Tatort Zuckerfalle – und niemand merkt's!

Der Konsument wird immer sensibler was seine Ernährung betrifft. Viele achten mittlerweile ganz genau darauf, welche Inhaltsstoffe sich in unseren Lebensmitteln befinden. Man sollte meinen ein Blick auf die Zutatenliste hilft einem weiter… Doch ist man meist ratlos.

Lasst uns ein bisschen Licht ins Dunkle der Zuckerarten bringen.

Zucker ist nicht gleich Zucker! Dies ist der Grund warum dieser auch nicht als Zucker auf der Zutatenliste aufgeführt werden muss. Vielmehr gibt es enorm viele versteckte Süßmacher und Zuckerarten. Nur die wenigsten Konsumenten finden sich hier zurecht, was es für die Meisten sehr schwer macht den Zuckergehalt präzise einzuschätzen.

Lasst uns versuchen ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen! Was verbirgt sich außer Zucker noch alles in unserem Essen und macht die Speißen süß und/oder kalorienreich?

Bezeichnungen für Süßungsmittel bzw. Zuckerarten

  • wenn irgendwo in der Bezeichnung das Wort „Zucker“ auftaucht, dann ist es nicht schwer daraus zu folgern, dass es sich hier wohl um eine Zuckerart handelt. Fruchtzucker ist eben auch Zucker.
  • Einige Zutaten enden auf -ose. Hier handelt es sich um Fachbegriffe für verschiedene Zuckerarten. So verstecken sich etwa hinter den Begriffen Glucose, Laktose und Maltose die Zuckerarten Trauben-, Milch- und Malzzucker.
  • Zuckerhaltig ist auch alles worin sich das Wort „Sirup“ verbirgt. Beispiele hier sind etwa der Glucosesirup oder auch der Fruchtosesirup.
  • Manche Bezeichnungen lassen allerdings nicht gleich erkennen, dass es sich hier eigentlich um Zucker und Ähnliches handelt: Magermilchpulver, (Malto)Dextrin, Gerstenmalzextrakt, Dicksaft, Fruchtextrakt, Fruchtpüree, Molkeerzeugnisse, Molkepulver, Rübenkraut oder getrocknete Früchte.
  • Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind dahingegen leicht zu erkennen. Diese müssen deutlich in der aufgedruckten Zutatenliste mit dem Klassennamen und der jeweiligen E-Nummer oder der Verkehrsbezeichnung gekennzeichnet werden. Hier muss dann etwa „Süßstoff E 960“ oder „Süßstoff Steviolglycoside“ stehen.

Nährwerttabelle als Indikator

Ein weiterer sehr guter Indikator ist auch die Nährwerttabelle. Leider handelt es sich hierbei bisher nur um eine freiwillige Angabe des Händlers. Erst ab dem Ende 2016 ist sie verpflichtend. Dann müssen Kohlehydrate und deren Zuckeranteil je 100g oder auch 100ml auf dem Produkt ausgewiesen werden. Damit hat der Konsument zumindest einen Anhaltspunkt für die Zuckermenge die sich in einem Produkt befinden.

Wer sich gerne selber auch mal was Süßes zubereitet, kann einfach mal Stevia ausprobieren. Das ist sehr süß und hat kaum Kalorien!

Euch sind bestimmt auch schon bestimmte Produkte mit Zuckerfallen aufgefallen, wo ihr es eigentlich nicht gedacht hättet, oder?

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