Darum will Rügenwalder Mühle vegane Rohstoffe anbauen

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Veganismus ist auf dem besten Weg in der Mitte der Gesellschaft anzukommen. Das ist auch an der Lebensmittelindustrie nicht vorbeigegangen. Mit pflanzenbasierten Produkten lassen sich mittlerweile unglaubliche Summen verdienen. Nicht von ungefähr sprießen vegane Alternativen für tierische Produkte wie Milch, Joghurt, Butter und Co im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Boden und werden zu Recht zahlreich gekauft. Auch für Fleisch- und Wurstwaren tüftelten einige Unternehmen an einem Ersatz. Eines ebendieser Unternehmen ist Rügenwalder Mühle. Die Lebensmittel produzierende Firma aus dem niedersächsischen Bad Zwischenahn, gegründet im Jahr 1834, möchte nun aber mehr, als „nur“ Ersatzprodukte herzustellen. Das Unternehmen, samt seinen 563 Mitarbeitern, möchte zukünftig Ressourcen in den Anbau von Proteinpflanzen investieren.

So viel Umsatz macht Rügenwalder Mühle

Mit der Sortimenterweiterung bezüglich vegetarischen und veganen Artikeln hat sich Rügenwalder Mühle in vielerlei Hinsicht einen Gefallen getan. Nicht nur aus moralischer, sondern auch aus finanzieller Sicht laufen die Geschäfte mit den Produktalternativen sehr gut. Allein im Jahr 2019 verbuchte der Lebensmittelhersteller einen Zuwachs von 14,7 Prozent mit einem Gesamtumsatz von 242 Millionen Euro. Die Zahlen sprechen für sich. Rügenwalder Mühle dominiert den Markt für Fleischersatz mit einem Anteil von circa 44 Prozent und will mindestens an vergangene Monate anknüpfen. Godo Röben, unter anderem Marketing-Verantwortlicher, sagt dazu: „Daher entwickeln wir unsere Fleischfrei-Linie kontinuierlich weiter, verbessern Rezepturen und bringen neue, innovative Produkte in die Regale.“

So kann die Landwirtschaft helfen

Um auch in den nächsten Jahren ganz oben mitzuspielen, will das Unternehmen aus Niedersachsen die Thematik der Herkunft von Rohstoffen verstärkt angehen. In einem ersten Schritt stieg Rügenwalder dafür im vergangenen Jahr auf europäisches Soja um. Mittlerweile stammt rund die Hälfe des benötigten Sojas aus der Donauregion. Außerdem sollen weitere Proteinquellen in regionalen Gefilden angebaut und verarbeitet werden. Darunter Ackerbohnen, Lupinen und Kartoffeln. Um diese Aufgabe gemeinsam zu meistern, startete Rügenwalder Mühle zusammen mit Forschern den Versuch, eigene pflanzliche Rohstoffe nachhaltig in Deutschland anzubauen.

Ob und in wie fern das gesteckte Ziel von nahezu komplett heimischen Proteinquellen erreicht wird, muss man abwarten. Dafür muss Rügenwalder über die nächsten Jahre noch viel Zeit und Geld in die Forschung und Entwicklung sowie qualifiziertes Personal investieren. Michael Hähnel, seit Januar Vorsitzender der Geschäftsleitung, ist dennoch zuversichtlich: „Die Zahlen sprechen für sich: Unser Mut, Ende 2014 mit einer fleischfreien Produktlinie zu starten, hat sich ausgezahlt. Die Verbraucher belohnen uns für unsere Innovationstärke, mit der wir unser Sortiment stetig weiterentwickeln und schnell an ihre Wünsche anpassen“

Bildquelle: www.ruegenwalder.de

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