Karies geht, Zahnerosion kommt

Mensch und Gesellschaft / 5/5 (1) für diesen Beitrag

Die Zahnhygiene hat sich in den letzten Jahrzehnten durch immer neue Produkte stetig verbessert. Jedem Kind wird vermittelt mindestens zweimal täglich und dann für drei Minuten sein Zähne putzten. Der Erfolg ist sichtbar, der Karies bleibt immer öfter aus. Zugenommen haben jedoch Zahnerosionen: braune und brüchige Zähne.

Als Hauptverursacher von Zahnerosionen wurde inzwischen die Zitronensäure ausgemacht. Zitronensäure macht nicht nur Zähne kaputt, sondern bietet auch Metallen wie Aluminium und Blei einen leichteren Zugang. Damit steigt auch das Risiko für Alzheimer und Hyperaktivität. Gerade bei Kindern sind die Grenzwerte schnell erreicht. Aber wie kann denn ein Soff, der schon seit jeher ganz natürlich in sehr vielen Nahrungsmitteln enthalten ist immer schädlicher werden?

Konzentrationsfrage: Zitronensäure als Putz- oder Lebensmittel?

Zitronensäure hat heute nichts mehr mit dem Original aus der Zitrone, der Orange oder dem Apfel zu tun. Inzwischen sind Wege gefunden worden aus dem bekannten schwarzen Badschimmel Zitronensäure zu gewinnen. Die Reststoffe finden dann übrigens in der Bauindustrie als Gips seinen Verwendungszweck. Der Grund ist ganz einfach, die Menge des Zitronensäurekonsums ist in den letzten Jahren exorbitant gestiegen (von 50.000 auf fast 2 Millionen Tonnen in nur 40 Jahren) und allein durch die Menge und Konzentration schädlich geworden. So kann Zitronensäure in entsprechender Konzentration ja auch wunderbar als Putzmittel für hartnäckige Flecken eingesetzt werden.

Bundesinstitut für Risikovorsorge (BfR) warnt vor übermäßigem Konsum

Zitronensäure ist inzwischen in so vielen Lebensmittel enthalten, dass bereits 2004 seitens des Bundesinstituts für Risikovorsorge Warnhinweise gefordert wurden, jedoch bis heute nicht durchgesetzt werden konnten. Es sollte auch auf den Verpackungen von stark zitronensäurehaltigen Produkten ersichtlich werden, dass diese für Säuglinge und Kleinkinder grundsätzlich nicht geeignet sind.

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2 Kommentare


    1. Das ich den Artikel geschrieben habe ist inzwischen 4 Jahre her, leider kann ich hierzu keine Studien mehr nennen. Sollte aber über Bibliotheksdienst von Universitäten im Internet auffindbar sein. Ansonsten auch gerne mal bei der Bundesinstitut für Risikovorsorge nachschauen.
      Ich hoffe dir dennoch weitergeholfen zu haben.

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