Jeder siebte stirbt an den Folgen von Passivrauchen

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Rauchen ist ein massiver Risikofaktor für diverse nicht-infektiöse Krankheiten. Neben kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzinfarkt oder die periphere arterielle Verschlusskrankheit, die alle ihre Ursache in der Arteriosklerose haben, werden Augen, die Haut und das Immunsystem geschädigt. Für bestimmte Krebserkrankungen ist Rauchen der Hauptrisikofaktor, für viele andere Krebsarten immer noch ein großer Risikofaktor. Atemwegserkrankungen auf Grund von Rauchen gesellen sich zu den schwerwiegenden Folgen des Tabakkonsums.

Passivrauchen ist schädlicher als gedacht

Schön und gut, ich rauche nicht, mag man jetzt denken. Aber selbst Passivrauchen führt zu schweren Erkrankungen bis hin zum Tod. Mehr als jeder fünfte Nichtraucher ist immer noch Passivrauch ausgesetzt, sei es zu Hause, am Arbeitsplatz oder beim regelmäßigen Kneipenbesuch. Weltweit sterben so mehr als 600.000 Menschen weil sie Passivrauch ausgesetzt sind, darunter 165.000 Kinder, auch wenn zwei Drittel der Todesfälle bei Kindern durch Passivrauchen auf Afrika und das südliche Asien entfällt, wo die Kombination von Tabak und ansteckenden Krankheiten tödlich endet. Dennoch: auch in Deutschland sterben jährlich gut 100.000 und mehr Menschen an den Folgen des Rauchens, 2013 waren es 121.000 Menschen, was 13,5% aller Todesfälle entspricht. Jeder siebte Todesfall trat als Folge von langjährigem Tabakkonsum auf!

Vor allem der Blutdruck leidet unter Passivrauch. Wer Passivrauch ausgesetzt ist hat ein um 13 Prozent erhöhtes Risiko für Bluthochdruck. Lebt man mit einem erwachsenen Raucher zusammen, steigt das Risiko sogar auf 15 Prozent. War man dem Passivrauch zehn oder mehr Jahre ausgesetzt steigt das Risiko nochmals auf 17 Prozent. Ein hoher Blutdruck ist weltweit die häufigste Ursache für vorzeitige Todesfälle. Dauerhaft erhöhte Werte führen zu verschiedenen Organschädigungen woraus Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nephrosklerose und Schäden am Augen entstehen, die letztendlich zum Tod führen können.

Auch die Umwelt nimmt massiv Schaden

Aktuell wird mehr und mehr Wert auf den Schutz von Nichtrauchern gelegt, aber die Verbote und Richtlinien reichen nicht aus um Nichtraucher effektiv zu schützen. Passivrauch sollte vermieden werden, egal ob sich der Raucher im Raum oder außerhalb befindet, selbst niedrigste Mengen sind gefährlich. Hier in Berlin gäbe es noch viel Arbeit um Nichtraucher zu schützen. Zu viele Bars, Kneipen und Clubs sind reine Raucher-Locations die das Ausgehen erschweren. Und zu oft gibt man der Bequemlichkeit doch nach und setzt sich eben für den einen Drink mit in den Qualm. Der Gesundheit zu liebe sollte man konsequent werden und die Politik auffordern einen Landesweiten Nichtraucherschutz auszusprechen. Denn nicht nur der Qualm hat schädigende Auswirkungen auf unsere Gesundheit, auch die Stummel auf dem Boden tragen Gifte in die Erde und ins Grundwasser und schädigen Pflanzen, Wasserflöhe und Mikroorganismen. Die Kunststoffe und Weichmacher im Filter tragen zudem zum Problem von Mikroplastik in unserer Umwelt kräftig bei.

Rauchen ist ein vielfältiges Problem, das nicht nur den aktiven Raucher, sondern alle Menschen und Tiere betrifft. Im Zeichen des Umweltschutzes sollte auch dieses Problem von vielen Seiten angegangen werden. Die kleinen Stummel werden gerne vergessen, aber in der Summer macht Kleinvieh ziemlich viel Mist.

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