Nitrat im Grundwasser – Nur Malta ist schlechter

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Die EU-Kommission hat es im Rahmen eines aktuellen Berichtes wieder bestätigt. Grundwasser in Deutschland hat ein Problem mit zu hoher Nitratbelastung. Aussicht auf Besserung gibt es in nächster Zeit wohl nicht.

Wasser für Jahrzehnte belastet

Über ein Viertel der Messstationen melden zu hohe Nitratwerte. Dabei wurde der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter zum Teil deutlich überschritten. Hauptschuld wird dabei in mineralischen Düngern gesehen. Entsprechend sind insbesondere Messstellen in der Nähe zu landwirtschaftlichen Flächen von der Nitratbelastung betroffen.

Das gravierende an der derzeitigen Situation ist, dass selbst bei einem radikalen Stopp von Düngemitteln es zum Teil Jahrzehnte dauern kann, bis die Nitratwerte wieder im gesetzlichem Rahmen sein werden.

Folgen sind teuer

Die Konsequenzen zeigen sich nicht nur im Grundwasser. Seen und Flüsse haben zunehmend mit Algen zu kämpfen. Das bedeutet aber auch, dass das Trinkwasser ebenfalls vom Nitrat gereinigt werden muss. Für die Wasserwerke gelten zudem nicht die 50 Milligramm-Grenze, sondern es sind maximal 27,5 Milligramm Nitrat pro Liter erlaubt. Das bedingt, dass das Wasser vielerorts aufwendig gereinigt werden muss – und das ist teuer.

Deutschland ist europaweites Schlusslicht in puncto Nitratbelastung. Lediglich Malta hat als einziges Mitgliedsland stärker belastetes Wasser als Deutschland.

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