Superfoods: Halten sie was sie versprechen?

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Als kleine Wunder werden die Superfoods von den Medien beworben. Wer sich von Superfoods ernährt bleibt fit und gesund und braucht sich um Krankheiten keine Sorgen machen. Doch was steckt hinter den einzelnen Superfoods? Sind sie wirklich so gut, wie sie propagiert werden?

Chiasamen

Chiasamen haben ihren guten Ruf vor allem wegen ihrer hohen Menge an Ballaststoffen, Eiweiß, und Antioxidantien. Zusätzlich beinhaltet das kleine Superfood ein sehr gutes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren, welches eine entzündungshemmende Wirkung auf unseren Körper hat. Durch das starke Quellvermögen der Ballaststoffe haben sie zusätzlich eine langanhaltende sättigende Wirkung und können somit auch eine Gewichtsabnahme begünstigen.

Leinsamen

Leinsamen sind die günstige Alternative zu Chiasamen, da diese sich in ihren Inhaltsstoffen und Wirkungen sehr stark ähneln. Hier sollten geschrotete Leinsamen bevorzugt werden, da diese von unserem Körper leichter verarbeitet werden können. Besonders empfehlenswert ist das aus dem Superfood hergestellte Leinöl, da dieses mit seinem optimalen Fettverhältnis punkten kann.

Hanfsamen

Mit bis zu 35 g Eiweiß auf 100 g sind Hanfsamen ein sehr proteinreiches Superfood. Zusätzlich sind Quinoa und Hanfsamen die einzigen pflanzlichen Nahrungsmittel, welche alle essentiellen Aminosäuren vollständig enthalten. Außerdem verfügen die kleinen Samen eine große Menge an Vitamin B1, B2, E, Magnesium, Calcium, Eisen und Kalium. Übrigens haben Hanfsamen keinerlei berauschende Wirkung, da das Rauschmittel Tetrahydrocannabinol aus den Pflanzen heraus gezüchtet wurde.

Goji- und Acai-Beeren

Goji-Beeren werden schon seit über 5000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet, da sie mit einer außergewöhnlichen Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien punkten können. Dennoch ist die Beere in Deutschland mit bis zu 30 Euro pro Kilogramm kaum bezahlbar. Gleiches gilt für die roten Acai-Beeren. Leider verlieren beide Beeren auf ihrer langen Reise einen großen Teil ihrer Nährstoffe und sind somit eher ein Hingucker auf dem Müsli, statt eines wahren Superfoods. Gesünder und um einiges günstiger sind unsere frischen Beeren aus der Region wie Heidel-, Johannis-, Brom- oder Erdbeeren.

Matcha

Das knallig grüne Pulver, wie es in den Regalen der Supermärkte zu kaufen ist, wird aus den ganzen Blättern der Teesträucher gewonnen. Matcha enthält viele Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wie Catechine, Carotine und ebenso die Vitamine A, B, C und E. Matchatee ist ein wahrer Wachmacher, da er von Natur aus Koffein enthält und ist somit eine gesunde Alternative zu Kaffee.

Weizengras

Mehr Vitamin C als Orangen. Mehr Vitamin E als Spinat. Mehr Vitamin B als Milch. Weizengras klingt erst einmal verlockend. Doch das Superfood ist unverarbeitet nicht genießbar und verliert bei der Verarbeitung eine Menge seiner Vitamine und Mineralstoffe. Zusätzliche muss bedacht werden, dass die Mengen, welche man in Form von Weizengras konsumieren würde, deutlich geringer ausfallen, als wenn man andere Obst oder Gemüsesorten zu sich nimmt. Somit ist Weizengras ein überbewertetes Superfood.

Fazit: Superfoods: Halten sie was sie versprechen?

Superfoods enthalten zwar eine große Menge an wertvollen Inhaltsstoffen, doch auch sie ersetzen keine gesunde, ausgewogene Lebensweise. In kleinen Mengen sind Superfoods weder schädlich noch besonders heilsam. Häufig wird vergessen, dass auch unsere heimischen Lebensmittel wie Paprika, Brokkoli, Spinat, Beeren und Co. wahre Superfoods sind. Nur werden diese nicht in den Medien beworben und für viel Geld verkauft.

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