Vegane Ernährung ist das Beste für die Darmhormone

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Neben dem hier schon viel beleuchtetem Mikrobiom des Darms, produziert der Darm auch wichtige gastrointestinalen Hormone. Sie regulieren den Glukosestoffwechsel, die Insulinausschüttung, die Energiehomöostase, das Sättigungsgefühl und das Gewichtsmanagement und sind damit essentiell wichtig in der Prävention von Typ-2-Diabetes. Nützliche Darmhormone können dabei helfen das Gewicht zu reduzieren, den Blutzucker zu regulieren und sich länger satt zu fühlen.

Diabetes Erkrankungen nehmen weiter zu

In Deutschland sind etwa zwei Drittel der Männer (67%) und die Hälfte der Frauen (53%) übergewichtig. Etwa 10 Prozent der Deutschen leiden 2018 an Typ-2-Diabetes und es werden leider immer mehr: pro Jahr erhalten gut 500.000 Menschen die Neu-Diagnose Diabetes. Nützliche Darmhormone wären für all diese Menschen also von Vorteil. Eine in der Zeitschrift „Nutrients“ veröffentlichte Studie kommt nun zu dem Schluss, dass eine vegane Ernährung dabei hilft genau diese nützlichen Darmhormone bzw. Darmproteine zu fördern.

Ein veganer Burger macht länger satt

Die Forscher verglichen dabei die Auswirkung auf das Hormonniveau von einer veganen Mahlzeit, in diesem Fall ein veganer Burger, mit der von einem Cheeseburger. Die Gruppe bestand aus 60 Männern, 20 davon waren fettleibig, 20 an Typ-2-Diabetes erkrankt und 20 gesunde Menschen. Beide Mahlzeiten enthielten die gleiche Menge an Kalorien und das gleiche Verhältnis an Makronährstoffen. In allen drei Gruppen erhöhte die vegane Mahlzeit im Vergleich zur nicht-veganen Mahlzeit die positiven gastrointestinalen Hormone.

Außerdem berichteten die Studienteilnehmer aller drei Gruppen, dass die vegane Mahlzeit die Sättigung oder das Gefühl der Zufriedenheit nach dem Essen erhöhte. Die Forscher vermuten, dass dies an den hohen Mengen Ballaststoffen in veganen Mahlzeiten liegt. Ballaststoffe sind lediglich in pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden und ergänzen die Ernährung ohne zusätzliche Kalorien. Sie helfen dem Darm bei der Verdauung und werden zu Propionsäure umgewandelt. Propoinsäure im Darm beruhigt entzündliche Prozesse und wirkt genauso effektiv wie blutdrucksenkende Medikamente.

Diabetes Prävention durch pflanzliches Essen

Schon in früheren Studien konnte gezeigt werden, dass eine pflanzliche Ernährung dabei helfen kann Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit zu kontrollieren und zu verhindern. Die Erkenntnis, dass eine einfache Mahlzeit die Produktion der gesunden Hormone erhöhen kann, ist ein wichtiger neuer Baustein in der Prävention von Typ-2-Diabetes oder Übergewicht. Selbst die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine ballaststoffreiche Diät um das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes, bestimmte Krebsarten und vorzeitigen Tod zu verringern. Mindestens eine pflanzliche Mahlzeit am Tag kann eine langfristige Prävention sein und die Lebensqualität maßgeblich erhöhen. Zumindest spitzt sich die Studienlage genau in diese Richtung zu. Und ein veganes Essen am Tag ist wirklich gut umsetzbar, oder nicht?

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