Autoimmunerkrankungen: CBD-Öl soll helfen

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Unter Autoimmunerkrankungen versteht man in der Medizin alle Krankheiten, bei denen das Immunsystem Antikörper gegen ursprünglich körpereigene Stoffe bildet. Es handelt sich sozusagen um einen Angriff auf sich selbst. Nun gibt es Hoffnung, dass das nicht psychoaktive Cannabinoid CBD helfen könnte. Aber kann es das wirklich?

In Deutschland zählen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen. Geschätzt 400.000 Bürgerinnen und Bürger, darunter auch immer mehr Kinder und Jugendliche, sind davon betroffen. Genaue Ursachen für das Entstehen entsprechender Symptome sind noch nicht bekannt. Mediziner gehen allerdings davon aus, dass sowohl genetische Einflüsse als auch Umweltbedingungen von Bedeutung sind. Als einflussreiche Umweltfaktoren für die Ausprägung von Autoimmunerkrankungen werden häufig Infektionen, Stress, Schwangerschaft sowie bestimmte Medikamente genannt. Auch diskutiert wird der Zusammenhang und Risikofaktor von industriell hergestellten Fertiglebensmitteln samt ihrer unzähligen Zusätze, die das Immunsystem angreifen können.

Nun hoffen Wissenschaftler, dass Cannabidiol, kurz CBD, einen neuen Lösungsansatz birgt. Die entzündungshemmende Wirkung des Cannabinoids aus dem weiblichen Hanf soll anscheinend gegen einige der über 80 bekannten sowie registrierten Autoimmunerkrankungen helfen und somit Millionen Menschen weltweit guttun können. Bisher greifen die meisten Ärzte bei der Behandlung auf Kortison oder auch Biologika zurück. Beide Medikamente verbinden viele Patienten aber mit diversen Nebenwirkungen wie etwa Hautausschlag, Gewichtszunahme, Diabetes, Akne, Juckreiz, Knochenbrüchen oder Infektanfälligkeit. Allein diese Auflistung ist Grund genug, über alternative Behandlungsmethoden nachzudenken.

Die heilbringende Wirkung der Hanfpflanze

Das CBD-Öl, auch Hanföl genannt, wird oftmals fälschlicherweise mit einem berauschenden Drogenkonsum in Verbindung gebracht. Dabei sollte man hier gründlich differenzieren, denn die Inhaltsstoffe der Hanfpflanze können dem menschlichen Körper und seinem Heilungsprozess potenziell viel gutes tun. Der legale Inhaltsstoff Cannabidiol, nicht zu verwechseln mit der psychoaktiven Substanz Tetrahydrocannabinol, wirkt nämlich nicht nur entzündungshemmend, sondern auch antibakteriell, antiviral und sogar angstlösend. Demzufolge ist das nach dem Wirkstoff benannte Öl in der Lage chronische Schmerzen zu lindern, Migränepatienten zu helfen, Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden zu bekämpfen und gegen Depressionen oder psychische Krankheiten vorzugehen.

Es ist also wenig verwunderlich, dass CBD als Pharmazeutikum mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Unter dem Namen Epidyolex ist es in der EU bereits als verschreibungspflichtiges Arzneimittel für die Therapie verschiedener Epilepsieformen zugelassen, während Hanfsamen sowie Hanföle, mit ebenfalls nicht unerheblichen Mengen CBD, rezeptfrei zu erwerben sind.

Aber wie wirkt CBD-Öl bei Autoimmunerkrankungen?

Zahlreiche klinische Studien und wissenschaftliche Arbeiten berichten diesbezüglich schon jetzt von positiven Ergebnissen bei Therapien mit CBD. Nach aktuellen Erkenntnissen ist Hanf wahrscheinlich nicht in der Lage, jede Beschwerde, die durch Autoimmunerkrankungen verursacht wird, vollends zu heilen. Verschiedene Symptome ebenjener Krankheiten, wie beispielsweise Appetitlosigkeit, Schmerzen, Entzündungen und Schlafmangel sollen mit Cannabidiol jedoch effektiv behandelt werden können. Um die Wirkungsweise möglichst allumfassend zu erfassen, bedarf es noch weiterer Forschungen und Studien. Nichtsdestotrotz macht das grüne Wundermittel berechtigterweise Hoffnung auf mehr.

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1 Kommentare


  1. Autoimmunerkrankungen sind auch mit Schmerzen verbunden. CBD drosselt wohl die Immunabwehr, womit die Erkrankung weniger intensiv einschlägt. THC kann dann aber möglicherweise entscheidend bei der Schmerzbehandlung helfen. Doch für THC muss man derzeit noch zum Arzt und CBD im Handel ist sehr teuer. Dabei kann es jeder in der eigenen Küche in geringer Konzentration selber herstellen. Bei der inneren Einnahme entscheidet ohnehin die eingenommene Wirkstoffmenge und nicht die Konzentration, so zumindest Dr. Grotenhermen. Hier eine Anleitung, die auf ihn zurückgeht, in Teil 4 gibt es die Kurz-ToDo: hanftube.de/einfachste-marihuana-decarboxylierung-und-extraktion/

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