WHO: Zahl der Demenz-Fälle wird sich verdreifachen

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Wenn das eigene Gehirn nicht mehr wie gewohnt funktioniert, wird man schnell hilflos und pflegebedürftig. Demenz-Erkrankungen wie Alzheimer vermindern die Fähigkeit zu denken, sich zu erinnern und sich zu orientieren. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass sich die Anzahl solcher Erkrankungen bis 2050 verdreifachen wird – und gibt Ratschläge wie man Demenz vorbeugen kann.

Was ist Demenz?

Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, die gemeinsam haben, dass die geistige Leistungsfähigkeit stark abnimmt. Rund zwei Drittel aller Betroffenen haben Alzheimer; damit ist Alzheimer die häufigste Ursache von Demenz. Menschen mit Demenz fällt es immer schwerer sich neue Informationen zu merken, sich auf eine Sache zu konzentrieren und sich auszudrücken. Typische Anzeichen für eine mögliche Demenz-Erkrankung sind daher Vergesslichkeit, Probleme alltägliche Dinge wie Wäsche waschen oder Kaffee kochen auszuführen und Schwierigkeiten sich in vertrauten Orten zu orientieren. Viele Erkrankte erkennen Angehörige nicht mehr und manche werden aggressiv.

Die Zahl der Demenz-Fälle weltweit wird sich bis 2050 verdreifachen

In Deutschland leiden derzeit 1,7 Millionen Menschen an einer Demenz: „Von den 60-Jährigen ist nur jeder Hundertste betroffen, von den 80-Jährigen dagegen fast jeder Sechste, und von den über 90-Jährigen sogar nahezu jeder Zweite“, schreibt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Sie schätzt, dass die Zahl der Demenz-Erkrankungen hierzulande bis 2050 auf etwa 3 Millionen steigen wird. Weltweit sind gegenwärtig 50 Millionen Menschen dement, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit einer Verdreifachung der Demenz-Fälle bis 2050. Um aufzuklären, wie sich Demenz vermeiden lässt, hat die WHO diesen Monat eine Leitlinie veröffentlicht.

Wie lässt sich Demenz vorbeugen?

Obwohl das Alter der größte Risikofaktor für Demenz ist, sei Demenz keine unvermeidliche Folge des Alterns, betont die WHO. Es gibt noch keine Behandlung, um Demenz zu heilen. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten die Wahrscheinlichkeit einer Demenz-Erkrankung zu verringern. Denn genetische Ursachen fallen kaum ins Gewicht – nur 1 % der Alzheimer-Krankheitsfälle ist erblich bedingt. Was hilft, um Demenz vorzubeugen, zeigen Studien: Sich regelmäßig bewegen, auf Tabak verzichten, wenig oder gar keinen Alkohol trinken und sich gesund ernähren, gelten als die beste Vorsorge gegen Demenz.

Der WHO Direktor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus bringt es auf eine einfache Formel: „Wir müssen alles tun, was wir können, um unser Demenz-Risiko zu senken. Die für diese Richtlinien gesammelten wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass das, was für unser Herz gut ist, auch für unser Gehirn gut ist.“

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