausdauer

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Schwimmen ist die wohl gesündeste Sportart. Sie schont Gelenke, trainiert Muskeln, hilft beim abnehmen – eben ein echter Alleskönner. Das Beste dabei, Schwimmen kann eigentlich jeder, ob dick oder dünn, alt oder jung spielt hier keine Rolle und Verletzungen sind so gut wie ausgeschlossen.

Beim Schwimmen handelt es sich wohl um die gesündeste Sportart überhaupt. Fast jeder kann sie ausüben und die Bewegung im Wasser hat nur Vorteile. Das es hier ein bisschen mehr Überwindung kostet sich ins kalte Wasser zu begeben ist klar. Aber hat man die ersten Arm- und Beinschläge hinter sich wird es sehr schnell warm und schwimmen macht richtig viel Spaß.

Schwimmen entlastet Gelenke

Wasser ist ein beeindruckendes Element. Darin scheint man sein Gewicht gar nicht mehr zu spüren. Im Meer ist es, mit ein bisschen Übung, auch möglich sich ganz ohne die kleinste Bewegung ins Wasser zu legen ohne unterzugehen. Hier haben übergewichtige Menschen durch den höheren Fettanteil im Körper sogar deutliche Vorteile. Es gilt dabei nur im Wasser die Balance zu halten. So schön spielerisch das klingt, genauso angenehm sind Bewegungen im Wasser. Hierdurch kommt auch einer der größten Vorteile des Schwimmens. Dadurch das der Körper vom Wasser getragen wird, werden Gelenke und Sehnen deutlich entlastet. Dennoch wird die gesamte Muskulatur intensiv beansprucht. Das ist aber nicht das einzige was Schwimmen zur gesündesten Sportart macht.

Schwimmen trainiert die Muskulatur

Bewegungen im Wasser sind anstrengender als an der Luft. Der Widerstand durch das Wasser ist etwa 14 mal größer. Genau diese Tatsache macht Schwimmen zu einem so effektiven Training für den Muskelapparat des Körpers. Alle verschiedenen Schwimmstile haben ihre Vorteile und trainieren bestimmte Muskelgruppen verstärkt. So benötigt man beim Kraul schwimmen verstärkt die Arme. Beim Brustschwimmen werden dafür intensiv die Beine, sowie Schultern und die Brust trainiert. Aber egal für welchen Stil man sich beim Schwimmen entscheidet, es wird stets die Muskulatur des gesamten Körpers beansprucht.

Schwimmen beugt Haltungsschäden vor

Ein ganzheitlicher Muskelaufbau beim Schwimmen beugt zusätzlich Haltungsschäden vor. Im Wasser wird die Wirbelsäule entlastet. Die schonenden Schwimmbewegungen machen sie Beweglich und stärken die Rückenmuskulatur. Die sanften Armbewegungen im Wasser lösten zudem Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich.

Schwimmen verbrennt ordentlich Kalorien

Durch eine intensive Beanspruchung der Muskulatur beim schwimmen, verbrennt der Körper ordentlich Kalorien. Bis zu 700 Kalorien pro Stunde sind hier ohne weiteres möglich. Das setzt jedoch eine gute Ausdauer und Schwimmtechnik voraus. Um Schwimmen wirklich effektiv zur Unterstützung beim Abnehmen einsetzen zu können braucht es also ein bisschen Übung.

Schwimmen als Ausdauertraining

Schwimmen lässt sich sehr gut als Bestandteil des Ausdauertrainings einsetzen. Hier werden Herz und Kreislauf gestärkt und die Lungenfunktion gekräftigt. Wir vorangehend beschrieben bedarf es beim Schwimmen aber ein bisschen Übung. Um Schwimmen als Ausdauertraining zu nutzen, sollte eine Trainingseinheit mindestens 30 bis 45 Minuten betragen. Gerade wenn man sich für den bei Sportlern beliebten Kraulstil entscheidet, erfordert das doch einiges an Training diese Zeit durchzuschwimmen. Der Pulsschlag ist beim Schwimmen etwa 10 bis 15 Schläge pro Minute langsamer zu wählen als beim Joggen.

Schwimmen ist gut für die Gesundheit

Bei regelmäßigem Training ist schwimmen nachweislich sehr gut für die Gesundheit. Wichtig ist hierbei nicht nur, dass beim Schwimmen eigentlich keine Verletzungsgefahr besteht. Durch das Ausdauertraining und den Beinschlag, welcher den Bluttransport zum Herzen unterstützt, wird der Herzmuskel gestärkt. Das beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor, wie jedes andere Ausdauertraining eben auch. Regelmäßiges Schwimmen senkt auch den Cholesterinspiegel, das Risiko für Diabetes und Arteriosklerose. Für nachweislich positive gesundheitliche Effekte gilt es aber sich mindestens zwei mal in der Woche in die Fluten zu stürzen, oder es wird mit anderen Ausdauersportarten kombiniert.

Schwimmen ist ein Sport für jedermann

Oft schränken Übergewicht, Alter oder Krankheiten die Auswahl der Sportarten deutlich ein. Schwimmen kann dahingegen fast jeder als Sport betreiben. Hier ist egal ob man Schwanger, etwas älter, übergewichtig oder noch ein Baby ist. Die unterstützende Kraft des Wassers macht es möglich. Training im Wasser wird gerne auch bei Rehabilitationspatienten angewandt um schonenden Muskelaufbau zu betreiben. Im Wasser kann jeder Spaß haben. Schwimmen ist sogar für Menschen die unter Arthose leiden geeignet. Da diese aufgrund des Belastungsschmerzes normalerweise keinen Sport machen können ist schwimmen in diesem Fall ideal. Hier kann die Muskulatur gekräftigt werden ohne die Gelenke zu belasten.

Schwimmen mit Schwimmbrille

Jeder der Schwimmen zu seinem Sport erklärt, sollte sich eine Schwimmbrille anschaffen. Vor allem im Hallenbad ist diese zu empfehlen. Hier schützt sie vor dem Chlor und wir können unsere Augen problemlos offen halten. Bei der Auswahl der Schwimmbrille ist auf ein paar Details zu achten. Sie sollte optimal auf den Augenhöhlen sitzen und auch ohne das Kopfband nach einem kurzen anpressen gut halten. Bei vielen Schwimmbrillen ist der Abstand zwischen den Gläsern nicht individuell einstellbar. Vor allem hier ist auf Passgenauigkeit zu achten. Ob eine Tönung notwendig ist entscheidet der Einsatzort. Wer hauptsächlich im Hallenbad schwimmt braucht das eigentlich nicht. Schwimmt man viel in Freien, etwa in Freibädern oder Seen, dann ist eine Tönung durchaus angebracht. Damit wird man nicht so schnell von der Sonne geblendet, wenn diese tief steht.

Mit dem Schwimmen neu beginnen

Auch wer schon lange nicht mehr geschwommen ist, oder überhaupt keinen Sport gemacht hat, kann ganz einfach mit dem Schwimmen neu beginnen. Die Devise muss hier lauten, einfach mal los schwimmen. Dabei ist es völlig egal auf welchen Schwimmstil die Entscheidung fällt. Ob Brust-, Kraul- oder Rückenschwimmen, jeder Schwimmstil hat seine Vorteile. Wähle einfach den aus, der am meisten Spaß macht, oder wechsle, wenn es zu anstrengend wird. Alle brauchen ein bisschen Technik, das ist die Grundvoraussetzung beim Schwimmen.

Wer lange keinen Sport mehr gemacht hat, sollte die ersten Trainingseinheiten langsam beginnen. Gerade zu Beginn ist ein Anfänger beim Schwimmen sehr schnell außer Atem. Schnelligkeit ist auch nicht so wichtig, wie die Regelmäßigkeit des Trainings. Nur das schafft die Ausdauer die wir brauchen. Das Tempo und die Strecke (am Stück) kommt mit der Zeit dann von ganz alleine. Dennoch gilt es sich gerade zu Beginn eine Strecke vornehmen, die man heute schwimmen möchte. Mit regelmäßigen Pausen kommt hier jeder an sein gestecktes Ziel.

Die verschiedenen Schwimmstile für Anfänger

Rückenschwimmen

Ist die letzte Schwimmeinheit schon sehr lange her, ist vor allem Rückenschwimmen sehr gut geeignet. Da der Kopf und der Nacken vom Wasser getragen werden ist die Nase immer außerhalb des Wassers. Damit fällt das Atmen sehr leicht. Zudem hilft es uns vom vielen Sitzen im Alltag zu entlasten, da dadurch der Rücken sehr beansprucht wird. Rückenschwimmen entlastet die Wirbelsäule und macht sie beweglich. Durch die Bewegung wird die Muskulatur aufgebaut und stabilisiert somit den gesamten Körper.

Brustschwimmen

Brustschwimmen ist der wohl am häufigsten angewandte Schwimmstil. Dieser ist besonders gut für die Brust-, Arm- und Schultermuskulatur. Da die Kraft für die Vorwärtsbewegung dabei aus den Beinen kommt, werden diese auch gut trainiert. Wichtig beim Brustschwimmen ist die Technik. Hier werden sehr häufig „Fehler“ gemacht. Die Haltung im Wasser ist möglichst waagerecht zur Wasseroberfläche. Der Kopf schaut hier nur beim atmen aus dem Wasser. Sehr oft sieht man Leute schwimmen, die den Kopf dauerhaft über Wasser halten. Das ist bei diesem Schwimmstil zu vermeiden, da so die Nackenmuskulatur verspannt. Es empfiehlt sich hier eine Schwimmbrille zu tragen, damit gibt es keine Probleme mit dem ständigen eintauchen ins Wasser. Die Armbewegung machen beim Brustschwimmen die meisten intuitiv richtig. Beim Beinschlag ist das anders. Hier sieht man häufig den sogenannten Scherenschlag. Dabei schlagen die Beine von oben nach unten. Die Beine sollen in etwa die Bewegung in Form eines Schlüssellochs nachzeichnen, wobei die Füße sich in ausgestreckter Position auf gleicher Höhe befinden und fast berühren.

Kraulschwimmen

Gute Schwimmer nutzen sehr häufig den Kraulstil. Beim Kraulschwimmen braucht es die meiste Kraft, Ausdauer und Koordination. Bei diesem Schwimmstil wird vor allem die Armmuskulatur bei der Vorwärtsbewegung beansprucht. Die Beine dienen gerade bei sehr langen Strecken häufig nur zur Stabilisation im Wasser. Durch die aerodynamische Wasserlage und einen stetigen Zug nach vorne ist das Schwimmen im Kraulstil die schnellste Schwimmart.

Ein häufiges Problem zu Beginn ist die Atmung. Hier wird gerne vergessen wieder ordentlich auszuatmen, wenn sich der Kopf unter Wasser befindet. Das vermittelt einem das Gefühl keine Luft zu bekommen, was auch wahr ist. Wenn die Lunge bereits komplett voll ist, lässt sich keine frische Luft einatmen. Auch empfiehlt es sich mit Kraulschwimmen langsam anzufangen, da es gerade zu Beginn sehr anstrengend ist.

Schwimmstile beim Training wechseln

Anfänger sollten zu Beginn die Schwimmstile beim Training auch mal wechseln. So beansprucht man die Muskulatur des gesamten Körpers. Zudem schafft es Sicherheit beim Schwimmen und man findet seine bevorzugte Schwimmart.

Krämpfe beim Schwimmen

Jeder Sportler kennt das, wenn er plötzlich einen Krampf bekommt und das Training unterbrechen muss. Natürlich kann das auch beim Schwimmen passieren. Hier verursacht die Überanstrengung Krämpfe in den Füßen, Waden oder sogar im ganzen Bein. Beim Schwimmen kann das nicht nur sehr unangenehm sein, sondern auch gefährlich, vor allem auf offenen Gewässern. Deshalb ist zu empfehlen, wenn die ersten Krampferscheinungen auftreten sich ordentlich zu dehnen. Hilfreich ist auch eine warme Dusche, da sich durch die Wärme des Wassers die Muskulatur wieder lockert.

Essen vor dem Schwimmen

Jeder kennt es vielleicht aus den Baderegeln, die er mal in der Schule gelernt hat. Gehe niemals mit vollem Bauch schwimmen. Darauf sollte man auch stets achten und etwa zwei Stunden vor dem Schwimmen nichts essen. Ein voller Magen stört den Atmungs- und Bewegungsrhythmus beim Schwimmen. Wer diese Regel beachtet, dem fallen die Bewegungen im Wasser leichter und vermeidet auch Seitenstechen.

Schwimmen ist ein wahrer Alleskönner. Die Bewegungen im Wasser sind sehr schonend und versprechen doch ein intensives Training. Darüber hinaus macht es richtig Spaß – was will man mehr!

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1 Kommentare


  1. Gehe seit einem Jahr wieder regelmäßig 2 bis 3 Mal die Woche schwimmen und ich kann dies nur jedem empfehlen.
    Ich verstehe nicht ,dass die Leute ins Fitnessstudio gehen und dort viel Geld bezahlen . Beim Schwimmen bekommt erzielt man mit viel weniger Aufwand die selben Ergebnisse.

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