Verarbeitetes Fleisch macht psychisch krank

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Eine sogenannte Manie zeichnet sich laut Definition durch ein intensives Hochgefühl, eine übersteigerte und häufig unbegründete gute Laune sowie erhöhte persönliche Leistungsfähigkeit aus. Betroffene empfinden sich selbst als außergewöhnlich leistungsstark, kreativ und schöpferisch. Außerdem haben sie ein geringes Schlaf-und Erholungsbedürfnis. Klingt eigentlich ganz gut. So sehen es auch die meisten Betroffenen, sie fühlen sich weder krank oder hilfsbedürftig.

Diese noch eher harmlose Stimmung kann aber schnell in Euphorie kippen, bei der die Realität nicht mehr gut eingeschätzt werden kann. Es kann zu akustischen oder optischen Halluzinationen kommen. Oder zur Enthemmung in verschiedenen Bereichen, beispielsweise Kaufrausch über die finanziellen Möglichkeiten hinaus. Klingt die Manie wieder ab, fühlen sich die Betroffenen oft schuldig und kämpfen mit Schamgefühlen.

Nitrate im Fleisch lösen Manien aus

Dass nun verarbeitetes Fleisch ein Auslöser für solche Manien sein kann, wurde in einer Untersuchung der Wissenschaftler der Johns Hopkins University überraschend festgestellt. In der Studie untersuchten die Forscher mehr als 1000 Freiwillige, einschließlich Personen mit psychischen Störungen. Sie konnten dabei feststellen, dass Teilnehmer die verarbeitetes Fleisch konsumieren dreieinhalb Mal häufiger wegen einer Manie ins Krankenhaus mussten, als Teilnehmer die kein verarbeitetes Fleisch aßen.

Die Forscher konnten sogar den auslösenden Stoff im verarbeiteten Fleisch herausarbeiten. Nitrate, die als Konservierungsmittel im Fleisch verwendet werden, beeinflussen das Gehirn und die Darmbakterien von Menschen negativ und begünstigen damit das Auftreten von manischen Episoden. Eine Auswirkung auf andere psychischen Krankheiten durch Nitrate konnten die Wissenschaftler nicht feststellen.

Um ihre Entdeckung zu stützen, mischten die US-Forscher Nitrate in die Nahrung von Ratten. Diese zeigten bereits nach wenigen Wochen Anzeichen einer Manie, außerdem waren ihre Nervenbahnen im Gehirn verändert, vergleichbar mit denen von Menschen mit bipolarer Störung, bei welcher sich Manie und Depression abwechseln. So konnten sie also nachweisen, dass die Nitrate im Fleisch nachhaltig die Gehirnstruktur verändern.

Getrocknetes und gepökeltes Fleisch als Risikofaktor Nummer 1

Interessanterweise konnten die Forscher außerdem feststellen, dass Fisch oder andere Fleischprodukte, die ebenfalls mit Nitraten behandelt waren, keinen so signifikanten Zusammenhang zu Manien zeigten, wie getrocknetes Fleisch wie Meat Sticks oder Jerky. Diese Snacks sind vor allem in den USA beliebt. Hierzulande findet man Nitrate in Wurst, Speck, Burgern und anderem gepökelten Fleischwaren.

Zusammenfassend kann gesagt werden: verarbeitetes Fleisch, ob mit oder ohne Nitrate, sind schädlich für uns und sollten partout vermieden werden. Es verursacht Darmkrebs, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann auch psychische Störungen entstehen lassen.

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