Uno wünscht sich Insekten auf dem Speiseplan – eine Alternative für eine gesunde Ernährung

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Das Wissen, dass es sich bei Insekten, Raupen und Larven um gesunde Ernährung mit vielen wertvollen Proteinen handelt ist wahrscheinlich einigen bekannt. Jetzt hat die Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft einen Bericht veröffentlicht, der die Vorteile einer derartigen Ernährung aufzeigt. Neu ist das aber nicht, denn für etwa 2 Milliarden Menschen stehen Insekten jeden Tag auf dem Speiseplan.

Insekten essen – viele Menschen erschaudern bereits bei dem Gedanken daran. Sie könnten sich niemals vorstellen, dass ab jetzt Libellen, Ameisen, Raupen und Bienen zu ihrer täglichen Ernährung gehören sollen. Aber genau das wünscht sich die Uno-Organisation für Ernährung und Landwirschaft in ihrem kürzlich veröffentlichen Bericht. Hier stellt sie die Vorteile einer Ernährung des Menschen durch Insekten dar. Aber nicht nur für den Menschen könnte dies als gesunde Nahrungsquelle dienen, auch als Tierfutter wären Insekten ideal.

Weltweit gibt es etwa eine Millionen verschiedene Arten von Insekten. Fast 2000 davon sind in vielen Bereichen unserer Erde bereits Teil der täglichen Ernährung des Menschen. Sie liefern wertvolle Proteine und Mineralstoffe und sind durch ihren hohen Nährwert eine echte Alternative für eine gesunde Ernährung.

Das ist aber nicht der einzige Vorteil. In der Aufzucht brauchen sie sehr wenig Futter und Wasser. Beides wird in Zukunft Mangelware sein. Deshalb bilden die Krabbeltiere in der Fachwelt schon lange eine Alternative für die Ernährung von Milliarden von Menschen. So könne gewährleistet werden, eine stetig steigende Weltbevölkerung zu ernähren. Erste Insektenfarmen gibt es bereits in Thailand, Vietnam und Laos. Allerdings fehlt hier die Produktion im größeren Maßstab.

Das jetzt plötzlich alle Menschen umsatteln auf die proteinreiche Insektennahrung ist unwahrscheinlich. Der Bedarf an tierischer Nahrung wird weiterhin steigen und damit enorme Umweltprobleme aufwerfen. Bereits jetzt werden fast die Hälfte der Fischproduktion zur Fleischproduktion in Form von Fischmehl verfüttert – eigentlich absurd. Um hier die weltweiten Fischbestände zu schonen könnte ohne Probleme gesundes Insektenmehl eingesetzt werden. Zudem verbrauchen sie bei der Aufzucht deutlich weniger Land und Wasser als etwa die Rinder- oder Schweinehaltung.

Ob sich eine gesunde Ernährung in Form von Ameisen, Bienen und Libellen durchsetzt steht noch aus. Klar allerdings sollte sein, dass unser jetziges Ernährungssystem sich nicht mehr all zu lange ausdehnen lässt und wir dringend Alternativen suchen müssen. Insekten sind hier eine Möglichkeit den Hunger dieser Welt zu stillen, allerdings bräuchte es hierfür auch ein Umdenken, wie bei einer vegetarischen oder sogar veganen Ernährung eben auch.

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