Gewürz- und Kräutermischungen aus aller Welt: Ideen zum selber machen

Wer einen eigenen Garten hat und dort selbst Kräuter und Gewürze anbaut, hat den ganzen Sommer über alles was er für herrlich aromatische Gerichte braucht. Um im Winter auch etwas vom eigenen Garten zu haben, lassen sich die Kräuter problemlos trocknen und zu ausgefallenen Kräutermischungen verarbeiten. Hier ein paar Ideen für die eigene Kräutermischung. Dafür haben wir unterschiedliche Kräuter- und Gewürzmischungen aus aller Welt für euch zusammengetragen.

Meines Erachtens geht natürlich nichts über frische Kräuter aus dem Garten. Sie schmecken deutlich frischer und auch intensiver als die Getrockneten. Deshalb habe ich auch in meinem eigenen Hochbeet eine Vielzahl von Kräutern und Gewürzen angebaut, damit ich immer die richtige Auswahl zum kochen parat habe. Um auch für den Winter gerüstet zu sein, muss ich dennoch die frischen Kräuter trocknen. Dazu haben wir hier übrigens auch einen Artikel der eine gute Anleitung gibt: Frische Kräuter richtig trocknen. Wer dazu also Fragen hat, kann auch hier mal schauen.

Aus den getrockneten Kräutern und Gewürzen lassen sich dann auch ganz einfach eigene Kräutermischungen selber machen. Dazu müsst ihr diese eigentlich nur in einem beliebigen Verhältnis mischen und dann trocken und am besten vor zu viel Licht geschützt aufbewahren, damit die eigenen Gewürzmischungen nicht faulen, schimmeln oder unnötig an Aroma verlieren.

Welche Kräuter lassen sich gut mischen?

Bei der Zusammenstellung der Kräutermischungen ist jeder nur in seiner eigenen Fantasie beschränkt. Keineswegs muss man sich hier lediglich auf die Kräuter aus dem eigenen Garten beschränken. Selbstverständlich können diese auch mit gekauften, orientalischen oder exotischen Gewürzen kombiniert werden. Mein Tipp dabei ist nur, beim Gewürze kaufen unbedingt auf Qualität zu achten. Qualität ist zwar meist ein bisschen teurer, aber ich fände es schade die qualitativ hochwertigen Gartenkräuter mit Billiggewürzen zu mischen.

frische Kraeuter trocknen und raspeln

Getrocknete Kräuter eignen sich hervorragend zum herstellen eigener Kräutermischungen. Am besten sind sie natürlich aus dem eigenen Garten.

Mit diesem Artikel möchten wir euch ein paar Anregungen für Kräutermischungen geben. Dazu habe ich verschiedene Mischungen unterschiedlicher Regionen dieser Erde recherchiert. An Hand dessen könnt ihr dann schauen was euch schmeckt, oder ihr interessant findet. Vielleicht kann ich auch einfach nur den Anreiz geben sich mal an anderen Kräutern und Gewürzen zu versuchen.

Ich wünsche euch jetzt schon viel Erfolg beim zusammenstellen der eigenen Gewürz- und Kräutermischungen. Nicht zu vergessen – natürlich auch beim Genießen der köstlichen Rezepte, die ihr damit dann verfeinert.

Übersicht über Kräuter- und Gewürzmischungen

Unterschiedlich gemischte Gewürze und Kräuter gibt es zahllose. Angefangen von italienischen Kräutern, Kräutern der Provence, Curry, asiatische Kräutermischungen oder andere speziell für Weihnachten und viele viele mehr. Jetzt im Anschluss findet ihr eine Übersicht über typische Aromen dieser Welt, um euch für Kreation eigener Geschmäcker inspirieren zu lassen. Diese Liste soll keineswegs vollständig sein, das würde wohl auch nicht funktionieren. Dafür gibt es viel zu viele Kräuter und Gewürze und gerade das macht kochen ja interessant. Immer wieder kann man Neues ausprobieren.

Französische Kräutermischungen

Die französische Küche ist für ihre Aromen bei den Gourmets schon lange bekannt und sogar zum Weltkulturerbe erklärt. Da verwundert es nicht sehr, dass auch einige bekannte Kräutermischungen aus Frankreich kommen. Diese lassen sich einfach selbst herstellen oder als Inspiration für eigene Kreationen verwenden – Bon Appetit!

Kräuter der Provence

Die Kräuter der Provence gehören wohl zu den bekanntesten Kräutermischungen überhaupt. Wie der Namen schon vermuten lässt, hat diese Kräutermixtur ihren Ursprung in der Provence, einer Provinz im Süden Frankreichs. Aber jetzt einmal Hand auf´s Herz, wer hat eigentlich schon einmal geschaut, was da wirklich drin ist. Eigentlich egal, denn ein festes Rezept dafür gibt es wohl nicht. Vielmehr ist es immer eine individuelle Variation von Kräutern.

Trotzdem gibt es bestimmte Kräuter, die meist mit dabei sind. Dazu gehören zum Beispiel Rosmarin, Thymian, Bohnenkraut, Lorbeer und Majoran. Das sind alles Pflanzen die in Südfrankreich auch wild wachsen.

Variiert wird diese Kräutermischung oft mit weiteren Zutaten, wie etwa Wacholder, Kerbel, Anis, Basilikum, Fenchel, Lavendel, Oregano, Estragon, Salbei oder auch Liebstöckel.
Bei den Kräutern der Provence handelt es sich eigentlich um eine Universal-Kräutermischung, die in sehr vielen Gericht und auch Salaten gut schmeckt.

Rezept: Kräuter der Provence

  • 1 EL Oregano
  • 1 EL Rosmarin
  • 1 EL Bohnenkraut
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Basilikum

Das ist eine Möglichkeit der Zubereitung einer Kräuter der Provence Kräutermischung. Hier ist es jedem frei selbst ein bisschen zu experimentieren.

Fines herbes

Auch aus Frankreich aber weniger bekannt ist die fines herbes Kräutermischung. Übersetzt heißt diese auch so viel wie „feine Kräuter“. Das ursprüngliche Rezept beschränkte sich auf lediglich vier Kräuter, die in gleichen Teilen gemischt wurden: Estragon, Kerbel, Petersilie und Schnittlauch.

Aber auch hier finden sich zahlreiche Variationen, in denen weitere Zutaten hinzugegeben werden. So finden sich hier häufig auch Basilikum, Bibernelle, Rosmarin und Thymian unter den Kräutern einer fines herbes Kräutermischung.

Diese Mixtur eignet sich prinzipiell auch für fast alles zum Würzen, ob Suppe, Fleisch, Fisch oder Salat.

Rezept: fines herbes

  • 1 EL Schnittlauch
  • 1 EL Petersilie
  • 1 EL Estragon
  • 1 EL Kerbel

Hierbei handelt es sich um das ursprüngliche Rezept von fines herbes.

Café de Paris

Bei Café de Paris handelt es sich in der ursprünglichen Form nicht um eine Kräutermischung. Vielmehr steht der Begriff vorwiegend für eine bestimmte Butter oder eine Sauce, welche mit dieser Buttersorte hergestellt wird. Allerdings liegt dem eine bestimmte Kräuter- und Gewürzmischung zu Grunde, welche zur Herstellung benötigt wird. Heutzutage kann man diese Mixtur natürlich auch einfach kaufen. Sie ist vor allem bei Grillfreunden beliebt und eignet sich hervorragend, um seine eigene Kräuterbutter selber zu machen.
In der Kräutermischung Café de Paris finden sich folgende Kräuter: Basilikum, französischer Estragon, Petersilie, Majoran, Thymian, Knoblauch, Chili, Salz, Pfeffer und eine Zwiebel.

Rezept: Café de Paris Kräutermischung

  • 1 getrocknete Zwiebel
  • 1,5 TL Petersilie
  • 1 TL Basilikum
  • 1 TL Estragon (französischer)
  • 1 TL Majoran
  • 1 TL Thymian
  • 1 Zehe Knoblauch (getrocknet, gehackt)
  • Chilipulver (nur ein bisschen)
  • Salz
  • Pfeffer

Brasilianische Kräuter

Jede Küche hat ihre eigenen Kräuter und Gewürze, die häufig Verwendung finden, so auch die Brasilianische. Dort findet man etwa in ganz vielen Speisen Koriander. Den verwendet man in dem Land der Samba-Rhythmen wie bei uns etwa die Petersilie und steht deshalb für den typisch brasilianischen Geschmack.

Man isst dort aber auch gerne Knoblauch, nicht zu viel, aber in Spuren ist er doch sehr häufig anzutreffen. Außerdem darf es gerne mal etwas schärfer sein. Dafür gibt es eine Chilisorte, die dort eigentlich in keinem Haushalt fehlen darf, die Pimenta Malagüta. Ebenso verhält es sich mit dem Pimente do Reino, wörtlich übersetzt heißt das soviel wie „Königspfeffer“. Dabei handelt es sich um eine Pfeffersorte, die unserem schwarzen Pfeffer ähnelt.

Nachdem jetzt schon geklärt ist, welcher Geschmack in Brasilien vorherrscht, könnt ihr entsprechend eure eigene brasilianische Kräutermischung zubereiten.

Cheiro Verde

Eine ganz typische fertige Kräutermischung in Brasilien ist die Cheiro Verde. Das bedeutet übersetzt „grüner Duft“ und deutet somit schon auf die farbliche Gestaltung hin. Hierfür wurden traditionell Schnittlauch, Petersilie, Koriander und grüne Minze in einem Kräuterbündel zusammengebunden. Dieses kommt dann beim Kochen mit in die Pfanne oder den Topf, wurde aber vor dem Essen wieder herausgenommen.

Kräuter aus Thailand

Die thailändische Küche ist mittlerweile weltberühmt. Sie schmeckt frisch, ist sehr gesund und sehr sehr lecker. Auch hierfür stehen ganz bestimmte Kräuter die bei der Zubereitung der Speisen Verwendung finden.

Gewuerzmischungen

So bekommt man die Gewürze bei uns leider nur selten zu Gesicht. Wer aber einmal auf einem Gewürz-Markt war, wird den Geruch niemals vergessen.

Wer schon mal in Thailand war und das Privileg hatte die dortige Küche im Original testen zu dürfen, dem fällt vor allem eines ganz schnell auf. Vor allem im Süden des südostasiatischen Staates isst man scharf! Für unseren mitteleuropäischen Gaumen oft ein bisschen zu scharf. Dafür verantwortlich ist meist der Thai Chili. Dieser wurde aber erst später Bestandteil der traditionellen thailändischen Küche. Zuvor wurden die Gerichte hauptsächlich mit Ingwer und dazu Galgant (Thai-Ingwer) sowie Pfeffer geschärft, beides Gewürze die man immer noch überall in Thailand antrifft.

Für einen besonderen Duft, vor allem an Suppen, sorgt das haarige Basilikum. Sein Namen erhielt es durch die kleinen Härchen auf den Blättern. Weiterhin ganz typisch sind Zitronengras, das Thai-Basilikum und Koriander.

Spezielle Kräutermischungen aus Thailand sind mir jetzt nicht bekannt. Hier bleibt also jede Menge Spielraum für eigene Experimente.

Kräutermischung aus Argentinien

Argentinien ist in Sachen Kräuter nicht nur für seinen immer beliebter werdenden Mate-Strauch bekannt. Daraus hat sich mittlerweile eine Vielzahl an Produkten entwickelt, wie etwa der Mate-Tee der zu einem Kultgetränk avancierte. Argentinien hat auch seine ganz eigene und über die Grenzen des Landes bekannte Kräutermischung.

Chimichurri-Kräutermischung

Bei Chimichurri handelt es sich um eine beliebte argentinische Sauce, die zu allerlei Gerichten gereicht wird. Sie ähnelt dem, was wir aus Italien als Pesto kennen. Den Geschmack verdankt diese „grüne Sauce“ einer ganz bestimmten Kräutermischung. Diese basiert hauptsächlich auf einer Vielzahl von mediterranen Kräutern und Gewürzen.
Die Basis bildet Petersilie, zu der dann Oregano, Thymian, Chili, Knoblauch, Lorbeer, Paprikapulver, Zwiebel, Salz und Pfeffer hinzugegeben werden.

Rezept: Chimichurri-Kräutermischung

  • 1 Bund Petersilie
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL Thymian
  • Chilipulver (nach Belieben – empfohlen etwa ¼ TL)
  • 3 bis 4 Knoblauchzehen
  • 1 TL Lorbeer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 getrocknete Zwiebel
  • 1 TL Salz
  • 1 TL schwarzen Pfeffer

Alle Zutaten sollten natürlich getrocknet und als Pulver oder gerebelt/ gehackt in die Chimichurri Kräutermischungen gegeben werden.

Schweizer Kräuter

Die Schweiz ist bekannt und beliebt für ihre Berge, Almen und wunderschöne Landschaften. Dort wachsen auch heute noch viele Kräuter wild. Nicht nur durch eine bekannte Bonbon-Sorte hat sich das kleine Land einen Ruf für aromatische Kräuter aufgebaut. Eine ihrer bekanntesten Kräutermischungen kommt aus dem schönen Tessin – die Tessiner Kräuter.

Tessiner Kräuter

Die Tessiner Kräuter sind ein Allrounder in der Schweizer Küche. Sie eigenen sich für eine Vielzahl an Gerichten und auch für vegane Rezepte, wie Gemüsegerichten oder der Minestrone. Deshalb lohnt es sich auch diese Kräutermischung etwas genauer zu betrachten.

Die Tessiner Kräuter setzen sich aus einer großen Anzahl verschiedener Kräuter und Gewürzen zusammen. Zusätzlich werden aber auch Pilze dazugegeben. Bei diesen empfehle ich immer einfach bunt zu mischen: Beispielsweise Steinpilze, Champignons und Pfifferlinge. Darüber hinaus brauchen wir für die Tessiner Kräuter noch getrocknete Zwiebeln, Paprikapulver, Rosmarin, Oregano, Basilikum, Petersilie, Sellerie, grünen oder schwarzen Pfeffer, Koriander und Majoran.

Rezept: Tessiner Kräuter

  • 2 TL Pilze (bunt gemischt)
  • 1,5 TL getrocknete Zwiebeln
  • 1,5 TL Rosmarin
  • 1,5 TL Paprikapulver
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL Basilikum
  • 1 TL Petersilie
  • 1 TL Sellerie
  • 1 TL Pfeffer (grün oder schwarz)
  • 0,5 TL Majoran
  • 0,5 TL Koriander

Italienische Kräutermischungen

Mit den italienischen Kräutermischungen verhält es sich ein bisschen wie mit den Kräutern der Provence. Es gibt sie überall zu kaufen, aber ein wirklich einheitliches Rezept für die eine italienische Kräutermischung gibt es auch dafür nicht. Vielmehr wird darunter eine individuelle Mischung verschiedener mediterraner Kräuter verstanden.

Kraeuterbuendel

Frische Kräuter sind natürlich durch nichts zu ersetzen, aber wer sie sich trocknet, kann auch im Winter davon profitieren.

Italienische Kräuter

Die beliebtesten italienischen Kräuter sind wohl Basilikum, Knoblauch, Salbei, Oregano, Rosmarin, Thymian, Petersilie, Minze, Muskatnuss und Dill. Die brauchen wir nicht alle für eine wirklich leckere Kräutermischung. Die Entscheidung liegt aber bei jedem selbst was er darin haben möchte und ist nur durch die eigene Phantasie begrenzt. Wir haben hier beispielhaft ein mögliches Rezept für eine italienische Kräutermischung gewählt, welches mit relativ wenigen Zutaten auskommt. Verfeinern kann dann jeder nach seinem eigenen Geschmack.

Rezept: Italienische Kräuter

  • 2 EL Oregano
  • 2 EL Basilikum
  • 1 EL Rosmarin
  • 1 EL Thymian
  • 1 TL Salbei

Natürlich sind auch hier, für diese italienischen Kräuter alle Zutaten getrocknet.

Toskanische Kräuter

Natürlich gibt es in Italien, wie auch in Frankreich in vielen Regionen eigene Kräutermischungen die das besondere Geschmackserlebnis in den jeweiligen Gebieten ausmacht. So auch in der wohl bekanntesten Region Italiens, der Toskana. Auch hier bedient man sich den typisch italienischen Kräutern und variiert etwa nur die Mengen und einzelne Zutaten.

Rezept: Toskanische Kräuter

  • 2 EL Oregano
  • 2 EL Rosmarin
  • 2 EL Salbei
  • 2 EL Thymian
  • 2 EL Majoran

Der Geschmack Afrikas

Die afrikanische Küche ist bei den Europäern in großen Teilen weniger bekannt. Sie ist meist einfach und gesund und hat ihren ganz eigenen Geschmack, der sich natürlich auch an den dort verwendeten und kombinierten Gewürzen widerspiegelt.

Zahtar

Zahtar ist eine der Gewürzmischungen Nordafrikas, findet aber auch im Nahen Osten oder der Türkei Verbreitung. Traditionell wurde sie aber mit Olivenöl gemischt und das Fladenbrot vor dem Backen damit bestrichen. Heute findet Zahtar in vielen Gerichten Anwendung. Es eignet sich für Soßen, Reisgerichte, Gemüse oder auch Fleisch und Fisch.
Betrachtet man die Zutaten von Zahtar fällt schon auf, dass sich die Zusammensetzung dieser Gewürzmischung von den bisher erwähnten etwas unterscheiden. So finden sich darin auch exotische Kräuter und Gewürze, wie etwa Bohnenkraut, Sumach und getrocknete Limettenschale. Die Basis von Zahtar bildet zudem Sesam. Zusätzlich benötigt werden Basilikum, Thymian, Majoran und Salz.

Rezept: Zahtar

  • 8 EL Sesamsaat
  • 3 EL Thymian
  • 3 EL Majoran
  • 2 EL Basilikum
  • 2 EL Bohnenkraut
  • 1 bis 2 EL getrocknete Limettenschale
  • 1 bis 2 EL Sumach
  • 1 TL Salz

Harissa Gewürzmischung

Harissa gibt es als Paste und als Gewürzmischung. Sie kommt aus dem Norden von Afrika und erfreut sich in der gesamten arabischen Welt größter Beliebtheit. Aber auch hier hat diese scharfe Köstlichkeit Einzug in die Standardausstattung des Gewürzschrankes gefunden. Harissa wird mit bis zu 20 unterschiedlichen Kräutern und Gewürzen hergestellt und ist traditionell sehr scharf. Dafür verantwortlich ist vor allem Chili und Cayennepfeffer.

Die Zutaten für Harissa als Gewürz variieren. Wo man auch hingeht, findet man unterschiedliche Variationen. Für die Zubereitung verwendet werden darf vieles. Häufig findet man darin Chilis, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Salz, Knoblauch und Cayennepfeffer. Das folgende Rezept soll nur als Inspiration dienen, eine stickte Anleitung für dessen Zubereitung gibt es meines Wissens nach nicht.

Rezept: Harissa Gewürz

  • 100g Chilischoten
  • 4 bis 6 TL Knoblauch
  • 4 EL Salz
  • 6 EL Koriander
  • 4 EL Kreuzkümmel

Gewürzmischung aus den USA

Auch in den USA gibt es verschiedene Geschmäcker. Diese haben die Vielzahl der unterschiedlichen Einwanderer mitgebracht. So hat jede Region, jeder Bundesstaat und auch jede ethnische Gruppe einen eigenen Geschmack.

Cajun Gewürzmischung

Die Cajun-Küche ist eine einfache Küche, ähnlich der Kreolischen. Heute kennt man sie von den französischstämmigen Einwanderern von Louisiana, einem Bundesstaat im Süden der USA. Nicht verwunderlich, dass es auch hier eine eigene Gewürzmischung gibt, die Cajun Gewürzmischung. Aber Vorsicht auch diese ist leicht scharf!

Wie könnte man es anders erwarten, gibt es auch diese in verschiedenen Variationen. Die Basis besteht dabei aus Thymian, schwarzem Pfeffer, Zwiebeln, Majoran, Knoblauch, Salz, Paprikagewürz und Cayennepfeffer. Es existieren aber auch noch Varianten mit Kreuzkümmel, buntem Pfeffer und Lorbeer.

Rezept: Cajun Gewürzmischung

  • 2 TL Paprika (edelsüß)
  • 1,5 TL Majoran
  • 1,5 TL Salz
  • 1,5 TL Knoblauch
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL schwarzen Pfeffersorte
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 EL Cayennepfeffer
  • Wie erwähnt könnt ihr das Ganze noch mit weiteren Zutaten aufpeppen:
  • 0,5 TL Kreuzkümmel
  • 0,5 TL Lorbeer
  • bunter Pfeffer statt reinem schwarzem Pfeffer

So schmeckt Weihnachten

Jeder kennt ihn, den Geschmack von Weihnachten. Zu dieser Jahreszeit lieben wir ganz besondere, eher schwerere Aromen. Für diese sind auch sehr spezielle Gewürze verantwortlich. Wir kennen von Lebkuchen, Glühwein oder Bratäpfeln. Diese Weihnachtsgewürzen handelt es sich hauptsächlich um Zimt, Nelken, Kardamom, Koriander, Muskatnuss, Piment, Sternanis oder auch Ingwer.

Die Geschmäcker der bekannten Weihnachtsspezialitäten setzen sich eigentlich alle hauptsächlich aus diesen Gewürzen zusammen. Schauen wir uns einmal ganz typische Gewürzmischungen für die Weihnachtszeit näher an.

Weihnachtsgewuerz

Weihnachtsgewürze: Zimt, Nelken und viele anderen tollen Gewürze verbreiten zu Weihnachten den typischen Geruch.

Lebkuchengewürz

Für den herrlichen Geschmack von Lebkuchen sind etwa Zimtstangen, Nelken, gemahlener Koriander, Ingwer und Kardamom verantwortlich.

Glühweingewürz

Glühwein ist bei uns das klassische Weihnachtsgetränk und steht stellvertretend für den Geschmack von Weihnachten. Zur Zubereitung von Glühwein braucht man Zimtstangen, Sternanis, Orangen- und Zitronenschalen sowie Nelken.

Bratapfelgewürz

Das typische Aroma für einen Bratapfel bekommst du mit Vanille, Zimt und Nelken.

Also Weihnachten kann jetzt kommen. Mit den richtigen Kräuter- und Gewürzmischungen bist du für alle Weihnachtsleckereien gut gerüstet.

Ich hoffe wir konnten euch mit diesem Artikel einen kleinen Überblick über die unterschiedlichen Kräutermischungen und Gewürze der Welt geben. Natürlich gibt es noch viel mehr, aber alle könnte man niemals alle auflisten. Vielmehr sollte es einen Anreiz geben euch selbst ein bisschen auszuprobieren, wenn ihr etwa die getrockneten Kräuter aus dem eigenen Garten zu eigenen Kräutermischungen kombinieren wollt.

Gerne dürft ihr uns schreiben, welche spannenden Rezepte da bei euch herausgekommen sind, oder ihr hinterlasst uns einfach einen Kommentar :)

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  • Piérre Martin sagt:

    Einfach nur GUT

    Etwas besseres habe ich im WEB noch nicht gefunden.
    Finde die Darstellung enorm informativ und bin mit den Aussagen
    voll einverstanden.

    Nur etwas habe ich vermisst: Die Warnung vor Gewürzen, die
    speziell aus China eingeführt werden.
    Habe im Reich der Mitte über 7 Jahre gelebt und die giftige Umwelt
    auf der eigenen Haut erfahren müssen. Dass Lebensmittel aus China
    belastet sein können ist kein Geheimnis mehr (oder doch?)

    Das Gift aus unzähligen Fabriken und Stromerzeugern wird ungefiltert
    in Flüsse, Luft und Boden abgelassen. Bio-Wirtschaft made in China?
    Bio-Siegel werden gekauft, gaukeln dem Verbraucher vor: „Wir arbeiten für gesund“.
    Die Chemie-Säcke liegen dann versteckt hinter den Treibhäusern.
    Die Sache ist eher peinlich. Es existieren nur sehr wenige echte Premium-
    Anbaugebiete, diese sind ausschließlich der chinesischen Oberschicht
    vorbehalten.

    Piérre Martin
    Scientist for nutrition and rural economy

  • Ute weidenthaler sagt:

    Sehr deutliche Beschreibung, und für alle die selbst mischen wollen gut nachvollziehbar.
    Ute weidenthaler
    Kräuterfan

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