Ökologischer verpacken geht nicht!

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Viele Milliarden Verpackungen täglich werden weltweit immer mehr zum Problem für unsere Böden, Tiere und insbesondere für die Meere und deren Bewohner. Obwohl das Bewusstsein dafür langsam wächst, sind wir noch lange nicht an dem Punkt angekommen, an dem auch großflächig gehandelt wird. Dass das aber geht, möchten wir euch an einem Beispiel einmal zeigen. Ein Unternehmer aus Deutschland hat es geschafft den Rohstoffkreislauf seiner Verpackungen zu schließen.

Unser Beispiel führt uns nach Baden-Württemberg. Etwas südlich von Heilbronn, genauer gesagt in Brackenheim, steht die Spielberger Mühle. Man kennt deren Produkte inzwischen aus zahlreichen Bioläden, aber auch großen Supermarktketten. Angeboten werden dort verschiedene Mehle, Saaten aber inzwischen auch Nudeln und Reis.

Hinter der Spielberger Mühle steht eine bis in das 17. Jahrhundert zurückreichende Tradition. So wie man die Vergangenheit hochhält, so wird auf der Mühle auch an die Zukunft gedacht. Nicht nur, dass man sich einem hohen ökologischen demeter-Standard verpflichtet hat, man geht inzwischen sogar einen Schritt weiter. Sämtliche Verpackungen sind zu 100 Prozent auf recyceltes Papier umgestellt, das war aber nur der erste notwendige Schritt.

Ziel ist es schlussendlich die Verpackungen aufkommensneutral zu gestalten. Das bedeutet, dass alle Rohstoffe, welche der Natur für die Verpackung der Produkte entnommen werden auch wieder der Natur zurückgegeben werden. Nachdem im ersten Schritt Verpackungen auf nachwachsende Rohstoffe umgestellt wurden, wird das, was an Verpackungsmaterial verbraucht wird, als Baum wieder gepflanzt.

Jetzt im September war es dann soweit und die ersten 1000 Bäume wurden im Schwarzwald wieder aufgeforstet. Als Partner hat sich die Spielberger Mühle den Bergwaldprojekt e.V. ausgesucht. Dahinter steht ein Verein, der sich dem Erhalt und der Pflege von unseren heimischen Bergwäldern verpflichtet hat. Auch in den nächsten Jahren wird die Spielberger Mühle weiterhin Bäume pflanzen und damit seine Verpackungen kompensieren.

An diesem Vorbild können sich viele Unternehmen ein Beispiel nehmen. Es zeigt, dass unternehmerischer Erfolg auch mit ökologischem Engagement erweitert werden kann und damit ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur möglich ist. Wir brauchen viel mehr Unternehmen, die diesem großartigen Beispiel folgen. Auf der Spielberger Mühle hat man verstanden wie das Wirtschaften der Zukunft aussehen muss. Es freut uns, diese Geschichte erzählen zu können. Danke!

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