Gefahr im Essen: Glutamat

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In vielen Fertigprodukten, Gewürzmischungen und Speisen aus Großküchen und Kantinen ist Glutamat enthalten. Bei der chemischen Substanz Glutamat handelt es sich um einen Geschmacksverstärker, der immer noch fast allen unseren industriellen Lebensmitteln zugesetzt wird. Doch ist Glutamat wirklich unbedenklich oder sogar gefährlich?

Was ist Glutamat?

Glutamat ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers, er wird hauptsächlich in den Nervenzellen unseres Gehirns als Botenstoff hergestellt. Aber auch Lebensmittel wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Gemüse enthalten von Natur aus geringe Mengen Glutamat. Zusätzlich wird vielen unserer Lebensmittel industriell hergestelltes Natriumglutamat als Geschmacksverstärker zugesetzt.

Wie wirkt Glutamat?

Das weiße Pulver Glutamat verstärkt den natürlichen Geschmack von Lebensmitteln, besitzt dabei jedoch kaum einen Eigengeschmack. Das japanische Wort „umami“, was übersetzt so viel wie „schmackhaft“ bedeutet, beschreibt den Geschmack von Glutamat. Zusätzlich zu unseren vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter gibt es umami, welches die geschmacksverstärkende Wirkung von Glutamat umschreibt.

Gefahren von Glutamat

Der Geschmacksverstärker Glutamat steht im Verdacht zahlreiche schädliche Auswirkungen zu besitzen. Nicht nur für einen übermäßigen Appetit, Diabetes, Herzkrankheiten und Fettleibigkeit soll Glutamat verantwortlich sein, sondern auch für Kopfschmerzen, Übelkeit, Gliederschmerzen, Herzrasen, Schwindel und starke Schweißausbrüche oder auch kurz dem „China-Restaurant-Syndrom“. Das China-Restaurant-Syndrom bezeichnet eine Unverträglichkeit von Glutamat mit zahlreichen Symptomen nach dem Essen. Der Name dieses Phänomens beruht auf den großen Mengen Glutamat, die in der asiatischen Küche häufig verwendet werden. Zusätzlich stellt sich nach dem häufigen Konsum von Glutamat über einen längeren Zeitraum ein Gewöhnungseffekt ein, der dazu führt, dass gewöhnliche Nahrungsmittel ohne den Zusatz von Geschmacksverstärkern fade und geschmacklos erscheinen.

Woran erkennt man Glutamat in Lebensmitteln?

Glutamat tarnt sich auf den Zutatenlisten von Lebensmitteln unter zahlreichen Begriffen wie zum Beispiel E 620 bis E 625, Würze, Aroma, fermentierter Weizen, Sojaextrakt, gekörnte Brühe oder Hefeextrakt. Besonders häufig ist Glutamat in Fertig- und Tütenprodukten, Chips, Gewürzmischungen und Speisen aus Großküchen enthalten. Ein genauer Blick auf die Verpackung ist bei dem Verzicht auf Glutamat unerlässlich.

Fazit: Glutamat

Zwar sind die gefährlichen Auswirkungen des Geschmacksverstärkers Glutamat noch nicht endgültig belegt, dennoch wird dazu geraten den Konsum von Geschmacksverstärkern stark zu reduzieren oder ganz auf Geschmacksverstärker zu verzichten. Allgemein sollte immer eine naturbelassene Ernährung angestrebt werden ohne den Zusatz von künstlichen und chemischen Inhaltsstoffen.

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