Die Banane: mehr als nur Obst

Die Banane ist Deutschlands liebste exotische Frucht. Lediglich der heimische Apfel kann ihr beim Obst den Rang ablaufen. Es gibt viele gute Gründe für den Verzehr der gelben Frucht und die schauen wir uns mal genauer an. Deshalb hier für euch eine Zusammenstellung wichtiger Fakten über die Banane. Seid gespannt, was sie alles kann.

Mit der in den westlichen Industrieländern um sich greifenden Gesundheitskultur trifft die Banane trifft wie die Faust aufs Auge. Sie ist laktosefrei, glutenfrei, vegan, gesund… alles Gütesiegel die wir unseren Lebensmitteln verleihen. Einziger Wermutstropfen ist, sie ist eine Tropenfrucht. Den Plantagen der großen Herstellern, wie Chiquita oder Dole, müssen oftmals viele Quadratkilometer an Regenwald auf der ganzen Welt weichen. Die Anbaugebiete der Bananen erstrecken sich weltweit über Südamerika, Afrika und Asien. Doch das ist wieder ein anderes Thema – dennoch wollte ich es an dieser Stelle vorab erwähnt haben.

Kochbanane vs. Dessertbanane

Banane ist nicht gleich Banane. Es gibt viele verschiedene Bananensorten. Wir kennen hauptsächlich die Dessertbanane. Sie ist besonders beliebt in der westlichen Welt und wird dort als wohlschmeckende süßliche Obstsorte geliebt. Gerade in den Ursprungsländern der Banane ist eigentlich die Kochbanane viel weiter verbreitet. Dort bildet sie ein Grundnahrungsmittel, wie hierzulande die Kartoffel. Schauen wir uns die beiden Sorten mal im Vergleich an.

Dessertbanane

Wir Europäer lieben die Dessertbanane. Fruchtig und süß essen wir sie als Powernahrung zum Sport oder als Nachtisch mit Eis oder Schokolade. Auch im Milchshake ist sie richtig lecker. Die in Europa meist verbreitete Sorte der Dessertbanane nennt sich „Cavandisch“. Sie lässt sich aufgrund ihres niedrigen Stärkegehalts von nur ein bis zwei Prozent im Vergleich zur Kochbanane auch einfach roh essen.

Kochbanane

Die Kochbanane ist bei uns vielerorts unbekannt. Wie der Name schon vermuten lässt, sollte man diese nicht roh verzehren, sondern vorerst kochen. Das liegt an ihrem hohen Stärkeanteil von bis zu 25 Prozent. Da liegt der Vergleich zur Kartoffel näher als man gemeinhin denkt. Ähnlich wie diese kann eine Kochbanane auch zubereitet werden. Je nach Reifegrad wird sie am besten gegrillt, gebacken, gekocht oder gebraten. Erst wenn sie wirklich sehr reif ist, also wenn die Schale ganz schwarz ist, eignet sie sich auch als Dessert. Denn dann hat sich genug Stärke in Zucker umgewandelt, dass sie auch ungekocht genießbar ist. Wenn sie noch nicht so weit ist, ist sie grün, wird dann aber rot, bevor sie eben diese schwarze Farbe annimmt. Außerdem ist sie größer als die Dessertbanane und genau genommen ist kein Obst, sondern ein Gemüse. Das Fruchtfleisch der Kochbanane ist wie ihr Pendant weißlich bis gelb, schmeckt aber anders, eher recht mild bis leicht säuerlich.

Bei der Lagerung ist zu beachten, dass sie es nicht zu kalt und nicht zu warm mag. Deshalb ist es wichtig die Kochbanane vor zu großer Hitze zu schützen, aber auch nicht im Kühlschrank zu lagern. Am besten für die Qualität des Gemüses ist es, sie an einem schattigen Ort bei Zimmertemperatur aufzubewahren.

Noch ein Tipp zum Schluss: Da die Schale der Kochbanane deutlich fester ist als wir es gewohnt sind, benutzt man zum schälen einfach ein Messer. Damit ein paar mal von oben bis unten einschneiden, dann lässt sie sich wunderbar leicht schälen.

Banane: Nährwerte, Mineralstoffe und Vitamine

Gerade bei Abnehmwilligen hat die Banane einen schlechten Ruf. Hier steht vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Machen Bananen fett? Dies lässt sich ganz klar verneinen. Zwar hat die Banane mit zwischen 88 und 95kcal pro 100 Gramm mehr Kalorien als anderes Obst, dennoch ist die Banane gesund und auch zum abnehmen geeignet. Trotz ihrer Kalorien eignet sie sich als Nachspeise noch deutlich besser als Schokolade, Chips und sonstige Süßigkeiten. Was richtig ist, sie hat verhältnismäßig viele Kohlenhydrate und ist somit eher ungeeignet für Low Carb Diäten. Ganz abgesehen davon, ob Low Carb Diäten wirklich der Weisheit letzter Schluss sind, da auch diese Diätform ihre Mängel aufweist.

Banane: Nährwerte

  • Brennwert 373 kJ
  • Kalorien zw. 88 und 95 kcal
  • Eiweiß 1,09 g
  • Kohlenhydrate 22,84 g

davon Zucker: 12.23 g

  • Fett 0,33 g
  • Ballaststoffe 2,6 g

Durch den hohen Kohlenhydratanteil, gerade im Vergleich zu anderen Früchten, hält sie aber deutlich länger satt und sie hat auch fast kein Fett – und das ist deutlich aussagekräftiger als die reinen Kalorien. Von den 22,84 Gramm Kohlenhydraten in der Banane pro 100 Gramm sind 12,23 Gramm Zucker (Fruchtzucker). Das macht sie zur super Sportlernahrung. Sie versorgt den Körper schnell und langanhaltend wieder mit neuer Energie. Dafür braucht es keine Power-Riegel oder ähnliches.

Zu Beginn des Reifeprozesses, also wenn die Banane noch grün ist hat sie noch einen sehr hohen Stärkeanteil. Dieser wandelt sich mit der Zeit in Zucker um. Wer also darauf achten will nicht zu viel Zucker zu sich zu nehmen, kann die Bananen essen, wenn sie noch grüner sind und sich die Kalorien in der Stärke und nicht im Zucker verstecken. Allerdings kann dann der große Anteil an Stärke (20g Stärke und 1g Zucker) zu Magenschmerzen führen. Das ist also keine Alternative für empfindliche Menschen. Ist die Banane richtig reif dreht sich das Verhältnis um. Dann ist fast die gesamte Stärke in Zucker umgewandelt und die Banane enthält nun 20g Zucker und nur noch 1g Stärke, was sich übrigens an der Farbe ablesen lässt. Sie ist erst grün, dann gelb und später wird sie bräunlich bis schwarz.

Banane: Kalorien im Vergleich zu anderen Obstsorten

Kalorienvergleich Obstsorteneigene Darstellung: Banane: Kalorien im Vergleich zu anderen Obstsorten

Bananen sind gesund

Nicht nur als Ernährung für Sportler, denen die Banane als Energielieferant dient hat sie einen guten Ruf. Sie kann auch bei ihren Mineralstoffen und Vitaminen punkten. Zwar hat sie von allen nicht viel, aber sehr viele unterschiedliche. Dennoch deckt bereits eine Banane schon fast ein Sechstel unseres täglichen Vitamin C, ein Fünftel des täglichen Kalium- und immerhin noch fast ein Achtel des täglichen Magnesiumbedarfs.

Banane: Mineralstoffe im Überblick

  • Natrium 0,001 g
  • Eisen 0,3 mg
  • Zink 0,2 mg
  • Magnesium 27 mg
  • Chlor 109 mg
  • Mangan 0,3 mg
  • Schwefel 13 mg
  • Kalium 358 mg
  • Kalzium 5 mg
  • Phosphor 22 mg
  • Kupfer 0,1 mg
  • Fluor 0,01 mg
  • Jod 2 ng

Banane: Vitamine im Überblick

  • Vitamin C 9 mg
  • Vitamin D 0,02 mg
  • Vitamin E 0,1 mg
  • Vitamin B1 0,04 mg
  • Vitamin B2 0,06 mg
  • Vitamin B6 0,37 mg

Die Banane ist auch ein „Geheimtipp“ für Darmbeschwerden. Und zwar hilft sie sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung. Das klingt erst einmal ungewöhnlich, hat aber einen einfachen Hintergrund. Es befinden sich in der Banane viele Ballaststoffe die verdauungsfördernde Eigenschaften besitzen. Somit kann die Banane Verstopfung lindern. Einer dieser Ballaststoffe (Pektin) bewirkt im Gegensatz dazu, dass es zu einer Zunahme des Darminhalts kommt und bekämpft somit den Durchfall. Zudem ist sie sehr leicht verdaulich, was generell förderlich für den Darm ist.

Bananen als Fitness-Food

Wie bereits erwähnt ist die Banane die ideale Sportlernahrung. Aber warum ist das so? Sie enthält die perfekte Zusammensetzung für unser Fitnesstraining. Die Kohlenhydrate verschaffen uns die nötige Energie. Diese wird von unserem Körper sehr schnell aufgenommen und steht uns deshalb auch schnell zur Verfügung. Zudem wird diese Energie nur nach und nach abgerufen was die Banane zu einem langanhaltenden Energiespender macht. Auf der anderen Seite stehen die in der Frucht enthaltenen Mineralstoffe. Sie versorgen unsere Muskeln mit dem was sie brauchen, um leistungsfähig zu bleiben. Das Kalium aktiviert Enzyme und hält unsere Muskeln geschmeidig. Zudem hilft es dem Körper den Wasserhaushalt zu regulieren. Das in der Banane enthaltene Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil vieler Enzyme. Diese kümmern sich um die perfekte Abstimmung von Nerven und Muskeln und schützt uns so vor schmerzhaften Muskelkrämpfen.

Banane beim TennisVor wenigen Jahren sah man die Tennisspieler noch häufig in der Pause in die Banane beißen. Damit verschafften sich die Athleten die nötige Energie für das, sich oft über viele Stunden hinziehende, Duell.

Bananen machen glücklich

Für unsere aktuelle Gemütslage ist eigentlich unser Gehirn zuständig. Da liegt es erst einmal fern der Banane hier Eigenschaften zuzuschreiben, die uns glücklich und ausgeglichen machen. Aber auch das Gehirn muss ernährt werden, damit es die richtigen Befehle geben kann und die Zutaten nehmen wir über unsere Nahrung auf.

Die Banane vermag es Serotonin in unserem Körper zu aktivieren, was für unsere Gemütslage verantwortlich ist. Es ist vermessen zu glauben, dass wir nach dem Verzehr einer Banane in einen wahren Freudentaumel ausbrechen. Allerdings werden so Gefühle von Unlust verdrängt. Das macht den Weg frei für positive Gefühle und gute Laune 🙂

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4 Kommentare


  1. Interessanter Beitrag auch zu dem Schwerpunkt Fitness und Sport, gefällt mir sehr gut. Was man fast gar nicht glauben kann ist der hohe Kaloriengehalt im Vergleich zu anderen Obstsorten. Gibt es noch ein Obst mit ähnlich hohen Kalorienwerten? Danke Jule


    1. Hallo Jule,
      vielen Dank für dein positives Feedback.
      Um auf deine Frage zurückzukommen: Mir fällt jetzt spontan auch kein anderes Obst ein, dass mehr Kalorien hat als die Banane.

      An unsere Leser:
      Vielleicht könnt ihr uns hier weiterhelfen?


  2. Vielen Dank für den Artikel. Meine Mutter hat immer gesagt Bananen sind das beste Verdauungsförderung. Aber da gibt es ja heute viele andere gesunde Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel.

Wie denkst du darüber?

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