Brennesseltee – gesundes Hausmittel zum selber machen

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Für viele Menschen sind Brennesseln lediglich lästiges Unkraut, das brennt sobald man es anfasst und deshalb stört es. Dabei ist die Brennessel eine der besten und gesündesten Pflanzen im heimischen Garten. Zum Beispiel kann man daraus ganz einfach gesunden Brennesseltee selber machen.

Brennesseltee: Inhaltsstoffe

Wegen seiner Inhaltsstoffe ist die Brennessel seit Jahrtausenden als Heilmittel hoch geschätzt. Über den Tee aus den getrockneten Blättern der Pflanze können diese von unserem Körper zudem sehr gut aufgenommen werden. Brennesseln gehören zu den eisenhaltigen Lebensmitteln und sind somit sehr gut für die Bildung von neuen Blutkörperchen und der Versorgung von Sauerstoff.
Weiterhin findet sich im Brennesseltee Kieselsäure, ähnlich wie Kieselerde fördert diese gesunde Haare und Fingernägel. Auch andere Mineralien wie etwa Kalium und Kalzium sind ausreichend in der Brennesseln enthalten. Die Liste der Inhaltsstoffe ist noch viel länger. Insgesamt kann man seinem Körper mit Brennesseltee richtig was Gutes tun.

Brennesseltee: Wirkung und Nebenwirkungen

Insbesondere im Frühjahr hat der Brennesseltee Saison. Obwohl er für viele vom Geschmack her gewöhnungsbedürftig ist, wird er zu dieser Zeit häufig aufgrund seiner entschlackenden Wirkung in Verbindung einer Fastenzeit getrunken. Darüber hinaus hemmen die Inhaltsstoffe des Brennesseltees entzündungsfördernde Stoffe in unserem Körper, wie etwa Leukotriene oder auch Prostaglandine. Gerade bei Rheuma und anderen Gelenkerkrankungen wird deshalb der Tee empfohlen. Neben der entgiftenden und entzündungshemmenden Wirkung kann er auch zum Schleimlösen oder zur Anregung des Stoffwechsels eingesetzt werden.

Wer besonders von der Wirkung des Brennesseltees profitieren möchte, der sollte aber auf möglichst frische Blätter zurückgreifen. Das ist leider nicht so einfach, denn während des Winters oder auch am Anfang des Frühjahrs kann man das Gartenkraut leider nur getrocknet kaufen. Das übrige Jahr gibt es ihn aber direkt aus dem Garten.

Brennessel gehören zu den gesündesten Pflanzen im Garten. Über den Tee wirken dessen Inhaltsstoffe auch in unseren Körper.

Brennessel gehören zu den gesündesten Pflanzen im Garten. Über den Tee wirken dessen Inhaltsstoffe auch in unserem Körper.

Mit Brennnesseltee abnehmen

Wer nur auf die Waage sieht, der bekommt alleine durch die stark entwässernde Eigenschaft des Brennesseltees einen „Gewichtsverlust“ hin. Dabei handelt es sich aber nur um einen kurzfristigen Effekt, welcher möglichst schnell durch ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit wieder ausgeglichen werden sollte. Tatsächlich kann der Tee aber Diäten unterstützen, da er unseren Stoffwechsel ankurbelt und damit beim Abnehmen unterstützt.

Mit Brennesseltee entwässern

Er wirkt harntreibend, was hilft Giftstoffe aus dem Körper auszuschwemmen. Gerade bei Blasen- und Nierenbeschwerden wird deshalb gerne auf die Wirkung von Brennesseltee zurückgegriffen. Wichtig ist es auch hier wieder durchgehend ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder nicht entwässernden Tees nachzutrinken.

Brennesseltee in der Schwangerschaft

Aufgrund seiner stark entwässernden Wirkung wird Brennesseltee in der Schwangerschaft eher nicht empfohlen. Zwar gehen die Meinungen hier deutlich auseinander, aber durch die Auswaschung der Nährstoffe kann es sein, dass eine optimale Versorgung des Ungeborenen nicht mehr gewährleistet werden kann. Darüber hinaus klagen viele Schwangere nach dem Genuss von Brennesseltee über Schlaflosigkeit oder erhöhte Unruhe. Diese überträgt sich natürlich auf das Kind und sollte folglich vermieden werden.

Brennesseltee fördert den Haarwuchs

Nicht nur als Getränk lässt sich Brennesseltee verwenden. Es kann auch äußerlich bei fettigen und schuppigen Haaren Anwendung finden. Dafür wird der abgekühlte Tee in das Haar und die Kopfhaut einmassiert. Durch das Einwirken fördern die Inhaltsstoffe die Durchblutung und dadurch wird das Haarwachstum angeregt. Das man auf diese Art Haarausfall verhindert oder bereits fortgeschrittenen Haarverlust rückgängig machen kann wird jedoch angezweifelt.

Brennesseltee selber machen

Wer möchte, der kann fertigen Brennesseltee kaufen, allerdings kann man ihn auch sehr einfach selber machen. Es gibt fast keinen Garten, in dem sich nicht in irgendeiner Ecke Brennnessel verstecken. Am besten zieht ihr euch Handschuhe an und pflückt die Blätter ab. Diese könnt ihr dann schonend wie andere Kräuter trocknen lassen und als Tee trinken. Werden die getrockneten Blätter kühl, schattig und trocken gelagert, dann sollte der gewonnene Brennesselvorrat locker bis zum nächsten Frühling durchhalten.
Für eine große Tasse Brennesseltee braucht ihr ungefähr einen gut gehäuften Esslöffel getrockneter Blätter. Diese gebt ihr einfach in ein Tee-Ei und übergießt es mit Wasser. Jetzt noch 10 Minuten ziehen lassen und der Tee ist fertig.

Brennesseltee kaufen

Wie gesagt, Brennesseltee muss man nicht kaufen. Wer sich aber keinen eigenen Vorrat sammeln möchte, der findet ihn in jeder Drogerie oder auch in Supermärkten. Inzwischen ist Brennesseltee schon lange kein Geheimtipp mehr.

Was aber durchaus noch eher unbekannt ist, ist die Wirkung von Brennesselsamen. Aus Brennesseln kann man nämlich nicht nur Tee herstellen, sondern auch vielfältige andere leckere Gerichte in der Küche zaubern. Heute ist das bewährte Gartenkraut wieder langsam auf dem Vormarsch und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

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