7 Trends für den Supermarkt der Zukunft

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Supermärkte versuchen sich stetig an neuen Konzepten, die sie von den Mitbewerbern abheben und gleichzeitig dem Konsumenten das geben was er sich erwartet. Wo noch vor 20 Jahren vor allem der Trend zur Großfläche auf die Grünen Wiese die Einzelhandelslandschaft dominierte, werden in den kommenden Jahren sich ganz andere Trends etablieren. Seht, welche Entwicklungen sich die Konsumenten wünschen und wie die Supermärkte das umsetzen.

Um auf die Konsumwünsche der modernen Kunden eingehen zu können, bündeln die Lebensmitteleinzelhändler zahlreiche Kompetenzen. Damit gehen sie sicher das passende Angebot für die sich stetig verändernde Nachfrage schaffen zu können und damit die Motoren des Wandels in der Welt des Handels kontinuierlich am Laufen zu halten. Dies beginnt bei einer ausgeklügelten Logistik, Erfahrung in der Zusammenstellung des Sortiments, der Kundennähe, Mechanismen der Kundenbindung und endet bei fundierten Kenntnissen über die verschiedenen Produkte.

Hinzu kommen die Entwicklungen von außen. Diese entscheiden, welche Herausforderungen an den Wandel gestellt werden. So verändern sich Kundenwünsche je nach Kosten für die individuelle Mobilität, der demographischen Entwicklung und natürlich dem allgemeinen Wertewandel in Bezug auf Ernährung.
Derzeit sind nach der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG vorwiegend vier unterschiedliche Typen von Supermärkten bei uns anzutreffen:

All Mart

Der „All Mart“ bietet den Kunden alles was sie sich wünschen. Es ist der klassische Vollsortimenter auf der grünen Wiese, der mit riesigen Verkaufsflächen den Konsumenten begeistert und ihn noch immer in Scharen zum Einkaufen verleitet. Diese Form des Einzelhandels setzt natürlich eine große individuelle Mobilität voraus und ein Kundenklientel, welches den physischen Einkauf im Geschäft priorisiert.

Small Mart

Der „Small Mart“ liegt klassischerweise in Innenstädten und dicht bebauten Wohngebieten, meist sehr zentral und auch ohne, oder mit eingeschränkter individueller Mobilität gut zu erreichen. Die Kunden legen noch großen Wert auf soziale Kontakte und geben sich dafür auch mit einem kleineren Sortiment zufrieden.

Call Mart

Im „Call Mart“ findet sich die große Online-Food-Welt wieder. Sie bedarf keiner hohen Mobilität und überzeugt durch niedrige Logistikkosten. Dabei handelt es sich aber eher um eine Shopping-Alternative für Konsumenten mit großer Affinität zu neuen Technologien.

Smart Mart

Der „Smart Mart“ setzt auf individuelle Shoppingformate und lockt mit Vielfalt um die Ecke. Dieses Einkaufserlebnis richtet sich an online- und technologieaffine Konsumenten die sich individualisierte Produkte wünsche.

7 Trends für den Supermarkt der Zukunft

Laut den Experten der KPMG werden einige der oben beschriebenen Kompetenzfelder der Lebensmitteleinzelhändler an Wert verlieren, andere an Wert gewinnen und wiederum andere dazukommen. Dies ist der Ursache geschuldet, dass immer neue Wettbewerber in den Handel eintreten und dort mitmischen wollen. Gerade die kleinen haben dabei den Vorteil sich gezielt in Richtung der neuen Anforderungen heutiger Konsumenten zu spezialisieren.

Der Kunde von heute will individuellere Angebote und keine von der Stange. Er erwartet soziales Handeln der Unternehmen als Vertrauensbasis. Des Weiteren nehmen die Berührungsängste mit neuen Technologien ab und sorgen somit für eine Beschleunigung der Entwicklung in der Einzelhandelslandschaft.

Auf Grund dieser Entwicklungen haben die Marktforscher einige Trends für die Zukunft des Lebensmitteleinzelhandels herausgearbeitet. Mit diesen sieben Punkten müssen sich die Händler in den nächsten Jahren auseinandersetzen:

  1. Der Anteil der im Internet vertriebenen Produkte wird in den nächsten Jahren zunehmen aber moderat bleiben. Bei Lebensmitteln ist das Bedürfnis nach Spontanität und Verfügbarkeit noch zu groß.
  2. Der Konsument will wieder wissen, was er kauft. Er will sichere, glaubwürdige und gesunde Produkte. Das dürfte vor allem den Händlern von Bio-Lebensmitteln und den kleinen, zum Beispiel landwirtschaftlichen Direktvermarktern, zu Gute kommen.
  3. Zukünftig wollen die Kunden nicht mehr weit auf die grüne Wiese fahren, um in einem Einkaufstempel Lebensmittel zu kaufen. Sie wünschen sich die Angebote in der Nähe zum Wohn- und Arbeitsort. Auch die zeitliche Flexibilität wird immer wichtiger, also das Einkaufen zu (fast) jeder Tages- und Nachtzeit.
  4. Die riesigen, großflächigen Supermärkte auf der grünen Wiese verlieren an Beliebtheit. Dies liegt vor allem in der immer teurer werdenden Mobilität, dem Trend zum urbanen Wohnen und der zunehmenden Angebote im Internet begründet.
  5. Der nächste Trend ist von zwei Seiten zu sehen. Zum einen werden sich Gastronomiebetriebe zunehmend auch als Lebensmittelhändler versuchen und auf der anderen Seite steigt auch die Nachfrage nach Direktverzehr im Supermarkt.
  6. Standardisierte Produkte lassen sich in Zukunft leichter über das Internet verkaufen. In den Läden wünschen sich die Kunden Erlesenes und Spezialitäten oder Naturprodukte für ihr Shopping-Erlebnis.
  7. Der Kunde der will sich zunehmend gesund ernähren. Somit werden vor allem frische und gesunde Produkte für die Lebensmitteleinzelhändler immer wichtiger.

Glaubt man der Studie der KPMG, werden in Zukunft folglich diejenigen Supermärkte die Nase vorn haben, die anpassungsfähig genug sind sich diesen neuen Anforderungen anzupassen und sie mit Emotionen zu füllen. Damit erarbeiten sie sich einen klaren Wettbewerbsvorteil. Der Kunde will was erleben und stetig begeistert werden.

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