Die Banane und ihre 5 Reifegrade

Was die gelbe Powerfrucht betrifft, da hat jeder seine ganz persönlichen Vorlieben. Während die einen ein sattes Gelb bevorzugen, mögen es die anderen lieber gefleckt und zuckersüß.

Insgesamt können wir zwischen 5 Reifezuständen differenzieren, die sich an der Bananenschale ablesen lassen. Je nach Reifegrad enthält das krumme Obst verschiedene Mengen an Vitalstoffen. Worin liegen aber die Unterschiede und in welchem Stadium ist die exotische Frucht eigentlich am gesündesten? All das klären wir in diesem Artikel. Vorher sehen wir uns an, mit welchen Inhaltsstoffen die Banane generell punktet. 😊

Das steckt in der gelben Wunderfrucht

Die Obstbanane hat es mächtig in sich:

  • Sie ist ein hervorragender Kaliumlieferant, senkt den Blutdruck und hält die Nieren gesund. Eine Langzeitstudie kam zu folgendem Ergebnis: Bei Frauen, die 2 – 3 x in der Woche eine Banane verzehrten, war das Risiko für eine Nierenerkrankung um 33 % geringer als bei der Kontrollgruppe.
  • Die Banane entpuppt sich außerdem als großartige Magnesiumquelle, sodass sie entscheidend zu unserer Herzgesundheit beiträgt. Auch für den Energiestoffwechsel unserer Nervenzellen und Muskelzellen ist sie ein echter Segen.
  • Des Weiteren strotzt die Bananenfrucht nur so vor Ballaststoffen, die einen positiven Einfluss auf die Darmmotilität und die Verdauung haben.
  • Hinzu kommen reichlich Antioxidantien, Proteine, Stärke und komplexe Kohlenhydrate, die den Körper mit essenziellen Vitaminen

Wie du siehst bringt die Dessertbanane zahlreiche Vorteile mit sich! Der Reifezustand entscheidet darüber, welche Inhaltsstoffe ihre Wirkung entfalten, da sich diese innerhalb des Reifungsprozesses verändern. Eine Erhebung des „Indonischen Zentrums für Forschung und Entwicklung in der Landwirtschaft nach der Ernte“ offenbarte, in welchem Reifegrad die Banane welche gesundheitlichen Effekte hat.

1. Unreif, aber besonders „stark“

Die grüne Banane ist hart und geschmacksarm. Aber selbst in diesem Zustand hat sie einige positive Aspekte. Das unreife Obst brilliert mit ordentlich Stärke, woraus unser Körper Energie bezieht. Es dauert bis die aufgenommene Stärke vom Dünndarm verstoffwechselt wird, wodurch Glukose nur schrittweise ins Blut gelangt. Die oben bereits erwähnte Studie aus Indonesien fand heraus, dass die Stärke in unreifen Bananen einen Kohlenhydratanteil von 80 – 90 % ausmacht. Je weiter der Reifeprozess voranschreitet, desto mehr davon wird zu „freiem Zucker“ umgewandelt. Deshalb empfiehlt man Diabetikern den Konsum von grünen Bananen, damit die Produktion von Insulin nicht zu stark angekurbelt wird.

2. Wenig reif, dafür umso kaliumreicher

Die Banane reift weiter und wird gelber, behält aber nach wie vor ihren Grünton. In diesem Reifegrad ist der Kaliumgehalt 3 x so hoch wie der von einer komplett reifen Banane.

Kalium wirkt entscheidend an der Signalübertragung von Zellen mit und ist für die Aufrechterhaltung der elektrischen Spannung zuständig. Weiterhin übernimmt der Mineralstoff die Aufgabe Nervenimpulse weiterzuleiten. Daher wirkt sich Kalium förderlich auf die Muskelkontraktion, die Herzfunktion und den Blutdruck aus.

In diesem Stadium ist die exotische Frucht nach wie vor mit einer großen Menge resistenter Stärke ausgestattet, die wir im Grunde kaum verdauen können. Dennoch ist diese gewinnbringend für die guten Darmbakterien.

3. Halbreif eine wahre Magnesiumbombe

Begrüßt uns die Banane mit einem leuchtenden Gelb, ist sie bereits halbreif. Das krumme Obst ist grundsätzlich ein ausgezeichneter Magnesiumlieferant, aber in diesem Zustand enthält es tatsächlich am meisten. Der lebensnotwendige Mineralstoff ist einerseits für die Muskel- und Nervenfunktion maßgeblich und andererseits für den Aufbau von Zähnen und Knochen. Die indonesische Studie konnte zudem beweisen, dass die gelbe Banane etwas mehr Proteine beinhaltet (ca. 2 %) als der grüne Vertreter.

4. Vollständig ausgereift = Immunbooster

Ethylen ist dafür verantwortlich, dass Früchte reifen. Zur gleichen Zeit wird Stärke zu Zucker abgebaut. Je weiter der Reifungsprozess fortgeschritten ist, desto weniger Stärke finden wir vor – dafür umso mehr Fruchtzucker! Wenn sich die Banane in diesem Reifegrad befindet, setzen sich die Kohlenhydrate nur noch zu 8 % aus Stärke zusammen. Dementsprechend schmeckt die Banane jetzt auch viel süßlicher als noch im Anfangsstadium. Insbesondere gefleckte Bananen stechen durch ihre süße Note hervor. Hinzu kommt, dass reife Bananen über krebshemmende Merkmale verfügen und einen bis zu 8 x positiveren Effekt auf das Immunsystem ausüben als unreife Bananen.

5. Ausgesprochen reif

Geht’s noch reifer? Aber na klar! 😉 Die super reife Banane ist nicht nur von dunklen Punkten übersät, sondern beinahe komplett braun. Fast die ganze Stärke hat sich in Zucker verwandelt. Das ist aber noch lange kein Grund, sie in den Müll zu werfen. Überreife Bananen können wegen ihrer starken Süße und der weichen Konsistenz wunderbar zum Backen verwendet werden. Außerdem sind sie für Menschen geeignet, die Verdauungsprobleme haben.

Da sich die Zusammensetzung des Chlorophylls im überreifen Zustand verändert, steigert sich ebenso die Menge an Antioxidantien, die freien Radikalen wirksam entgegentreten. Weiterhin gelangt der hohe Fruchtzucker- und Glukosegehalt zügig in die Blutumlaufbahn und garantiert eine schnelle Energieversorgung. Gerade bei kurz andauernden Belastungen können überreife Bananen daher erfolgreich Müdigkeitserscheinungen entgegenwirken.

Fazit: Der Reifegrad der Banane

Egal ob grün, gelb oder braun – in jedem Reifestadium kann die Banane überzeugen! Während die grünen Bananen besonders reich an Stärke sind, sprich Ballaststoffe enthalten und über jede Menge Kalium verfügen, sind die gelbe Bananen wahre Magnesiumbomben. Auch im überreifen Zustand kann die krumme Frucht mit vielen Vorteilen auffahren.  Gepunktete Bananen haben sich beispielsweise als großartiger Immunschutz bewährt und überreife Bananen wirken durch ihren hohen Anteil an Antioxidantien erfolgreich gegen freie Radikale und liefern schnelle Energiereserven.

Hinweis für Veganer: Bei der Auswahl von Bananen und Feigen ist Vorsicht geboten, denn oftmals sind diese Obstsorten nicht vegan! 

Kennst du schon die geschmacksintensiven roten Bananen?

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