Farro – ein Getreide aus der italienischen Küche

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Farro ist ein ganz besonderes Getreide, häufig verwendet in der italienischen Küche. Farro-Risotto oder Tagiatelle al Farro sind Spezialitäten, die auch gerne in Feinkostläden angepriesen werden. Original Farro aus Italien ist schon echt etwas Leckeres.

Was ist Farro?

Es schmeckt nussig, passt in Suppen als Beilage und auch viele klassische italienische Salate entstehen auf der Grundlage von Farro. Auch gibt es im Urlaub feine Farro-Pasta oder -Risotto auf den Speisekarten. Mit einer sehr schmackhaften Beschreibung lässt sich der Italienurlauber so gerne mal an neue Geschmacksufer treiben.

Farro ist aber eigentlich nichts anderes als Emmer oder Dinkel. Beides sind sogenannte Urgetreide, welche schon seit tausenden Jahren in Deutschland angebaut werden und derzeit wieder eine Renaissance hierzulande erfahren. Das Essen aber verliert seinen Zauber. Aus der „zuppa al farro“ wird jetzt schnell der Dinkeleintopf und aus den besonderen „pasta al farro“ Dinkelnudeln. Was man zu Hause gerne mal als Vollkornnudeln abtut, wird in einem anderen Licht zur ganz besonderen Spezialität.

Farro richtig zubereiten

Um die Geschmacksillusion aber aufrecht zu erhalten, bleiben wir beim Farro und legen den Dinkel und auch den Emmer kurz beiseite. Wenn das der Preis für eine gesündere Küche ist, dann geht das in Ordnung. Weil es lohnt sich mal wieder öfter mit den alten Getreidesorten zu kochen und das nicht nur geschmacklich.

Wer sich selbst an das Urgetreide wagen möchte, dem sei die Angst genommen. In der Küche lässt es sich genauso einfach zubereiten, wie man es von Reis gewohnt ist. Einfach in der doppelten Menge Wasser für 40-50 Minuten kochen und anschließend kann man von der Beilage bis zum Salat alles mögliche daraus zaubern. Wer es ohnehin in Suppen oder Eintöpfen verwendet, der kocht Farro einfach mit den anderen Zutaten mit. Allerdings sollte man die unterschiedlichen Kochzeiten beachten, eventuell lohnt es sich für etwas knackigeres Gemüse Farro etwas vorzukochen. Wer es aber etwas eiliger hat, der kann die Kochzeit von Farro auch dadurch reduzieren, indem er die Körner vorher in ausreichend Wasser einweicht.

Farro – Emmer und Dinkel

Farro ist tatsächlich im Vergleich zu Weizen oder Roggen ein kleiner Quell der Gesundheit. Nahezu unverändert hat das Korn die letzten Jahrtausende überstanden. Dabei ist ihm gerade sein größter Nachteil zum Vorteil geworden. Werder Dinkel noch Emmer sind von Grund auf besonders ertragsreiche Getreidesorten. Aus diesem Grund lagen sie auch nicht im Fokus der Ernährungswirtschaft und die guten Inhaltsstoffe wurden auch nicht zu Gunsten von noch mehr Ertrag weggezüchtet.

Urgetreide sind wieder salonfähig und werden erneut vermehrt genutzt. Dadurch lassen sich die gesunden Körner auch wieder einfach im Supermarkt oder zumindest im Bioladen kaufen. Zwar ist Farro etwas teurer als normales Getreide, aber man sollte nicht vergessen, dass die Körner noch aufquellen. Aus einer Packung Farro, lässt wird somit ohne weiteres eine ganze Großfamilie satt. Wer dennoch etwas sparen möchte, der braucht nicht unbedingt den „Farro perlato“ aus dem italienischen Feinkostgeschäft, das halbe Kilo Emmer tut es nämlich auch.

Farro ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass sich mit dem richtigen Namen und Hintergrund aus dem einfachen Landessen eine wahre Spezialität zaubern lässt. Wer versucht seine Gäste zu beeindrucken sollte sich das ebenfalls zu Nutze machen. Mit dem Emmereintopf werdet ihr als Vorspeise deutlich weniger Punkte sammeln, als mit einer traditionellen „zuppa al farro“ nach italienischen Originalrezept.

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2 Kommentare


  1. Danke für die Information. Hat mich gefreut zu lesen.Ich habe nämlich ein Paket farro perlato geschenkt bekommen.

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