Kaffeepreise werden rapide ansteigen

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So günstig wie derzeit war Kaffee fast noch nie. Das wird sich nach Aussagen von Branchenkennern aber mit Sicherheit sehr schnell ändern. Es gibt viele Anzeichen, die darauf hindeuten, dass wir bereits in den nächsten Monaten deutlich mehr für unseren Kaffee bezahlen könnten. Wir verraten euch woran das liegen wird.

Kaffee ist einmalig günstig

Die beiden wichtigsten Anbaugebiete für unseren geliebten Wachmacher Kaffee sind Brasilien und Vietnam. Beide hatten im vergangenen Jahr eine wahre Rekordernte hingelegt. Es gibt derzeit also Unmengen an Kaffee auf dem Markt. Entsprechend günstig sind die Preise.

Der Überschuss am Kaffee beträgt in etwa 2,3 Millionen Sack je mindestens 60 Kilo. Das lässt den Weltmarktpreis auf 98 US-Cent pro Pfund fallen. Davon profitieren derzeit die Verbraucher und wir können sehr günstigen Kaffee kaufen.

Gründe für den Preisanstieg

Es gibt allerdings mehrere Anzeichen, die auf einen rapiden Preisanstieg hindeuten. Einer davon ist der natürliche Erntezyklus der Kaffeebohnen. Auf zwei gute Ernten folgen in aller Regel immer zwei nicht so gute. Die Pflanzen müssen sich schlichtweg erholen. Sowohl in Brasilien, als auch in Vietnam kommt es in der jetzt folgenden Saison zu einer wohl eher nicht so guten Ernte, was die Überproduktion wohl rasch beenden wird.

Ein nächster Punkt liegt im Wechselkurs begründet. Glaubt man den Analysten so wird der brasilianische Real im Vergleich zum US Dollar deutlich anziehen. Da Kaffee international in Dollar gehandelt wird, werden auch deshalb deutliche Preisanstiege bevorstehen.

Die beiden Effekte sind jetzt sehr kurzfristig zu erwarten. Man geht von einem Preisanstieg für Kaffee in den nächsten drei Monaten von zum Teil deutlich über 20 Prozent aus.

Kommt der Preis beim Kunden an?

Man kann allerdings noch nicht wirklich sagen, ob dieser Preisanstieg auch tatsächlich bei den Verbrauchern ankommt. Zwar steigen die Preise auch für Tchibo, Dallmayr und andere Größen der Branche, allerdings wird Kaffee gerne als Lockmittel von den Supermarktbetreibern genutzt. Entsprechend werden Kunden mit günstigen Kaffeepreisen in die Supermärkte gelockt, um dort zusätzlich im Verbund auch zu anderen Produkten zu greifen.

Der Kunde hat sich inzwischen aber daran gewöhnt, dass er in regelmäßigen Abständen auf gute Angebote bei Kaffee hoffen kann. Bleiben diese Angebote weg, könnte das auch Kunden fernhalten. Vielleicht will der Handel dieses Risiko besser nicht eingehen und den preisverwöhnten Kunden lieber weiterhin mit Kaffee locken. Ist dem so, werden die Preiserhöhungen vielleicht doch nicht bis zum Verbraucher durchgereicht.

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