Jackfruit: Was steckt hinter der Tropenfrucht?

Gesunde Ernährung / 5/5 (11) für diesen Beitrag
Veröffentlicht am

Die Jackfruit ist eine durchaus erstaunliche Frucht. Sie hält so manchen Rekord und erobert nun auch noch den deutschen Markt. Doch findet man die tropische Frucht nicht in der Obst- und Gemüseabteilung, sondern in den Regalen mit den vegetarischen und veganen Fleischersatzprodukten. Jackfruit statt Soja? Wie gesund ist der Fleischersatz aus der Jackfruit?

Die Jackfruit wird auch Jakobusfrucht oder Jackfrucht genannt. Sie wächst hauptsächlich in Ländern wie Indien, Bangladesch, Thailand, Indonesien und Sri Lanka. Mit ihrem Gewicht von bis zu 40 Kilo, einer Länge bis zu einem Meter und einem Durchmesser von 25 bis 50 cm ist sie die größte an Bäumen wachsende Frucht der Welt.

Im unreifen Zustand hat die Jackfruit eine leicht grünliche Farbe, erst wenn die Frucht reif ist färbt sich ihre Schale gelb. Der Geschmack einer reifen Jackfruit ist sehr süßlich und erinnert an eine Mischung aus Ananas, Mango, Papaya und Banane. Auch die bis zu 500 Kerne können verzehrt werden. In ihrem Hauptanbaugebiet Indien werden die weißlichen Kerne sogar zur Herstellung von Mehl verwendet oder gesalzen als Knabberei angeboten.

Die Jackfruit ist eine sehr stärkehaltige Frucht, aus diesem Grund wird sie in manchen Ländern, ähnlich wie Kartoffeln oder Reis, als Grundnahrungsmittel angesehen. Darüber hinaus enthält sie je nach Reifezustand lediglich 25 bis 70 kcal auf 100 g und ist zudem reich an Kalium, Magnesium und Vitamin C. Anders als Fleisch beinhaltet der Fleischersatz der Jackfruit jedoch kaum Eisen, Fett oder Eiweiß.

Soja ist zwar die bessere pflanzliche Eiweißquelle, doch durch seine faserartige Konsistenz eignet sich die Jackfruit optimal für den Ersatz von Fleisch. Der Biss ist fast identisch zum Original, so dass viele den Unterschied wohl gar nicht merken werden.

Für die Herstellung von Fleischersatzprodukten wird deshalb ausschließlich die unreife Jackfruit verwendet, da sie nur in diesem Reifezustand eine sehr fleischähnliche Konsistenz hat. Mit den richtigen Kräutern und Gewürzen sind die Fasern ein entsprechend leckerer Ersatz. Besonders gut eignet sich die Jackfruit als Fleischersatz für Frikadellen, Geschnetzeltes, Gulasch oder ein veganes Pulled Pork. Das unreife Fruchtfleisch findet man häufig in Dosen, tiefgefroren, vakuumverpackt oder bereits verarbeitet in Fleischersatzprodukten.

Leider hat die Jackfruit durch ihren weiten Transportweg aus den Tropen nicht die beste Öko-Bilanz. Wie bei anderen Produkten auch sollte beim Kauf zumindest darauf geachtet werden, dass die Früchte aus einem biologischen Anbau stammen.

Letztes Update vom
Bewerte diesen Beitrag:

Wie denkst du darüber?

Frisch ins Postfach?

Verwandte Themen?