Ernährungstrends 2015

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Das Jahr 2014 ist zwar noch nicht ganz vorbei, doch sind bereits die neuen Trends und Ernährungsgewohnheiten für nächstes Jahr ersichtlich. Die Konsumenten werden kritischer, werden mehr experimentieren, wollen gesünder essen und ihre Versorgung verstärkt in die eigenen Hände nehmen. Diese Entwicklungen prognostiziert zumindest der Food Report 2015 für das nächste Jahr!

Das Jahr 2015 soll laut Food Report 2015 von vier hauptsächlichen Trends bei unserer Esskultur geprägt sein. Viele dieser Entwicklungen sind auch jetzt schon zu beobachten und werden sich nächstes Jahr in der breiten Öffentlichkeit noch stärker durchsetzen. Die verschiedenen Trends hören auf Namen wie Hybrid Food, Soft Health, Food Pairing oder do it yourself. Was sich genau dahinter verbirgt haben wir euch im Folgenden zusammengestellt.

Ernährungstrend 1: Hybrid Food

Den Begriff „hybrid“ kennen wir bisher zumeist aus der Automobilindustrie. Dort beschreibt er die Verwendung verschiedener Antriebstechnologien in einem Auto. Ein ähnliches Konzept steckt auch hinter Hybrid Food. Zwar geht es hier nicht um das Zusammenspiel von Strom und Benzin oder Diesel, aber auch hier gilt es, Verschiedenes zu kombinieren und etwas Neues daraus zu erschaffen. Das Prinzip für 2015 heißt „ausprobieren“ was zusammenpasst. Jetzt dürfen allerlei Lebensmittel gemixt, gemischt und gekreuzt werden – Hauptsache es schmeckt. So werden die verschiedenen Geschmäcker der Welt ineinander verwoben. Süßes darf mit Salzigem kombiniert werden und Fleisch mit Fisch. Obst passt zu Gemüse, warme Speisen zu Kaltem und alle Gewürz- und Kräutermischungen dieser Welt mit der heimischen Küche, wie wir sie bereits aus Großmutters Zeiten kennen. Ihr seht der Kreativität sind 2015 keine Grenzen mehr gesetzt.

Eines der Produkte, das mittlerweile schon weltweit für Aufsehen gesorgt hat, ist der in New York entwickelte Cronut. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Croissant und einem Donut. Es gibt viele Nachahmer dieses Produkts aber den einzig wahren Cronut gibt es nur in New York bei einem ganz bestimmten Bäcker. Bei diesem stehen die Menschenmassen ungelogen ab 5 Uhr früh Schlange, um eines dieser begehrten Köstlichkeiten zu ergattern, wenn der Bäcker denn endlich um 9 Uhr aufmacht.
Ein weiterer Trend der damit ebenfalls zusammenhängt ist eine andere „hybride Entwicklung“. Restaurants werden zu Supermärkten und umgekehrt. Das Einkaufserlebnis wird gepaart mit leckeren Speisen oder sogar Kochkursen.

Ernährungstrend 2: Soft Health

Unter Soft Health verstehen wir einen Trend, der sich über die letzten Jahre entwickelt hat und auch im Jahr 2015 anhalten wird. Er beschreibt die erkennbare Veränderung bei der Auswahl der Zutaten. Wir werden nächstes Jahr wieder verstärkt darauf achten uns gesund zu ernähren. Der Fokus liegt dabei aber nicht in einem Verbot für ungesunde Zutaten oder sogar einer Verurteilung dieser. Nein, vielmehr achten die Menschen vermehrt darauf ihren Körper mit gesunden Produkten zu versorgen. Auf der Einkaufsliste stehen also verstärkt Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Dabei darf auch einmal „gesündigt“ werden, dann aber möglichst in Kombination mit etwas Gesundem.

Vorboten für den Soft Health Trend ist etwa die, sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuende, vegetarische oder sogar vegane Küche. Damit einher kommt es zu einer großen Verbreitung von veganen Ersatzprodukten. So steht plötzlich veganer Käse oder auch andere vegane Alternativen für Milch, Honig und Sahne in den Regalen vieler Supermärkte und finden dort reißenden Absatz. Es muss jetzt nicht mehr ein Stück Schweinefleisch sein, sondern auch gerne ein veganes Fleischersatzprodukt, welches beispielsweise aus Soja hergestellt wurde.

Ernährungstrend 3: Food Pairing

In dem Trend des Food Pairing lassen sich zum Teil wieder Elemente des Hybrid Food erkennen. Hier geht es um die Verbindung von verschiedenen Zutaten und Geschmäckern. Diese beruhen aber auf genauen wissenschaftlichen Geschmacksanalysen, welche das perfekte Geschmackserlebnis ausmachen sollen. Mit Hilfe der Wissenschaft werden so Übereinstimmungen in den Schlüsselaromen gesucht, damit anschließend die Gerichte mit gut zueinander passenden Lebensmitteln kombiniert werden können.

Laut derartiger Untersuchungen harmonieren zum Beispiel Pistazie, Grüner Tee, Basilikum und Sauerampfer, vereint in einem bittersüßem Dessert. Meines Erachtens wird dieser Trend in der breiten Bevölkerung wohl eher eine Nische bleiben, da sehr exakte Kenntnisse über Geschmäcker und Aromen benötigt werden. Allerdings ist es vorstellbar, dass dieser Trend 2015 speziell in der gehobenen Gastronomie durchaus Verbreitung findet.

Ernährungstrend 4: Do It Yourself

Mach es selbst – do it yourself! Bisher nur bekannt als Leitsatz für Hobbyhandwerker und Bastler, setzt sich dieser Trend auch in unserer Ernährung durch. Angebracht wäre hier eventuell auch „back to the roots“, denn genau darum geht es. Die Menschen wollen wieder mehr selber machen. Dann wissen sie wenigstens was sie essen. Das Essen soll gesund sein, frei von Zusatzstoffen, irgendwelchen E-Nummern, Konservierungsstoffen, Farbstoffen, künstlichen Aromastoffen und was es da noch so alle gibt. Die Lösung dafür ist ganz klar – do it yourself!

Die Menschen wollen wieder der Herr über ihre Ernährung sein. Dazu gehört zum Beispiel sein eigenes Obst und Gemüse im eigenen Garten anzupflanzen und zu ernten. Gerade das eigene Hochbeet erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Aber dieser Trend geht über den eigenen Garten hinaus. Auch altes Wissen in der Koch- und Backkunst werden wieder ausgegraben und ausprobiert. Mal wieder selbst Brot backen oder Kirschmarmelade kochen gehört etwa dazu. Es entsteht ein gewisser Wertewandel hin zu einer größeren Wertschätzung von Hausgemachtem. Dabei wird die Arbeit, welche hinter der oft aufwändigen Zubereitung steht, nicht als solche angesehen. Vielmehr ist es für viele ein handwerklicher Ausgleich zu einer sonst eher sitzenden Tätigkeit. Andere erfreuen sich vielleicht einfach nur an der Frische und der Qualität ihrer eigenen Lebensmittel. Was selbst gemacht ist schmeckt letztendlich auch viel besser.

Fazit zu den Food Trends 2015

Wenn wir uns die Ernährungstrends für das Jahr 2015 anschauen, kann man grundsätzlich ein recht positives Fazit ziehen. Die Orientierung unseres Essverhaltens entwickelt sich auf jeden Fall in Richtung einer qualitativ hochwertigeren Küche. Eigeninitiative und Kreativität sind keine Fremdwörter mehr. Ich bin schon jetzt gespannt, in welchen Kreationen sich der eine oder andere Trend im nächstes Jahr zeigen wird.

Was auch noch als sehr positiv hervorzuheben ist, das die Gesundheit und die Frische der Produkte weiter in den Vordergrund rücken. Damit einher geht (zumindest ein Stück weit) ein immer tiefer verankerter Umweltschutzgedanke.

Von uns gibt es dafür ein: Weiter so!

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Letztes Update vom
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3 Kommentare


  1. Saisonkalender halte ich für sehr sinnvoll. Ich gestehe, trotz Ökobewusstsein esse ich gerne mal im Winter auch andere Sachen außer Kohl (stillend ja mal eh ), aber es tut schon gut, sich drauf zu besinnen, was jetzt eigentlich dran ist. Es gibt wirklich leckere saisonale und regionale Gemüse! Gibt es bei euch eine Gemüsekiste? Das ist für uns so komfortabel! Jeden Dienstag steht die neue Kiste vor der Tür, ich muss nix schleppen, die Sachen sind frisch und direkt vom Erzeuger.


    1. Hallo Levenete,
      ich gebe auch ganz ehrlich zu, dass ich im Winter nicht nur Kohl esse 😉
      Allerdings versuche ich immer stärker darauf zu achten was gerade Saison hat und mich auch daran zu halten. Das hat zum Teil auch ganz interessante Auswirkungen, so dass man irgendein Gemüse zu Hause hat mit dem man noch nie zuvor gekocht hat. Immer wieder interessant!

      PS: Ja, eine Gemüsekiste gibt es bei uns auch 🙂

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